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La Roja in der Pflicht: Spanien vor entscheidendem WM-Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien

Nach dem enttäuschenden Remis gegen Kap Verde steht Spaniens Sturmjuwel Lamine Yamal im Fokus – Saudi-Arabien wittert die Chance auf eine Wiederholung des Argentinien-Coups von 2022.

Die zweite Runde der Gruppe H bei dieser Weltmeisterschaft hat eine unbequeme Ausgangslage geschaffen: Alle vier Mannschaften – Spanien, Uruguay, Saudi-Arabien und Kap Verde – stehen nach dem ersten Spieltag mit einem Punkt da. Spaniens torloses Unentschieden gegen den Debütanten von den Kapverden und das 1:1 Saudi-Arabiens gegen Uruguay lassen den Kampf um die beiden direkten Achtelfinalplätze völlig offen. Für den amtierenden Europameister, der mit dem Selbstverständnis eines Titelkandidaten angetreten war, gerät die Partie am Sonntagabend in Atlanta gegen Saudi-Arabien damit zur ersten echten Bewährungsprobe.

Das 0:0 gegen Kap Verde offenbarte die altbekannte Schwäche der Spanier: drückende Dominanz im Ballbesitz, aber zu wenig Durchschlagskraft im letzten Drittel. 27 Torschüsse verzeichnete die Statistik, doch der Ball wollte nicht über die Linie. Heftige Kritik in den heimischen Medien war die Folge. Martin Zubimendi zeigte sich verwundert über das Ausmaß der Schelte. Das Heil erwarten viele nun von Lamine Yamal. Der 18-jährige Flügelstürmer des FC Barcelona war gegen Kap Verde erst in der Schlussphase eingewechselt worden, da ihm eine im April erlittene Oberschenkelverletzung noch zu schaffen macht. Seine wenigen Aktionen verliehen dem spanischen Angriffsspiel jedoch sofort mehr Esprit. Trainer Luis de la Fuente signalisierte, dass Yamal gegen Saudi-Arabien zumindest 60 Minuten zumutbar seien, ohne sich auf eine Startelfgarantie festzulegen. Der Teenager selbst äußerte, er könne so viele Minuten spielen, „wie der Trainer will“, gab aber zu bedenken: „Es ist noch sehr früh, ich bin mitten in der Anpassungsphase.“

Saudi-Arabien geht mit dem Selbstbewusstsein des Außenseiters in diese Partie. Das 1:1 gegen Uruguay, bei dem Abdulelah Al Amri die Führung erzielte, bevor Maxi Araújo spät ausglich, hat die Zuversicht gestärkt. Trainer Georgios Donis, erst seit April im Amt, beschwor im Vorfeld den Geist des 2:1-Triumphes gegen den späteren Weltmeister Argentinien vor vier Jahren: „Es ist schön, solche Erinnerungen zu haben. Wir treffen auf eine der besten Mannschaften der Welt – es geht darum, das Spiel zu genießen, den Gegner zu respektieren, aber nicht mehr als nötig.“ Donis räumte offen ein, dass Spanien ohne Yamal weniger effektiv sei, und nannte den Barça-Angreifer „das vielleicht größte Talent der Welt in diesem Moment“. Kapitän Salem Al-Dawsari, der schon 2018 ein kurzes Gastspiel beim FC Villarreal gab, soll das Umschaltspiel der Saudis lenken.

Während das spanisch-saudische Duell die frühe Abendpartie in Atlanta bestreitet, steht Uruguay am späten Sonntag gegen Kap Verde ebenfalls unter Zwang. Marcelo Bielsas Elf hadert mit vergebenen Chancen aus dem ersten Spiel. Derweil hat Kap Verdes 40-jähriger Torhüter Vozinha, der mit sieben Paraden gegen Spanien gehalten und bei der 0:0-Sensation eine Hauptrolle spielte, seinen Status als Social-Media-Phänomen gefestigt. Ein Punktgewinn Uruguays oder gar eine Niederlage würde Spaniens Druck vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen die „Celeste“ massiv erhöhen. Im Parallelspiel des Tages zwischen Uruguay und Kap Verde entscheidet sich also auch, wie komfortabel die Ausgangslage für Spanien vor dem Showdown am letzten Spieltag tatsächlich ist.

Ein Sieg gegen Saudi-Arabien wäre für La Roja der erhoffte Befreiungsschlag. Er würde bei einem gleichzeitigen Remis im Parallelspiel die alleinige Tabellenspitze bedeuten, mindestens aber den Druck auf die Konkurrenz aufrechterhalten. Verlieren die Spanier indes erneut Punkte, droht ein Zittern bis zur letzten Minute der Gruppenphase. Die nächste konkrete sportliche Konsequenz ist ein mögliches Duell mit dem Zweiten oder Dritten einer anderen Gruppe im Achtelfinale – ein Etappenziel, das für den Europameister eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 3 Sprachen

56%
TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Südostasiatische PresseLateinamerikanische Presse
Südostasiatische Presse
PragmatismusSkepsis

Nach einem torlosen Unentschieden gegen Kap Verde steht Spanien gegen Saudi-Arabien unter Siegzwang, um die K.o.-Runden-Chancen zu wahren. La Roja steht unter Druck, und Lamine Yamal könnte in der Startelf stehen, um für Impulse zu sorgen. Die Partie ist bereits am zweiten Gruppenspieltag vorentscheidend.

Lateinamerikanische Presse
SkepsisIronieSchadenfreude

Spaniens WM-Auftakt war eine Enttäuschung: ein torloses Remis gegen das kleine Kap Verde, eine Nation mit einer halben Million Einwohnern, die ihr Turnierdebüt gab. Da Lamine Yamal bei Weitem nicht voll fit ist, geht La Roja mit vielen Fragezeichen in das Duell mit Saudi-Arabien. Die Gruppentabelle, in der alle vier Teams einen Punkt haben, erhöht die Unwägbarkeiten.

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La Roja in der Pflicht: Spanien vor entscheidendem WM-Gruppenspiel gegen Saudi-Arabien

Nach dem enttäuschenden Remis gegen Kap Verde steht Spaniens Sturmjuwel Lamine Yamal im Fokus – Saudi-Arabien wittert die Chance auf eine Wiederholung des Argentinien-Coups von 2022.

Die zweite Runde der Gruppe H bei dieser Weltmeisterschaft hat eine unbequeme Ausgangslage geschaffen: Alle vier Mannschaften – Spanien, Uruguay, Saudi-Arabien und Kap Verde – stehen nach dem ersten Spieltag mit einem Punkt da. Spaniens torloses Unentschieden gegen den Debütanten von den Kapverden und das 1:1 Saudi-Arabiens gegen Uruguay lassen den Kampf um die beiden direkten Achtelfinalplätze völlig offen. Für den amtierenden Europameister, der mit dem Selbstverständnis eines Titelkandidaten angetreten war, gerät die Partie am Sonntagabend in Atlanta gegen Saudi-Arabien damit zur ersten echten Bewährungsprobe.

Das 0:0 gegen Kap Verde offenbarte die altbekannte Schwäche der Spanier: drückende Dominanz im Ballbesitz, aber zu wenig Durchschlagskraft im letzten Drittel. 27 Torschüsse verzeichnete die Statistik, doch der Ball wollte nicht über die Linie. Heftige Kritik in den heimischen Medien war die Folge. Martin Zubimendi zeigte sich verwundert über das Ausmaß der Schelte. Das Heil erwarten viele nun von Lamine Yamal. Der 18-jährige Flügelstürmer des FC Barcelona war gegen Kap Verde erst in der Schlussphase eingewechselt worden, da ihm eine im April erlittene Oberschenkelverletzung noch zu schaffen macht. Seine wenigen Aktionen verliehen dem spanischen Angriffsspiel jedoch sofort mehr Esprit. Trainer Luis de la Fuente signalisierte, dass Yamal gegen Saudi-Arabien zumindest 60 Minuten zumutbar seien, ohne sich auf eine Startelfgarantie festzulegen. Der Teenager selbst äußerte, er könne so viele Minuten spielen, „wie der Trainer will“, gab aber zu bedenken: „Es ist noch sehr früh, ich bin mitten in der Anpassungsphase.“

Saudi-Arabien geht mit dem Selbstbewusstsein des Außenseiters in diese Partie. Das 1:1 gegen Uruguay, bei dem Abdulelah Al Amri die Führung erzielte, bevor Maxi Araújo spät ausglich, hat die Zuversicht gestärkt. Trainer Georgios Donis, erst seit April im Amt, beschwor im Vorfeld den Geist des 2:1-Triumphes gegen den späteren Weltmeister Argentinien vor vier Jahren: „Es ist schön, solche Erinnerungen zu haben. Wir treffen auf eine der besten Mannschaften der Welt – es geht darum, das Spiel zu genießen, den Gegner zu respektieren, aber nicht mehr als nötig.“ Donis räumte offen ein, dass Spanien ohne Yamal weniger effektiv sei, und nannte den Barça-Angreifer „das vielleicht größte Talent der Welt in diesem Moment“. Kapitän Salem Al-Dawsari, der schon 2018 ein kurzes Gastspiel beim FC Villarreal gab, soll das Umschaltspiel der Saudis lenken.

Während das spanisch-saudische Duell die frühe Abendpartie in Atlanta bestreitet, steht Uruguay am späten Sonntag gegen Kap Verde ebenfalls unter Zwang. Marcelo Bielsas Elf hadert mit vergebenen Chancen aus dem ersten Spiel. Derweil hat Kap Verdes 40-jähriger Torhüter Vozinha, der mit sieben Paraden gegen Spanien gehalten und bei der 0:0-Sensation eine Hauptrolle spielte, seinen Status als Social-Media-Phänomen gefestigt. Ein Punktgewinn Uruguays oder gar eine Niederlage würde Spaniens Druck vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen die „Celeste“ massiv erhöhen. Im Parallelspiel des Tages zwischen Uruguay und Kap Verde entscheidet sich also auch, wie komfortabel die Ausgangslage für Spanien vor dem Showdown am letzten Spieltag tatsächlich ist.

Ein Sieg gegen Saudi-Arabien wäre für La Roja der erhoffte Befreiungsschlag. Er würde bei einem gleichzeitigen Remis im Parallelspiel die alleinige Tabellenspitze bedeuten, mindestens aber den Druck auf die Konkurrenz aufrechterhalten. Verlieren die Spanier indes erneut Punkte, droht ein Zittern bis zur letzten Minute der Gruppenphase. Die nächste konkrete sportliche Konsequenz ist ein mögliches Duell mit dem Zweiten oder Dritten einer anderen Gruppe im Achtelfinale – ein Etappenziel, das für den Europameister eigentlich selbstverständlich sein sollte.

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Spaniens WM-Auftakt war eine Enttäuschung: ein torloses Remis gegen das kleine Kap Verde, eine Nation mit einer halben Million Einwohnern, die ihr Turnierdebüt gab. Da Lamine Yamal bei Weitem nicht voll fit ist, geht La Roja mit vielen Fragezeichen in das Duell mit Saudi-Arabien. Die Gruppentabelle, in der alle vier Teams einen Punkt haben, erhöht die Unwägbarkeiten.

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