
Nach 20 Jahren: Hurricanes holen Stanley Cup – Brind'Amour schreibt Geschichte
Mit einem 3:0-Sieg in Spiel 6 gegen die Vegas Golden Knights beenden die Carolina Hurricanes ihre zwei Jahrzehnte währende Durststrecke und krönen Jordan Staal zum Playoff-MVP.
Die Carolina Hurricanes haben in der Nacht zum Montag zum zweiten Mal den Stanley Cup gewonnen und eine zwanzigjährige Wartezeit beendet. In der Fremde bezwangen sie die Vegas Golden Knights mit 3:0 und entschieden die Finalserie der NHL mit 4:2 für sich. Vor lauten Kulisse in der Wüste Nevadas erstickte Carolinas nun kompromisslose Defensive jegliche Offensivbemühungen der Gastgeber. Taylor Hall traf bereits nach gut drei Minuten zur frühen Führung, Jackson Blake erhöhte im zweiten Drittel, und Nikolaj Ehlers sorgte im Schlussabschnitt für die endgültige Entscheidung. Torhüter Brandon Bussi wehrte alle 22 Schüsse ab und verbuchte den wohl wichtigsten Shutout seiner Karriere.
Damit vollendete das Team von Trainer Rod Brind'Amour eine bemerkenswerte Wandlung im Saisonverlauf. Hatten die Hurricanes zu Beginn der Endrunde noch von spektakulären Comebacks und torreichen Partien gelebt, setzten sie in den entscheidenden Spielen auf eine erdrückende Defensive. Vegas gelangen in den letzten vier Begegnungen der Serie insgesamt nur fünf Tore. Mannschaftskapitän Jordan Staal, der als bester Spieler der Playoffs mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichnet wurde, sprach von einem „erstaunlichen“ Gefühl und der lang ersehnten Erfüllung nach zwei Jahrzehnten.
Aus nordamerikanischer Perspektive markiert der Triumph die endgültige Rückkehr eines Traditionsfranchises an die Spitze. Schwedische Medien wie Östgöta Correspondenten und Dagens Nyheter berichteten mit spürbarem Stolz über den skandinavischen Einfluss, vor allem den treffsicheren Dänen Ehlers, während die deutsche Bild-Zeitung die emotionale Doppelrolle Brind'Amours hervorhob: 2006 stemmte er den Pokal noch als Kapitän der Hurricanes, nun führte er das Team als Coach zum Titel – eine historische Klammer, die in der NHL Seltenheitswert besitzt und an die legendäre Spieler-Trainer-Karriere eines Jacques Lemaire erinnert.
Für das deutschsprachige Publikum bleibt der NHL-Thron trotz fehlender direkter Beteiligung aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz ein Lehrstück in struktureller Konsequenz. Carolinas Erfolg basiert auf einem klaren defensiven System, das auch in Europa Schule machen könnte. Der Triumph des dänischen Angreifers Ehlers befeuert zudem die Hoffnung, dass sich kleinere Eishockey-Nationen nachhaltig im nordamerikanischen Profisport etablieren können. Die Golden Knights hingegen müssen den Kater einer Saison verarbeiten, in der ihre hochkarätige Offensive am Ende verstummte – eine Frage taktischer Anpassung, die auch Beobachter hierzulande mit Spannung verfolgen.
Ausblickend stellt sich die Frage, ob die Hurricanes an diese Dominanz anknüpfen können. Mit einem Kern um den erst 23-jährigen Blake, dem erfahrenen Hall und einem überragenden Torhüter Bussi sind die Voraussetzungen für eine neue Ära gegeben. Sollte Brind'Amour den Erfolgslauf fortsetzen, könnte Carolina die NHL-Landschaft ähnlich prägen wie einst die Chicago Blackhawks. Für die DACH-Region bleibt die Sehnsucht nach einem eigenen Stanley-Cup-Helden bestehen, doch die jüngste Finalserie zeigt, wie europäische Impulse das Spiel bereichern – und dass sich Ausdauer über zwei Dekaden am Ende auszahlen kann.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Nach zwanzig Jahren Pause holen die Carolina Hurricanes wieder den Stanley Cup. Trainer Rod Brind'Amour, der 2006 noch als Kapitän den Pokal gewann, schreibt damit doppelt Geschichte. Die erstickende Defensive, die Vegas mit einem 3:0-Shutout in Spiel 6 entmachtete, wurde als Triumph von Kampfgeist und taktischer Disziplin gefeiert. Der lokale Stolz war grenzenlos, als die Trophäe nach Raleigh zurückkehrte.
Die Carolina Hurricanes haben zum zweiten Mal den Stanley Cup geholt und die Vegas Golden Knights mit 3:0 niedergehalten, womit eine zwanzigjährige Wartezeit endete. Kapitän Jordan Staal, mit der Conn Smythe Trophy ausgezeichnet, lobte den Kampf seiner Mannschaft; Trainer Brind'Amour wurde als seltene Doppelfigur hervorgehoben, die den Pokal als Spieler und Coach gewinnt. Die Berichterstattung blieb sachlich und konzentrierte sich auf das Endergebnis und die Hauptpersonen.
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