
Schusswaffenangriffe in Chicago, Kansas City und Rio de Janeiro: Mehrere Tote und Verletzte
Am Juneteenth-Feiertag und während der Fußball-WM kam es in den USA und Brasilien zu Schießereien mit zahlreichen Opfern; die Hintergründe sind unklar.
Am Freitagabend (Ortszeit) haben in Chicago unbekannte Täter aus einem roten Sportgeländewagen heraus das Feuer auf eine Menschenansammlung im Viertel Princeton Park eröffnet. Nach Angaben der örtlichen Polizei wurden mindestens zwölf Personen durch Schüsse verletzt, darunter acht Männer und vier Frauen im Alter zwischen 17 und 47 Jahren; ein weiterer Mann erlitt unbestimmte Verletzungen und lehnte medizinische Hilfe ab, sodass manche Quellen von insgesamt 13 Opfern sprechen. Zwei Männer schweben in Lebensgefahr. Die Angreifer, über deren Identität bisher nichts bekannt ist, entkamen unerkannt. Die Polizei hat eine Untersuchung eingeleitet, Festnahmen gab es zunächst nicht. Der lokale Seelsorger Donovan Price, der Opfer von Waffengewalt betreut, sagte dem Fernsehsender CBS, es sei eine Tragödie, dass an einem Feiertag Feuerwerk in Schüsse umschlage.
Ebenfalls am Freitagabend fielen im rund 1100 Kilometer südwestlich gelegenen Kansas City im Bundesstaat Missouri Schüsse auf eine Gruppe, die sich an der East 19th Street aufhielt. Die örtliche Polizei bestätigte, dass ein 29-jähriger Mann noch am Tatort starb und fünf weitere Personen – zwei Frauen sowie drei Männer – verletzt wurden, einer davon kritisch. Der Vorfall ereignete sich etwa elf Kilometer vom Arrowhead-Stadion entfernt, das derzeit Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft unter der Bezeichnung Kansas City Stadium austrägt. Laut Polizeihauptmann Jake Becchina bestand anlässlich des Turniers die größte Sicherheitspräsenz in der Geschichte der Stadt; auch Beamte aus anderen Bundesstaaten waren im Einsatz. Gleichwohl gelang den Schützen die Flucht, eine Belohnung von bis zu 25.000 Dollar wurde für Hinweise ausgesetzt.
In Rio de Janeiro endete eine Auseinandersetzung während eines Public Viewings des WM-Spiels Brasilien gegen Haiti am Freitagabend tödlich. Nach Zeugenberichten gerieten zunächst Kinder und Jugendliche auf der Praça Rosária Trotta in Streit; als Erwachsene hinzukamen, eskalierte die Situation. Ein dienstfreier Feldwebel der Militärpolizei, der mit seiner Familie anwesend war, zog eine Schusswaffe und feuerte. Ein Mann wurde getroffen und starb im Krankenhaus, ein weiterer Mann liegt verletzt im Hospital. Der Polizist stellte sich den Behörden, wurde jedoch nicht in Gewahrsam genommen; die Zivilpolizei erklärte, es hätten keine rechtlichen Voraussetzungen für eine Festnahme vorgelegen. Die Ermittlungen, einschließlich der Auswertung von Überwachungsvideos, dauern an.
Alle drei Vorfälle werfen Fragen nach der Waffengewalt im Umfeld von Feierlichkeiten und sportlichen Großereignissen auf, die auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit Sorge verfolgt werden. Während in den USA der Feiertag Juneteenth das Ende der Sklaverei markiert und in Brasilien die Weltmeisterschaft für ausgelassene Stimmung hätte sorgen sollen, überschatteten die Gewalttaten die Nacht. Die genauen Motive und Tatumstände sind in allen Fällen Gegenstand laufender Ermittlungen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Während der Juneteenth-Feierlichkeiten wurden bei einer schrecklichen Schießerei in Chicago 13 Menschen verletzt, als zwei Männer aus einem SUV heraus in die Menge schossen und über 100 Kugeln abfeuerten. Der Angriff unterstreicht das chronische Chaos und die allgegenwärtige Waffengewalt, die Amerika plagen, selbst am Tag der Emanzipation.
Am Freitagabend eröffneten auf der South Side von Chicago zwei bewaffnete Männer aus einem SUV heraus das Feuer auf eine Menschenmenge auf der Straße und verletzten mindestens 12 Menschen. Bei einem weiteren Vorfall wurden bei einer Schießerei in Kansas City, Missouri, eine Person getötet und fünf verletzt. Die Polizei untersucht beide Angriffe, die die Juneteenth-Feierlichkeiten überschatteten.
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