
Musleras Patzer besiegelt Uruguays Aus: Spanien siegt 1:0 und zieht als Gruppensieger ins Achtelfinale ein
Ein folgenschwerer Torwartfehler von Fernando Muslera ermöglicht Spanien den Gruppensieg und beschert Kap Verde das historische Weiterkommen – Uruguay scheidet zum zweiten Mal in Folge in der Vorrunde aus.
Es lief die 42. Minute im Estadio Akron von Guadalajara, als sich das Schicksal Uruguays auf schmerzhafte Weise erfüllte. Álex Baena nahm eine flache Hereingabe von Marcos Llorente im Strafraum an, sein Abschluss war weder hart noch platziert – und doch schlug der Ball im Netz ein. Fernando Muslera, der 40-jährige Rückhalt und Rekordtorhüter der Celeste, ließ den haltbaren Schuss unter seinem Körper hindurchgleiten. Es war bereits der dritte folgenschwere Fehler des Keepers in diesem Turnier, und er besiegelte das 0:1 gegen Spanien, das gleichbedeutend mit dem Ausscheiden war. Muslera wurde zur Halbzeit ausgewechselt und kehrte nicht einmal auf die Bank zurück; ein stilles, aber deutliches Urteil von Trainer Marcelo Bielsa.
Dabei hatte Uruguay die Partie lange offen gehalten. Bielsa hatte sein Team auf tiefes Verteidigen und schnelle Umschaltmomente ausgerichtet, was der spanischen Dominanz zunächst Grenzen setzte. La Roja kontrollierte den Ball, fand aber kaum Lücken, und Lamine Yamal blieb trotz einzelner Dribblings blass. Auf der Gegenseite verzeichnete Rodrigo Bentancur einen Distanzschuss (36.), und Darwin Núñez sorgte für Unruhe. Nach dem Gegentor verschärfte sich die Lage für die Südamerikaner weiter: Manuel Ugarte musste noch vor der Pause verletzt vom Platz getragen werden. Im zweiten Durchgang warf Uruguay alles nach vorn, doch Unai Simón parierte gegen Mathías Olivera, und Ferran Torres traf für Spanien nur die Latte (85.). Die zunehmende Frustration entlud sich in der Nachspielzeit, als Agustín Canobbio nach einem groben Foul an Pau Cubarsí die Rote Karte sah.
Das Vorrunden-Aus ist für den zweimaligen Weltmeister eine schwere Hypothek. Nach den enttäuschenden Unentschieden gegen Saudi-Arabien (1:1) und Kap Verde (2:2) reichten zwei Punkte nicht einmal für den Umweg über die besten Gruppendritten. Aus uruguayischer Sicht wiegt besonders schwer, dass die Mannschaft zum zweiten Mal in Folge nach der Gruppenphase die Heimreise antreten muss – ein Novum in der stolzen Fußballgeschichte des Landes. Berichte über Spannungen zwischen Teilen der Mannschaft und Bielsa, die sich in der Auswechslung von Kapitän Federico Valverde und dessen demonstrativer Reaktion zeigten, verdichten das Bild einer intern zerrütteten Selección. Uruguay ist damit die am höchsten in der FIFA-Weltrangliste geführte Nation, die bereits ausgeschieden ist.
Spanien hingegen schloss die Gruppe H mit sieben Punkten als Erster ab und blieb auch im 34. Pflichtspiel in Folge ungeschlagen. Die Defensive um Pau Cubarsí und Aymeric Laporte ließ im gesamten Turnierverlauf noch keinen Gegentreffer zu. Allerdings offenbarte die Offensive um Yamal und Pedri erneut Schwächen im letzten Drittel, was Trainer Luis de la Fuente mit Blick auf das Achtelfinale gegen den Zweiten der Gruppe J – Österreich oder Algerien – beschäftigen dürfte. Die Partie findet am 2. Juli in Inglewood, Kalifornien, statt.
Die große Überraschung der Gruppe aber ist Kap Verde. Der WM-Debütant erreichte durch ein torloses Remis gegen Saudi-Arabien mit drei Unentschieden und drei Punkten den zweiten Platz und trifft nun am 3. Juli in Miami auf Titelverteidiger Argentinien um Lionel Messi. Für die kleinste Nation, die je eine WM-K.o.-Runde erreicht hat, ist es der größte Erfolg der Verbandsgeschichte.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Uruguayan goalkeeper Muslera's mistake hands Cape Verde a historic breakthrough in Group H. The coverage highlights South American disappointment over a wasted opportunity while praising the small African nation's resilience. The tone is mixed: bitter about Uruguay's failure, yet with a hint of admiration for the underdog.
Cape Verde writes the most glorious page in its football history: qualification for the knockout stage is a triumph for the entire African continent. The narrative celebrates the team's determination and the growth of African football, downplaying the opponent's error as a mere detail. It is a moment of collective pride and vindication for small nations.
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