
Spaniens WM-Auftakt gegen Kap Verde: Favoritenrolle ohne Lamine Yamal
Europameister Spanien eröffnet die Gruppe H gegen den Debütanten Kap Verde im Mercedes-Benz Stadium von Atlanta – und muss auf seinen größten Star verzichten.
Ohne ihren Ausnahmekönner Lamine Yamal, aber mit dem Selbstverständnis des amtierenden Europameisters, startet die spanische Nationalmannschaft an diesem Montag in die Weltmeisterschaft 2026. Im Mercedes-Benz Stadium von Atlanta, einer der modernsten Arenen der Vereinigten Staaten, trifft die von Luis de la Fuente trainierte „Furia Roja“ auf den afrikanischen Außenseiter Kap Verde, der zum ersten Mal in seiner Geschichte an einer WM-Endrunde teilnimmt. Der jordanische Schiedsrichter Adham Makhadmeh leitet die Partie, die zugleich den Auftakt der Gruppe H bildet, in der später auch Uruguay und Saudi-Arabien aufeinandertreffen. Für Spanien ist es das erste Pflichtspiel gegen die „Tubarões Azuis“, was die klare Favoritenrolle unterstreicht.
Aus südamerikanischer Perspektive, insbesondere in Argentinien, liegt der Anpfiff um 13 Uhr Ortszeit, sodass DSports und Flow die Übertragung übernehmen und Paramount+ den Livestream bereitstellt. In den Vereinigten Staaten selbst, wo an einem Montagmittag viele Fans auf Streamingdienste ausweichen, wird die Begegnung ab 12 Uhr Eastern Time live bei Fox auf Englisch und bei Telemundo auf Spanisch gezeigt; brasilianische Zuschauer können sich um 13 Uhr Ortszeit Brasília auf CazéTV via YouTube zuschalten. In Deutschland, Österreich und der Schweiz werden die öffentlich-rechtlichen Sender das Turnier begleiten, wobei insbesondere das ZDF und der ORF die Iberer traditionell auf ihren digitalen Kanälen zeigen. Für Kap Verde hingegen ist die WM-Teilnahme ein nationales Großereignis, das die Uhrzeit von 15 Uhr Ortszeit auf den Kapverden zu einer Art inoffiziellem Feiertag macht.
Eine besondere menschliche Note erhält das Spiel durch Aymeric Laporte und Steven Moreira: Beide durchliefen gemeinsam die U19- und U21-Nationalmannschaften Frankreichs, ehe sie sich für unterschiedliche A-Auswahlen entschieden – Laporte für Spanien, Moreira für Kap Verde. Während Laporte die Defensive der „Roja“ organisiert, wird Moreira versuchen, als Kapitän der „Blauen Haie“ historische Akzente zu setzen. Dass Spanien auf Yamal verzichten muss, schwächt zwar die offensive Durchschlagskraft, doch das dominante Ballbesitzspiel um Rodri und die erfahrenen Kräfte sollte ausreichen, um einen Fehlstart zu vermeiden. Der weitere Turnierverlauf in der Gruppe H wird zeigen, ob die Iberer ihrer Mitfavoritenrolle gerecht werden und ob Kap Verde über den ersten Auftritt hinaus für Überraschungen sorgen kann.
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