
Sechs Tote bei Waldbränden in Algerien – Frankreich verzeichnet Rekordflächen
Während in Algerien die Zahl der Opfer steigt, melden Behörden in Marokko und Brasilien rückläufige Brandflächen, und in Italien verdichten sich Hinweise auf Brandstiftung.
Bei den seit Tagen in mehreren algerischen Provinzen wütenden Wald- und Flurbränden sind nach Angaben des Innenministeriums in Algier mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden sprachen den Angehörigen ihr Beileid aus und wiesen die Gouverneure an, eine umfassende Schadenserhebung einzuleiten, um die Betroffenen auf der Grundlage genauer Felduntersuchungen zu entschädigen. Der Zivilschutz meldete am Dienstagmorgen landesweit noch 42 aktive Brandherde, vor allem in den Provinzen Skikda, El Tarf und Bejaia, wo Ortschaften evakuiert und Löschflugzeuge eingesetzt wurden.
Parallel dazu verzeichnen andere Mittelmeeranrainer gegensätzliche Entwicklungen. In Marokko stieg die Zahl der Feuerausbrüche im Vergleich zum Zehnjahresschnitt um 32 Prozent auf 310, doch die verbrannte Fläche sank um 30 Prozent auf 1.850 Hektar, wie die Nationale Agentur für Wasser und Wälder (ANEF) mitteilte. Sie führt den Rückgang auf die schnelle Erkennung und das koordinierte Eingreifen von Innenministerium, Zivilschutz, Streitkräften und lokalen Behörden zurück. Frankreich hingegen erlebt laut dem europäischen Waldbrandinformationssystem EFFIS das schlimmste erste Halbjahr seit Messbeginn: Bis Mitte Juli brannten mehr als 42.000 Hektar nieder, ein neuer Höchstwert, der bereits zwei Drittel des Rekordjahres 2022 erreicht.
In Brasilien zeigt der jährliche Feuerbericht des Monitoringsystems MapBiomas für 2025 einen drastischen Rückgang der Brandfläche im Amazonasgebiet auf 3,1 Millionen Hektar – den niedrigsten Wert seit 41 Jahren. Landesweit sank die verbrannte Fläche um 31 Prozent unter den historischen Durchschnitt. Forscher führen dies auf eine verzögerte Regenzeit und eine verringerte Entwaldung zurück, warnen jedoch vor einem möglichen „Super-El-Niño“, der die Trockenzeit verlängern könnte. In Italien kämpfen die Einsatzkräfte derweil auf dem Pollino-Massiv und in Kalabrien gegen ausgedehnte Brände; der Bischof von Cassano sprach von „kriminellen Flammen“, während die Fünf-Sterne-Bewegung eine parlamentarische Anfrage zu den knappen Löschressourcen einbrachte.
Die algerischen Behörden betonten, dass die Priorität dem Schutz von Leben und Eigentum gelte. Der Zivilschutz setzt neben rund 19.000 täglich eingesetzten Kräften auch Drohnen und KI-gestützte Risikokarten ein. Die Ermittlungen zu den Brandursachen dauern an; in mehreren Ländern wird Brandstiftung nicht ausgeschlossen. Die vorläufigen Opferzahlen und Schadensbilanzen können sich nach Abschluss der laufenden Erhebungen noch verändern.
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | +0.10 | neutral |
|---|---|---|
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.20 | neutral |
| Iranische & verwandte Presse | −0.30 | critical |
Die algerischen und marokkanischen Behörden sprechen durch offizielle Erklärungen und präsentieren sich als kompetent und fürsorglich. Sie übernehmen die Erzählung und betonen den Schutz der Bürger und Entschädigungen.
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Der Block erwähnt weder den französischen Rekord noch die marokkanischen Statistiken und konzentriert sich nur auf Algerien und Sizilien.
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