
TMC in der Krise: 20 Abgeordnete laufen über, Partei reagiert mit Führungswechsel
Die indische Regionalpartei Trinamool Congress erlebt eine schwere Rebellion: 20 Lok Sabha-Abgeordnete schließen sich einer Dissidentengruppe an, während die Parteiführung mit einer Umbesetzung der Jugend- und Distriktspitze reagiert.
Die indische Regionalpartei Trinamool Congress (TMC) steckt in ihrer schwersten Krise seit Jahren. Am Wochenende schloss sich mit Sudip Bandyopadhyay, dem langjährigen Fraktionschef im Unterhaus und engsten Vertrauten von Parteichefin Mamata Banerjee, der zwanzigste Abgeordnete der Dissidentengruppe an. Bandyopadhyay traf sich in Neu-Delhi mit Innenminister Amit Shah und Arbeitsminister Bhupendra Yadav, beides führende Köpfe der regierenden Bharatiya Janata Party (BJP). Die Rebellen, die sich auf 20 der 29 TMC-Abgeordneten im Lok Sabha stützen, planen, am Montag Parlamentspräsident Om Birla aufzusuchen, um als eigenständige Fraktion anerkannt zu werden. Sollte dies gelingen, würde die TMC in der 543 Sitze zählenden Kammer auf nur noch neun Mandate schrumpfen.
Die Krise beschränkt sich nicht auf die nationale Ebene. In der Regionalversammlung von Westbengalen, wo die TMC seit 2011 ununterbrochen regiert, ist die Zahl der abtrünnigen Abgeordneten nach Parteiangaben auf 64 gestiegen – bei einer Gesamtstärke von 184 Sitzen. Beobachter in Kalkutta sehen darin eine direkte Folge der vernichtenden Niederlage bei den Landtagswahlen 2026, bei der die TMC ihre Mehrheit an die BJP verlor. Die Proteste in Rawalakot im pakistanisch verwalteten Kaschmir, bei denen Demonstranten pakistanische Führer als Terroristen bezeichneten, stehen in keinem Zusammenhang mit der TMC-Krise, verdeutlichen aber die politische Unruhe in Südasien.
Die Parteiführung versucht, mit organisatorischen Neubesetzungen gegenzusteuern. Am Samstag ernannte die TMC Arnab Banerjee zum neuen Vorsitzenden der Jugendorganisation und Kunal Ghosh zum Präsidenten des Distrikts Nord-Kalkutta. Zudem wurden Mosarraf Hossain zum Chef der Minderheitenzelle und Alifa Ahmed zur Vorsitzenden der Frauenflügel bestellt. Aus Delhi verlautet, die Umbesetzungen seien schon länger geplant gewesen, doch der Zeitpunkt – unmittelbar nach Bandyopadhyays Treffen mit Shah – nährt Spekulationen über ein Abwehrmanöver. Ein TMC-Sprecher betonte, man habe lediglich Führungskräfte ersetzt, die die Partei verlassen hätten.
Die Entwicklung wirft ein Schlaglicht auf die prekäre Lage von Mamata Banerjee, die einst als unangefochtene Führungsfigur des bengalischen Regionalismus galt. Aus Sicht Neu-Delhis profitiert die BJP von der Zersplitterung der Opposition, auch wenn sie sich offiziell nicht in die innerparteilichen Angelegenheiten der TMC einmischt. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Rebellen tatsächlich eine eigene Fraktion bilden können – ein Schritt, der die TMC im Parlament marginalisieren und Banerjees Autorität endgültig untergraben würde.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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The TMC is in deep crisis as a wave of defections, including senior leaders like Sudip Bandyopadhyay, threatens to unravel the party. Reports highlight the party's shrinking Lok Sabha presence and growing rebellion among MLAs, framing the situation as a fight for survival. The narrative emphasizes betrayal and the pressure on Mamata Banerjee's leadership.
The story is reported as a brief political development in India's West Bengal, noting the resignation of a former minister amid party turmoil. The coverage is factual and detached, with no analysis of broader implications. It appears as a minor item compared to domestic political news.
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