
Jugendlicher zieht Klage gegen Meta zurück – Rechtsstreit um Social-Media-Sucht geht weiter
Ein 15-jähriger Kläger hat wenige Tage vor Prozessbeginn seine Schadenersatzklage gegen Meta fallen gelassen, nachdem er sich zuvor mit drei anderen Plattformbetreibern geeinigt hatte.
Der zentrale Vorwurf, wonach die Betreiber sozialer Netzwerke durch süchtig machende Produkte die psychische Gesundheit Minderjähriger gefährden, wird in den Vereinigten Staaten weiterhin vor Gericht verhandelt – doch ein mit Spannung erwarteter zweiter Musterprozess findet nicht statt. Ein 15-Jähriger aus Florida, in Gerichtsakten als R.K.C. geführt, hat seine Klage gegen den Meta-Konzern zurückgezogen. Seine Anwälte begründeten den Schritt am Mittwoch damit, dass das Verfahren insgesamt ein erfolgreiches Ergebnis erbracht habe und der Jugendliche sich nun auf seine Therapie konzentrieren wolle, anstatt sich einer mehrwöchigen, belastenden Verhandlung auszusetzen. Ein Meta-Sprecher erklärte hingegen, der Kläger habe das Verfahren ohne jegliche Zahlung beendet, nachdem er sich zuvor mit den übrigen beklagten Unternehmen geeinigt hatte. Die Vorwürfe hätten nie Bestand gehabt.
Der Fall ist Teil einer massiven Klagewelle vor dem Los Angeles Superior Court, wo hunderte Verfahren mit ähnlichen Vorwürfen gebündelt wurden. R.K.C. hatte ursprünglich neben Meta auch Google (YouTube), Snap (Snapchat) und ByteDance (TikTok) verklagt. Mit diesen drei Unternehmen erzielte er in den vergangenen Wochen vertrauliche Vergleiche, sodass Meta als letzte verbliebene Beklagte allein vor Gericht gestanden hätte. Das Gericht hatte den Fall als sogenannten Bellwether-Prozess ausgewählt, um die Tragfähigkeit der Argumente beider Seiten zu testen und eine Orientierung für die übrigen tausenden Klagen zu geben. Aus Sicht der Klägeranwälte hat ihr Mandant mit den Vergleichen und dem öffentlichen Druck bereits sein Ziel erreicht, die Konzerne zur Verantwortung zu ziehen und Veränderungen zum Schutz Jugendlicher anzustoßen.
In einem ersten Musterprozess hatte im März eine Geschworenenjury in Los Angeles Meta und Google zur Zahlung von sechs Millionen Dollar Schadenersatz an eine 20-jährige Klägerin verurteilt. Es war das erste Mal, dass Social-Media-Plattformen in den USA für die Auswirkungen ihrer Produkte auf die psychische Gesundheit haftbar gemacht wurden. Beide Unternehmen haben gegen das Urteil Berufung eingelegt. Die nun zurückgezogene Klage von R.K.C. hätte die Gelegenheit geboten, diese Rechtsprechung zu festigen oder zu revidieren. Der Jugendliche hatte geltend gemacht, er habe seit seinem achten Lebensjahr soziale Medien genutzt, eine Abhängigkeit entwickelt und infolgedessen unter Schlaflosigkeit, Depressionen und Angstzuständen gelitten. Meta hielt dem entgegen, die Nutzungsdaten zeigten, dass der Kläger im Durchschnitt nur wenige Minuten täglich auf Facebook und Instagram verbracht und die meisten Konten erst nach Mandatierung eines Anwalts angelegt habe.
Der Rückzug des Klägers beendet das konkrete Verfahren, nicht aber die grundsätzliche juristische Auseinandersetzung. In den gesamten USA sind tausende ähnliche Klagen gegen Meta und andere große Plattformbetreiber anhängig. Ein Gericht in New Mexico verurteilte Meta kürzlich zur Zahlung von 375 Millionen Dollar, weil das Unternehmen Verbraucher über die Sicherheitsrisiken seiner Plattformen für Minderjährige getäuscht habe. Zudem klagen mehr als 30 Bundesstaaten gegen Meta; ein möglicher Prozessbeginn ist für August im kalifornischen Oakland angesetzt. Der nächste Bellwether-Fall vor dem Los Angeles Superior Court soll laut Gerichtsakten im Oktober verhandelt werden. Die juristische Prüfung der Frage, inwieweit Algorithmen und Funktionen wie endloses Scrollen eine rechtlich relevante Sucht erzeugen, bleibt damit auf der Tagesordnung.
| Lateinamerikanische Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Subsaharisch-afrikanische Presse | 0.00 | neutral |
Der Rückzug des Jugendlichen beweist Metas Ausweichmanöver, aber die tausenden anderen Klagen bestätigen den systemischen Schaden sozialer Medien.
Die Nennung der genauen Zahl von über 3.000 anhängigen Klagen schafft eine Hierarchie von Bedrohungen und deutet an, dass der Einzelfall nur die Spitze des Eisbergs ist.
Der Rückzug beendet einen Einzelfall mit hohem Medieninteresse; Meta macht weiter, ohne über breitere Auswirkungen zu sprechen.
Indem der Fokus nur auf der zurückgezogenen Klage und den Vergleichen liegt, isoliert die Erzählung das Ereignis vom weiteren Kontext Tausender anhängiger Fälle.
Erwähnt nicht die genaue Zahl von über 3.000 Einzelklagen gegen Meta und andere Plattformen, sondern konzentriert sich auf den Einzelfall.
Der Rückzug beendet einen Einzelfall mit hohem Medieninteresse; Meta macht weiter, ohne über breitere Auswirkungen zu sprechen.
Indem der Fokus nur auf der zurückgezogenen Klage und den Vergleichen liegt, isoliert die Erzählung das Ereignis vom weiteren Kontext Tausender anhängiger Fälle.
Erwähnt nicht die genaue Zahl von über 3.000 Einzelklagen gegen Meta und andere Plattformen, sondern konzentriert sich auf den Einzelfall.
Erweitere deinen Horizont
Indiens „Kakerlaken“-Proteste: Hungerstreik beendet, doch Rücktrittsforderung bleibt
11 Sprachen · 28 Quellen
Aus Economy & MarketsUniCredit erhöht Gewinnziele und rechnet fest mit Commerzbank-Übernahme
3 Sprachen · 6 Quellen
Aus TechnologyElon Musk zieht Bilanz: Politische Reue und ungebremster Techno-Optimismus
3 Sprachen · 5 Quellen