
Adipositas: GLP-1-Nutzung in den USA steigt, während Italiens Jugenddaten alarmieren
Während in den USA bereits elf Prozent der Bevölkerung GLP-1-Medikamente einnehmen und die Adipositasrate sinkt, verzeichnet Italien einen Anstieg der Fettleibigkeit vor allem bei jungen Frauen.
Die Adipositasentwicklung in den westlichen Industrieländern zeigt ein gespaltenes Bild. Nach einer am Dienstag veröffentlichten Gallup-Umfrage nehmen in den Vereinigten Staaten inzwischen elf Prozent der Erwachsenen ein GLP-1-Medikament zur Gewichtsreduktion ein – ein Anstieg um drei Prozentpunkte gegenüber 2024. Parallel dazu sank die amerikanische Adipositasrate von einem Höchststand von 39,9 Prozent im Jahr 2022 auf 36,4 Prozent im Jahr 2026. Zeitgleich meldet das italienische Statistikamt Istat für denselben Zeitraum einen gegenläufigen Trend: Der Anteil junger Frauen zwischen 18 und 34 Jahren mit Adipositas stieg von 3,6 auf 6,3 Prozent, ein Zuwachs von 75 Prozent, während er bei gleichaltrigen Männern um 35 Prozent von 4,6 auf 6,2 Prozent zunahm. Der Gesamtanteil der Übergewichtigen in Italien blieb mit 46,4 Prozent nahezu stabil.
Die Mechanismen hinter den Zahlen sind vielschichtig. Aus Washingtoner Perspektive wird der Rückgang der Adipositas mit der rasant gestiegenen Verschreibung von GLP-1-Rezeptoragonisten wie Semaglutid (Wegovy, Ozempic) und Tirzepatid (Mounjaro, Zepbound) in Verbindung gebracht. 68 Prozent der Nutzer greifen demnach zu Markenpräparaten der Pharmakonzerne Novo Nordisk und Eli Lilly, während 19 Prozent nicht von der FDA zugelassene Mischpräparate verwenden. Brasilianische Endokrinologen um Laiza Tabisz vom Instituto Merakhi verweisen auf die multifaktorielle Genese der Erkrankung: Hormonelle Dysbalancen – etwa ein chronisch erhöhter Cortisolspiegel oder eine Insulinresistenz – könnten den Grundumsatz senken und das Hungergefühl steigern, was eine rein kalorienbilanzierende Betrachtung unzureichend mache. Die italienischen Daten deuten zudem auf eine besondere Betroffenheit der jüngeren Generation hin, was Jens Pii Olesen, General Manager von Novo Nordisk Italia, mit Sorge auf die langfristige Entwicklung blicken lässt: Italien habe bereits jetzt eine der höchsten Adipositasraten bei Kindern und Jugendlichen in Europa.
Politisch und regulatorisch ziehen die Länder unterschiedliche Konsequenzen. Italien hat in der laufenden Legislatur als erste Nation ein Gesetz verabschiedet, das Adipositas als chronische und rezidivierende Krankheit anerkennt. Ein neu geschaffenes Observatorium soll Daten bündeln und die Verbreitung gesunder Lebensstile fördern. Der nationale Präventionsplan 2026–2031 des Gesundheitsministeriums unter Orazio Schillaci sieht eine ressortübergreifende Zusammenarbeit von Gesundheitswesen, Schulen, Sport und Kommunikation vor. Auf dem achten Italian Barometer Obesity Forum in Rom, das von der Senatorin Daniela Sbrollini initiiert und von Novo Nordisk unterstützt wurde, betonte Olesen die Notwendigkeit eines gemeinsamen Vorgehens über die reine Medikation hinaus. In den USA bleibt die Regulierung von Nachahmerpräparaten ein offenes Feld, während die öffentliche Bekanntheit der GLP-1-Medikamente auf 91 Prozent gestiegen ist.
Der nächste sachliche Meilenstein ist die Umsetzung des italienischen Präventionsplans, dessen Wirksamkeit das neu eingerichtete Observatorium überwachen soll. In den USA wird die weitere Entwicklung der Adipositasrate unter dem Einfluss der GLP-1-Verbreitung von den Gesundheitsbehörden beobachtet. Die wissenschaftliche Diskussion verlagert sich zunehmend auf die Frage, wie personalisierte Therapieansätze – unter Berücksichtigung hormoneller und genetischer Faktoren – in die Regelversorgung integriert werden können.
| Kontinentaleuropäische Presse | 0.00 | neutral |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | −0.20 | neutral |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.60 | critical |
Italy records an alarming increase in obesity among young women, with Istat data showing a 75% rise in ten years, while the general population remains stable.
The bloc uses official Istat statistics to present the issue as an objective fact, avoiding emotional language but letting the numbers speak.
The bloc omits any discussion of underlying causes such as diet, lifestyle, or healthcare access, and does not connect the data to the broader context of breast cancer or body image.
Brazil faces a female obesity epidemic, with 59.6% of women overweight, while Argentina warns of rising breast cancer mortality among young women.
The bloc combines national health data with expert commentary to create urgency and the need for tailored medical approaches, using the authority of doctors and studies.
The bloc omits any mention of body image pressure or the anti-ageing industry, focusing solely on clinical health outcomes.
The anti-ageing industry and diet culture have left older women still at war with their bodies, exploiting insecurities for profit.
The bloc uses a personal, testimonial style to evoke empathy and moral outrage, positioning the industry as the antagonist.
The bloc omits any statistical data on obesity or breast cancer, focusing solely on subjective experience and cultural critique.
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