
Supertaifun Bavi nähert sich Taiwan und Ostchina – Behörden in höchster Alarmbereitschaft
Taiwan hat See- und Landwarnungen ausgegeben und fast 29.000 Soldaten in Bereitschaft versetzt, während Meteorologen den schwersten Sturm seit Jahrzehnten erwarten und China noch mit den Folgen verheerender Überschwemmungen kämpft.
Der Supertaifun Bavi, der sich über dem Westpazifik zu einem der größten Stürme der vergangenen Jahrzehnte entwickelt hat, bewegt sich auf Taiwan und die ostchinesische Provinz Fujian zu. Nach Angaben der taiwanischen Zentralen Wetterbehörde (CWA) wurde am Donnerstagnachmittag eine Seewarnung herausgegeben, eine Landwarnung soll in der Nacht zum Freitag folgen. Das Verteidigungsministerium in Taipeh versetzte nach eigenen Angaben 28.922 Soldaten in Bereitschaft und stationierte Hubschrauber, Rettungsfahrzeuge und Wasserpumpen landesweit. Das chinesische Nationale Meteorologische Zentrum prognostiziert, dass Bavi, dessen Durchmesser mit rund 1.000 Kilometern etwa der Breite Frankreichs entspricht, am Samstagabend auf das chinesische Festland treffen wird.
Die CWA registrierte am Donnerstagmittag anhaltende Windgeschwindigkeiten von 184 Kilometern pro Stunde mit Böen bis zu 227 Kilometern pro Stunde. Für den Norden Taiwans und vorgelagerte Inseln werden orkanartige Böen der Beaufort-Stärke 12 bis 14 erwartet. In den Bergen um Taipeh könnten binnen zwei Tagen bis zu 900 Millimeter Niederschlag fallen, was nach Einschätzung der Behörden zu Überschwemmungen und Erdrutschen führen kann. Japans Wetterdienst rief die Bewohner der Präfektur Okinawa für Freitag und Samstag zu erhöhter Wachsamkeit vor heftigen Winden, Erdrutschen und Sturmfluten auf. Fluggesellschaften wie Japan Airlines und All Nippon Airways strichen Dutzende Inlands- und Auslandsflüge, auch von Hongkong aus wurden mehr als 40 Verbindungen nach Taiwan, Festlandchina und Japan annulliert.
Über die weitere Intensität des Sturms herrscht unter Meteorologen keine Einigkeit. Während die CWA eine leichte Abschwächung bei Annäherung an die Nordküste Taiwans für möglich hält, stuft der kommerzielle US-Wetterdienst AccuWeather Bavi als gefährlichen Sturm ein, der bei gleichbleibender Stärke der heftigste seit Supertaifun Kong-rey im Jahr 2024 werden könnte. Der taiwanische CWA-Meteorologe Jason Chang bezeichnete Stürme dieser Größenordnung gegenüber Reuters als „in den letzten Jahren ziemlich selten“ und verwies darauf, dass es sich um den flächenmäßig größten Sturm seit 1987 handeln dürfte.
Die Region ist durch vorangegangene Unwetter bereits schwer getroffen. In China kamen durch Taifun Maysak in der südwestlichen Region Guangxi nach offiziellen Angaben mindestens 39 Menschen ums Leben, neun weitere gelten als vermisst. In der Provinz Gansu starben 21 Menschen bei einem Erdrutsch, in Hubei forderte ein Unwetter elf Todesopfer. Wissenschaftler führen die Häufung extremer Wetterereignisse auf den Klimawandel und die derzeit ungewöhnlich warmen Meeresoberflächentemperaturen im Westpazifik zurück. Die taiwanische Regierung unter Präsident Lai Ching-te rief die Bevölkerung dazu auf, Notvorräte anzulegen, und verschob landesweite Hochschulprüfungen. Die Lage bleibt angespannt, während die äußeren Regenbänder des Taifuns am Freitag auf Taiwan treffen sollen.
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Die Region leidet unter tödlichen Überschwemmungen, und nun nähert sich ein Super-Taifun. Dies ist eine doppelte Katastrophe, die dringende Aufmerksamkeit erfordert.
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Der Präsident Taiwans hat persönlich gezeigt, wie man einen Notfallrucksack packt. Die Bewohner werden aufgefordert, Vorräte anzulegen. Dies ist der stärkste Taifun, und die Regierung führt die Reaktion an.
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Dutzende Flüge ab Hongkong sind gestrichen. Fluggesellschaften bieten Sonderregelungen an. Reisende sollten sich an ihre Fluggesellschaft wenden.
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China und Taiwan bereiten sich auf Taifun Bavi vor. Bis zu einem Meter Regen wird erwartet. 29.000 Soldaten sind in Bereitschaft. Der Sturm ist so breit wie Frankreich.
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