
Belgien entgeht Auftaktniederlage gegen Ägypten dank Lukaku und Eigentor
Beim 1:1 im WM-Gruppenspiel G in Seattle rettete der eingewechselte Romelu Lukaku den favorisierten Belgiern einen Punkt, nachdem Emam Ashour Ägypten in Führung gebracht hatte.
Die belgische Nationalmannschaft ist am Montagabend (Ortszeit) in Seattle nur knapp einer Blamage zum Auftakt der Weltmeisterschaft 2026 entgangen. Gegen Ägypten, das bei seiner vierten WM-Teilnahme weiter auf den ersten Sieg wartet, mussten die Roten Teufel nach einem frühen Rückstand lange zittern, ehe der eingewechselte Romelu Lukaku mit seiner ersten Aktion nach 28 Sekunden auf dem Platz das entscheidende Eigentor von Mohamed Hany erzwang. Das 1:1 im Lumen Field vor mehr als 66.000 Zuschauern offenbarte die Schwächen der belgischen Offensive und nährte Zweifel am Status des europäischen Gruppenkopfes.
Aus nordamerikanischer Perspektive bot die Partie das erwartet intensive Duell zweier Kontinentalgrößen, das jedoch die Hierarchie der Gruppe G nicht klärte. Ägypten, das von Trainer Hossam Hassan mit einem zentral postierten Mohamed Salah an dessen 34. Geburtstag aufs Feld geschickt wurde, agierte taktisch diszipliniert und nutzte seine erste klare Chance: Emam Ashour traf in der 19. Minute mit einem wuchtigen Distanzschuss nach präziser Vorarbeit Salahs. In der Folge verzeichneten die Nordafrikaner weitere Gelegenheiten, scheiterten aber mehrfach am starken Thibaut Courtois. Belgien, das unter Rudi Garcia ohne den zunächst auf der Bank gebliebenen Lukaku begann, dominierte zwar den Ballbesitz, fand jedoch kaum Mittel gegen die kompakte ägyptische Defensive – ein Freistoß von Kevin De Bruyne an den Pfosten war die beste Annäherung vor der Pause.
Aus europäischer Sicht verstärkt der Auftritt die Sorgen um eine belgische Generation, deren Stern nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus in Katar 2022 weiter sinkt. Die belgischen Medien sprachen von einem „deslucido empate“ (La Razón) und konstatierten, dass die Mannschaft ihrer Favoritenrolle nicht gerecht geworden sei. In Afrika hingegen überwog der Stolz auf eine reife Leistung, auch wenn der historische erste WM-Sieg erneut verpasst wurde. Ägyptische Kommentatoren verwiesen auf die verpasste Chance, nach der Führung das Spiel zu kontrollieren, und auf die unglückliche, aber durch Lukakus Präsenz provozierte Wende.
Für die weiteren Gruppengegner Iran und Neuseeland, die am Dienstag in Los Angeles ihr erstes Spiel bestreiten, ist das Remis eine Einladung. Beide Außenseiter können nun mit einem Erfolgserlebnis Druck auf die vermeintlichen Favoriten ausüben. Die nächsten Begegnungen am 21. Juni – Belgien gegen Iran in Los Angeles, Ägypten gegen Neuseeland in Vancouver – werden zeigen, ob die belgische Mannschaft ihre strukturellen Probleme beheben kann und ob Ägypten seine Effizienz endlich in einen Sieg ummünzt. Der Ausgang in Seattle hat die Gruppe G jedenfalls offener gestaltet, als es die Papierform erwarten ließ.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die indonesische Berichterstattung stellt das Duell Belgien-Ägypten als wegweisendes Auftaktspiel der Gruppe G dar und liefert Sendedaten sowie Spieleranalysen. Belgien wird aufgrund seiner Kadertiefe und der jüngsten Testspielerfolge leicht favorisiert. Der Ton ist sachlich, serviceorientiert und auf eine ausgewogene Vorberichterstattung bedacht.
Lateinamerikanische Medien betrachten das Duell Belgien-Ägypten mit Skepsis und verweisen auf Belgiens chronische Schwäche, trotz goldener Generation den Erwartungen gerecht zu werden. Obwohl Belgien als nomineller Favorit gilt, könnten Druck und frühere Enttäuschungen den Weg für ein entschlossenes Ägypten ebnen. Im Mittelpunkt steht das unerfüllte Potenzial und die Bürde der Favoritenrolle.
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