
Schweres Busunglück in Uganda: Mindestens 20 Schulkinder und ein Erwachsener tot
Ein Schulbus mit Kindern einer Grundschule aus Kampala verunglückte auf der Rückfahrt von einem Ausflug zu den Sipi-Fällen; die Regierung setzte alle Schulfahrten aus.
Bei einem Busunglück im Osten Ugandas sind am späten Donnerstagabend mindestens 20 Schulkinder und ein Erwachsener ums Leben gekommen. Der Bus der King David Junior School aus dem Kampalaer Vorort Ndejje war von einem Studienausflug zu den Sipi-Fällen im Distrikt Kapchorwa auf dem Rückweg, als er gegen 20 Uhr Ortszeit nahe der Ortschaft Chekwatit von der Fahrbahn abkam, gegen einen großen Stein prallte und sich überschlug. Das bestätigte die ugandische Polizei in einer Mitteilung.
Bei dem erwachsenen Todesopfer handelt es sich nach Angaben des Ministers für lokale Verwaltung, Balaam Ateenyi Barugahara, um den Gründer und Direktor der Schule, Tadeo Ssekade. Drei weitere Erwachsene sowie mehrere Kinder erlitten Verletzungen und wurden in Krankenhäuser in Kapchorwa und Mbale gebracht. Die Leichen der Opfer wurden zur Identifizierung in ein Leichenschauhaus überführt. Der ugandische Bildungsminister John Chrysostom Muyingo ordnete als sofortige Vorsichtsmaßnahme die Aussetzung sämtlicher Schulfahrten an, bis die Untersuchung abgeschlossen sei.
Zur Unfallursache gibt es unterschiedliche Angaben. Die Polizei teilte mit, der Fahrer habe die Kontrolle über das Fahrzeug verloren; örtliche Behörden berichten zudem von ersten Hinweisen auf einen technischen Defekt. Die Strecke am Chekwatit-Hügel war in der Vergangenheit bereits Schauplatz mehrerer schwerer Unfälle. Die Identität des Fahrers ist bislang nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.
Das Unglück ereignete sich in einem Kontext wachsender Besorgnis über die Sicherheit von Schülertransporten, nachdem in den vergangenen Wochen mehrere schwere Busunfälle in Uganda gemeldet worden waren. Nach offiziellen Statistiken verzeichnet das Land jährlich Tausende Verkehrstote; überhöhte Geschwindigkeit, mangelhafte Fahrzeuge und gefährliche Straßen gelten als Hauptursachen. Die vorläufige Opferzahl beläuft sich auf 21 Tote; die Behörden schließen nicht aus, dass sie noch steigen könnte.
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