
Sechste Nacht in Folge: US-Luftangriffe treffen Brücken und Flughafen im Iran
Die Vereinigten Staaten haben ihre Angriffswelle auf den Iran ausgeweitet und dabei erstmals in dieser Eskalation gezielt zivile Infrastruktur wie Brücken und einen Flughafen getroffen.
Die Streitkräfte der Vereinigten Staaten haben in der Nacht zum Freitag zum sechsten Mal in Folge Luftangriffe auf Ziele im Iran ausgeführt. Nach übereinstimmenden Berichten iranischer Staatsmedien wurden dabei mindestens zwei Brücken in der südlichen Provinz Hormozgan, der Flughafen von Iranshahr im Südosten des Landes sowie ein Bahnknotenpunkt in der Hafenstadt Bandar Abbas getroffen. Das iranische Gesundheitsministerium bezifferte die Gesamtzahl der Todesopfer seit der Wiederaufnahme der US-Angriffe auf 38, darunter drei Frauen und ein Kind, bei mehr als 400 Verletzten. Als Reaktion feuerte das Korps der Islamischen Revolutionsgarden nach eigenen Angaben ballistische Raketen und Drohnen auf US-Militärstützpunkte in Jordanien, Kuwait, Katar und Bahrain ab; zudem wurde erstmals ein Angriff auf den Stützpunkt Al-Tanf in Syrien gemeldet.
Aus Washingtoner Sicht dienen die Angriffe dem Ziel, die militärischen Fähigkeiten Irans zur Bedrohung der zivilen Schifffahrt in der Straße von Hormus zu schwächen. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) erklärte, man habe küstennahe Überwachungs- und Luftverteidigungsanlagen, militärische Logistikinfrastruktur sowie maritime Einrichtungen mit präzisionsgelenkter Munition attackiert. Teheran hingegen wirft den USA vor, gezielt zivile Infrastruktur zu bombardieren, und spricht von einem Kriegsverbrechen. Ein Sprecher des iranischen Militärhauptquartiers drohte, sollten die USA ihre Drohung wahr machen und Kraftwerke oder Brücken angreifen, werde die gesamte Infrastruktur in der Region zu legitimen Zielen für den Iran.
Die erneute Eskalation hat die Straße von Hormus, durch die in Friedenszeiten rund ein Fünftel des globalen Ölhandels floss, faktisch lahmgelegt. Die USA haben eine Seeblockade gegen iranische Häfen wieder in Kraft gesetzt und nach eigenen Angaben bereits mehrere Handelsschiffe am Anlaufen gehindert sowie ein Schiff gewaltsam gestoppt. Die Rohölpreise stiegen infolge der Angriffe und der Unsicherheit über die Versorgungssicherheit weiter an. Beobachter in der Region verweisen darauf, dass Teheran zudem die mit ihm verbündeten Huthi im Jemen angewiesen haben soll, sich für eine mögliche Schließung der Meerenge Bab al-Mandab bereitzuhalten, was eine zweite zentrale Handelsroute für Öl und Gas gefährden würde.
Die jüngste Gewalt markiert den endgültigen Kollaps des unter pakistanischer Vermittlung zustande gekommenen Waffenstillstandsabkommens vom Juni. Die Konfliktparteien werfen sich gegenseitig Verstöße gegen die Vereinbarung vor, nachdem es zu Angriffen auf Handelsschiffe im Golf gekommen war. Die Außenminister Chinas und Pakistans riefen beide Seiten zur Wiederaufnahme der Verhandlungen auf, doch der iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf stellte laut Staatsmedien klar, dass Teheran keinen Grund sehe, sich an ein Abkommen zu halten, das dem Land keine Vorteile bringe. Der seit dem 28. Februar andauernde Krieg, der mit massiven israelisch-amerikanischen Luftschlägen begann, hat nach Angaben der Vereinten Nationen Tausende Todesopfer gefordert und die Weltwirtschaft zunehmend in Mitleidenschaft gezogen. Eine Wiederaufnahme der Gespräche ist derzeit nicht absehbar.
| Lateinamerikanische Presse | −0.70 | critical |
|---|---|---|
| Russische & GUS-Presse | −0.40 | critical |
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
Latin America condemns US aggression and denounces war crimes against Iranian civilians.
By emphasizing civilian casualties and the legal language of war crimes, a moral framework is created that legitimizes the condemnation of the United States.
It omits Iran's threat to target regional infrastructure, which would portray Tehran as an aggressor.
Russia projects the responsibility for the escalation onto the United States, highlighting Iran's readiness for dialogue.
By contrasting Iran's ongoing negotiations with America's unilateral violence, an image is built of Tehran as a rational actor and Washington as the aggressor.
It omits the Iranian attack on a US airbase in Jordan, which would partially justify the American response.
Atlantic analysis frames the escalation as a strategic crisis in the Strait of Hormuz, with implications for global security.
By selecting strategic targets and contextualizing the escalation within the framework of control over the Strait of Hormuz, the crisis is presented as a matter of power balance rather than morality.
It omits Iranian accusations of war crimes and the impact on civilians, which would shift focus from strategy to morality.
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