
Frankreich vor dem Irak-Spiel: Mbappés Rekordjagd und die Last des Favoriten
In Philadelphia trifft der Titelkandidat auf einen krassen Außenseiter – ein Sieg würde den Franzosen das Achtelfinalticket sichern, während der Irak vor dem Aus steht.
An diesem Montagabend wird im Lincoln Financial Field von Philadelphia die Hierarchie der Gruppe I zementiert: Frankreich, Mitfavorit auf den WM-Titel, trifft auf den Irak, der im Turnier noch nie gewonnen hat. Für die Équipe Tricolore ist es die Gelegenheit, mit einem zweiten Sieg den vorzeitigen Einzug in die K.-o.-Runde perfekt zu machen, während die Asiaten nach der 1:4-Auftaktniederlage gegen Norwegen bereits mit dem Rücken zur Wand stehen.
Der 3:1-Erfolg gegen Senegal kaschierte nur mühsam, dass Didier Deschamps’ Mannschaft über weite Strecken der ersten Hälfte ideenlos agierte – ein einziger Torschuss war der schwächste WM-Wert seit 1966. Erst die Hereinnahme von Bradley Barcola, der neben Ousmane Dembélé und Michael Olise das Offensivspiel belebte, brachte die Wende. Barcola dürfte nun anstelle von Désiré Doué beginnen, um Kylian Mbappé mit Zuspielen zu versorgen. Der Stürmer des Real Madrid erzielte beim Auftakt einen Doppelpack und schraubte sein WM-Konto auf 14 Treffer – gleichauf mit Gerd Müller, einen hinter Ronaldo, zwei hinter den Rekordhaltern Miroslav Klose und Lionel Messi.
Dass der Irak den französischen Sturmlauf wird stoppen können, gilt als unwahrscheinlich. Die Mannschaft von Graham Arnold hielt gegen Norwegen immerhin eine Halbzeit lang mit, ehe Erling Haalands Klasse den Widerstand brach. Aymen Hussein gelang immerhin das erst zweite WM-Tor der irakischen Geschichte. Arnold, nach einem Rezept gegen Mbappé befragt, scherzte: „Ich habe gefragt, ob wir mit drei Torhütern spielen dürfen – aber das wurde abgelehnt.“ Ein Blick auf die Wettquoten unterstreicht die Kräfteverhältnisse: Ein Sieg des Außenseiters wird mit 30,00 gehandelt, ein französischer Erfolg mit 1,08.
Trotz der klaren Favoritenrolle wird Deschamps voraussichtlich nicht in großem Stil rotieren. Laut französischen Medienberichten sind lediglich drei Änderungen vorgesehen: Lucas Digne könnte Théo Hernandez auf der linken Abwehrseite ersetzen, im Mittelfeld ist Manu Koné für Aurélien Tchouaméni im Gespräch. Die Begegnung, die erste überhaupt zwischen beiden Nationen, leitet der kanadische Schiedsrichter Drew Fischer.
Gewinnt Frankreich, stünde es bei sechs Punkten und wäre – abhängig vom Parallelspiel zwischen Norwegen und Senegal – praktisch für das Achtelfinale qualifiziert. Der Irak müsste dann am letzten Spieltag gegen Senegal gewinnen und auf Schützenhilfe hoffen, um das Wunder von Philadelphia doch noch möglich zu machen.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Mbappés Frankreich, als haushoher Favorit gefeiert, fertigt einen schwachen Irak ab und sichert das Achtelfinale. Der Superstar jagt Torrekorde, während Deschamps' Elf die Gruppe überlegen dominiert.
Buchmacher räumten dem Irak gegen Frankreich fast keine Chance ein: Sieg Irak Quote 30,00, französischer Sieg nur 1,08. Ein torreiches Spiel mit hoher Wahrscheinlichkeit für drei französische Tore wird erwartet.
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