
Stripe und Advent legen 53-Milliarden-Dollar-Offerte für PayPal vor – Aktie springt um über 15 Prozent
Das gemeinsame Übernahmeangebot bewertet den angeschlagenen Zahlungsdienstleister mit einem Aufschlag von rund 28 Prozent und könnte eine der größten Transaktionen im digitalen Zahlungsverkehr einleiten.
Die Aktien von PayPal Holdings sind am Mittwoch im vorbörslichen Handel um mehr als 15 Prozent gestiegen, nachdem die Nachrichtenagentur Reuters über ein gemeinsames Übernahmeangebot der Zahlungsplattform Stripe und der Beteiligungsgesellschaft Advent International berichtet hatte. Das Angebot beläuft sich auf 60,50 Dollar je Aktie, was einem Unternehmenswert von über 53 Milliarden Dollar entspricht. Gegenüber dem Schlusskurs vom Dienstag bedeutet dies eine Prämie von rund 28 Prozent. Die Offerte ist laut Insidern mit Bankfinanzierungszusagen von etwa 50 Milliarden Dollar unterlegt.
Der Vorstoß erfolgt in einer Phase anhaltender Bewertungsverluste bei PayPal. Der Pionier der digitalen Bezahldienste, der während der Pandemie noch eine Marktkapitalisierung von rund 360 Milliarden Dollar erreicht hatte, ist in diesem Jahr auf ein Tief von etwa 36 Milliarden Dollar abgesackt. Allein in den vergangenen zwölf Monaten büßte die Aktie mehr als 40 Prozent ihres Werts ein. Aus Sicht von Marktteilnehmern in New York spiegelt das Angebot die Erwartung wider, dass der Konzern unter seinem seit März amtierenden Vorstandsvorsitzenden Enrique Lores zwar einen Umbau eingeleitet hat, die angestrebte Rückkehr zu profitablem Wachstum jedoch Zeit benötigt und mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist.
Stripe und Advent planen nach derzeitigen Informationen einen gemeinsamen Besitz zu gleichen Teilen, ohne das Unternehmen zu zerschlagen. Die Kombination würde PayPals breite Verbraucher- und Händlerbasis mit Stripes Stärke in der Zahlungsinfrastruktur für Unternehmen zusammenführen. Beobachter in europäischen Finanzkreisen verweisen auf die Komplementarität der beiden Plattformen: Während PayPal vor allem im Endkundengeschäft verankert ist, dominiert Stripe die technische Abwicklung im Hintergrund. Ein Zusammenschluss könnte ein jährliches Zahlungsvolumen von schätzungsweise 3,7 Billionen Dollar bündeln und die Wettbewerbsposition gegenüber Anbietern wie Apple Pay und Google Pay stärken.
Die Gespräche befinden sich nach Angaben der mit der Angelegenheit vertrauten Personen in einem frühen Stadium. Eine erste Kontaktaufnahme hatte es bereits Anfang April gegeben, eine Antwort von PayPal steht bislang aus. Die Bieter streben an, die Verhandlungen in den kommenden Wochen voranzutreiben. Ob PayPal sich auf Gespräche einlässt oder den eingeschlagenen Restrukturierungskurs eigenständig fortsetzt, ist offen. Die nächste Wegmarke wird die Reaktion des PayPal-Verwaltungsrats auf das formelle Angebot sein.
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Indian financial markets record the offer as a straightforward business transaction, focusing on financial metrics and market response.
The Indian financial community employs a bare-facts approach, presenting only numbers and timelines to imply the deal's inevitability and objectivity.
Europäische Finanzkreise stellen das Angebot als ein hochriskantes Pokerspiel dar und betonen die Wettbewerbsspannung zwischen globalen Zahlungsriesen.
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