
Trainerkarussell international: Amorim vor Mailänder Revolution, Neubesetzungen in Kairo und Jerusalem
Während der AC Mailand mit Ruben Amorim einen kompletten sportlichen Neuanfang wagt und auf einen portugiesischen Taktikfuchs setzt, besetzen auch Klubs in Ägypten und Israel ihre Trainerposten prominent.
Der nächste Trainerwechsel beim AC Mailand steht unmittelbar bevor: Wie übereinstimmend aus italienischen und portugiesischen Medien verlautet, hat Ruben Amorim eine grundsätzliche Einigung mit dem Traditionsklub erzielt. Demnach soll der erst 41-jährige Portugiese, der nach Erfolgen bei Sporting Lissabon zuletzt bei Manchester United glücklos blieb, einen Zweijahresvertrag bis 2028 erhalten, versehen mit einer Option auf eine dritte Saison. Als Jahresgehalt kursieren 3,5 Millionen Euro netto zuzüglich ergebnisabhängiger Bonifikationen für Scudetto und Champions-League-Qualifikation. Noch fehlt das finale grüne Licht von Klubeigner Gerry Cardinale, der nach dem vorzeitigen Aus für Massimiliano Allegri eine grundlegende Neuordnung des sportlichen Bereichs anstrebt.
Amorims Verpflichtung ist dabei nur das sichtbarste Element einer radikalen Umstrukturierung. Die Rossoneri, in den vergangenen beiden Spielzeiten ohne Teilnahme an der Königsklasse, suchen parallel einen neuen Sportdirektor und einen Technischen Direktor, nachdem Ralf Rangnick als Wunschkandidat für den Direktorenposten abgesagt hatte. Amorim, von Cardinale als Mittelweg zwischen dem erfahrenen Rangnick und einem jungen Aufsteiger vom Format eines Cesc Fàbregas ausgewählt, bringt eine klare taktische Handschrift mit: Er bevorzugt eine Dreierabwehr, fordert hohe Intensität und gilt als Förderer junger Talente. Die Mailänder Führung verspricht sich von ihm einen geordneten Aufbau, mit dem der Klub wieder Anschluss an die europäische Spitze finden soll.
Der globale Charakter des Trainermarkts zeigt sich auch jenseits der Lombardei. In Kairo gab der ägyptische Erstligist Modern Sport die Verpflichtung des Marokkaners Mohamed Amin Benhachim bekannt. Der frühere Coach von Wydad Casablanca erhält zunächst einen Einjahresvertrag und soll die „marokkanische Trainerschule“, die zuletzt international auf sich aufmerksam machte, in der ägyptischen Liga etablieren. In Jerusalem wiederum setzt der Basketballklub Hapoel auf große europäische Erfahrung: Sasa Obradovic, der unter anderem Monaco ins EuroLeague-Final Four führte und Titel in Frankreich, Deutschland und Russland sammelte, unterschrieb für drei Jahre. Der 57-jährige Serbe soll das Team zurück in die Spitzengruppe des israelischen Basketballs führen.
Blickt man voraus, so steht für Amorim umgehend die schwierige Mission an, aus einer verunsicherten Mannschaft wieder ein Spitzenteam zu formen. Gelingt die Rückkehr in die Champions League nicht, droht dem Projekt schon früh ein Glaubwürdigkeitsverlust. Die Personalien in Kairo und Jerusalem belegen derweil, wie sehr Trainermobilität auch an vermeintlichen Rändern des großen Sportgeschäfts zunimmt und wie gezielt Vereine auf grenzüberschreitende Expertise setzen. Während Amorim in Mailand den Soforterfolg schuldet, bleiben Benhachim und Obradovic etwas mehr Zeit, ihre Spuren zu hinterlassen – doch alle drei Neubesetzungen eint die Erwartung, eine neue Ära zu prägen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Ein nigerianisches Sportportal meldet, dass der portugiesische Trainer Ruben Amorim einen Zweijahresvertrag beim AC Mailand unterschreiben wird. Der Bericht ist eine sachliche, distanzierte Zusammenfassung europäischer Presseberichte, ohne lokalen Bezug oder Kommentar.
Italienische und deutsche Medien schildern eine chaotische, sich hinziehende Trainersuche beim AC Mailand, die schließlich mit der Verpflichtung von Ruben Amorim endet. Die Berichte vermitteln Alarmstimmung und Skepsis gegenüber dem Klubmanagement, betonen das Durcheinander nach Allegris Entlassung und der verpassten Champions League und deuten zusätzlich auf ein paralleles Führungsbeben hin, das den Sportdirektor von Eintracht Frankfurt betrifft.
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