
ICE-Agent erschießt 26-jährigen Kolumbianer in Maine – zweiter tödlicher Vorfall in einer Woche
Nach dem Tod eines Mexikaners in Houston kommt es in Biddeford zu einem weiteren Schusswaffeneinsatz der US-Migrationspolizei; die Identität des Opfers und die Umstände sind umstritten.
Am Montagmorgen ist in Biddeford im US-Bundesstaat Maine ein 26-jähriger Kolumbianer durch Schüsse eines Beamten der Einwanderungs- und Zollbehörde ICE getötet worden. Es handelt sich um den zweiten tödlichen Schusswaffeneinsatz von ICE-Agenten binnen einer Woche, nachdem am 7. Juli in Houston der mexikanische Staatsangehörige Lorenzo Salgado Araujo unter ähnlichen Umständen ums Leben gekommen war.
Nach Angaben der Maine Immigrants’ Rights Coalition und der Organisation Presente! Maine verfügte der Mann über eine Arbeitserlaubnis und eine Sozialversicherungsnummer; sein Name wurde von den Behörden noch nicht offiziell bestätigt. Die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates teilte mit, der ICE-Beamte habe eine Vollstreckungsmaßnahme im Zusammenhang mit einer rechtskräftigen Abschiebungsanordnung durchgeführt. Der Betroffene habe versucht, mit einem Fahrzeug in Richtung des Beamten zu fliehen, woraufhin dieser die Schüsse abgegeben habe. Der Beamte wurde nach dem Vorfall vom Dienst freigestellt. Das FBI hat gemeinsam mit der Staatspolizei und der Generalstaatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen.
Über den genauen Hergang liegen widersprüchliche Darstellungen vor. Senator Angus King aus Maine erklärte zunächst, das Opfer sei Ziel eines Haftbefehls gewesen, korrigierte sich später jedoch und gab an, der Mann sei nicht die gesuchte Person gewesen. Das Heimatschutzministerium (DHS) sprach von einem „illegalen Ausländer“, der sich der Kontrolle entzogen habe; die Beamten hätten aus Sorge um die öffentliche Sicherheit geschossen. Zeugen berichteten hingegen, sie hätten mehrere Schüsse gehört, nachdem Agenten ein weißes Fahrzeug umstellt hatten. Ein Anwohner gab an, der Verletzte habe noch „Ich habe versucht anzuhalten“ gerufen, bevor er zusammenbrach. Die beteiligten Beamten trugen nach Angaben Kings keine Körperkameras.
Der Vorfall reiht sich in eine Serie tödlicher Einsätze der unter der Regierung Trump massiv ausgeweiteten Einwanderungsbehörde ein. Bereits im Januar waren in Minneapolis zwei US-Bürger durch ICE-Beamte erschossen worden. In Biddeford kam es noch am Montag zu Protesten; Demonstranten versammelten sich am Ort des Geschehens und vor dem Büro von Senatorin Susan Collins. Die Ermittlungen dauern an, eine offizielle Bestätigung der Identität des Getöteten steht aus. Die kolumbianische Botschaft bemüht sich nach eigenen Angaben um Aufklärung.
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.85 | critical |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Lateinamerikanische Presse | −0.30 | critical |
Europe denounces yet another ICE brutality, an out-of-control agency that kills with impunity.
It builds a narrative of continuity between two episodes, presenting ICE as a inherently violent entity, using the language of moral condemnation.
It omits the witness account that the car tried to hit the officer, which could justify the agents' response.
The Atlantic reports the facts with detachment, including the perspective of law enforcement and the witness, without taking sides.
It balances the news by including the witness account that explains the agents' reaction, normalizing the use of force as a response to a threat.
It omits the context of previous ICE killings and criticism of the agency's brutality, present in the European press.
Latin America records the incident soberly, but highlights the involvement of Trump's immigration agents, evoking a climate of repression.
It uses the mention of Trump to associate the episode with an aggressive immigration policy, without explicitly condemning.
It omits details of the shooting dynamics and the witness testimony, reducing the event to a news brief.
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