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Ausgabe von 20:00 CETMittwoch, 1. Juli 2026
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Freitag, 12. Juni 2026

Sam Bankman-Fried scheitert mit Berufung: 25 Jahre Haft bestätigt

Das New Yorker Berufungsgericht wies die Anfechtung des FTX-Gründers zurück und unterstrich die erdrückende Beweislast – ein Signal für die Krypto-Branche.

Ein Bundesberufungsgericht in Manhattan hat die Betrugsverurteilung des Gründers der Kryptobörse FTX, Sam Bankman-Fried, und die damit verbundene 25-jährige Haftstrafe bestätigt. Das einstimmige Urteil eines Dreirichtergremiums bezeichnet die Beweise gegen ihn als konservativ betrachtet erdrückend und unterstreicht, dass Bankman-Fried einer der Hauptverantwortlichen für einen der grössten Finanzbetrugsfälle der Geschichte war. Damit rückt eine endgültige juristische Aufarbeitung des spektakulären Zusammenbruchs von FTX im Jahr 2022 näher, der Schockwellen durch die globale Krypto-Szene sandte.

Bankman-Fried, einst als Visionär gefeiert und zeitweise Multimilliardär, wurde 2024 in sieben Anklagepunkten schuldig gesprochen, darunter Überweisungsbetrug, Geldwäsche und Verschwörung zu Wertpapierbetrug. Während er öffentlich die Sicherheit der Kundengelder beteuerte, nutzte er FTX de facto als persönliche Schatulle, um riskante Wetten seines Hedgefonds Alameda Research zu finanzieren. Die Verteidigung hatte im Berufungsverfahren beklagt, sie sei in der ursprünglichen Verhandlung bei der Zulassung von Beweisen benachteiligt worden und habe kein faires Verfahren erhalten. Das Gericht sah hingegen keinen Verfahrensfehler, der eine Aufhebung des Urteils rechtfertigen würde.

Aus europäischer Perspektive bestätigt das Urteil die dringende Notwendigkeit einer strengeren Regulierung des Kryptomarktes. In der EU tritt die Verordnung MiCA (Markets in Crypto-Assets) schrittweise in Kraft, die mehr Transparenz und Anlegerschutz schafft. In Deutschland, wo sich Tausende von Privatanlegern an FTX die Finger verbrannt haben, mahnen Verbraucherschützer seit Langem zu mehr Vorsicht bei unregulierten Plattformen. Auch in Österreich und der Schweiz, beides Standorte für innovative Blockchain-Projekte, zeigt der Fall Bankman-Fried, wie schnell das Vertrauen in disruptive Technologien durch kriminelles Verhalten Einzelner zerstört werden kann.

Obwohl Bankman-Fried die Möglichkeit hat, die gesamte zweite Berufungsinstanz oder sogar den Obersten Gerichtshof der USA anzurufen, schätzen Beobachter die Erfolgsaussichten als äusserst gering ein. Die eindeutige Beweislage und das energische Vorgehen der New Yorker Staatsanwaltschaft lassen kaum Raum für eine Revision. Für die Kryptoindustrie bleibt der Fall eine historische Zäsur: Er ist nicht nur ein Lehrstück über die Gefahren mangelnder Governance, sondern könnte auch als Katalysator für eine längst überfällige Professionalisierung der Branche wirken, die letztlich seriösen Akteuren zugutekäme.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 2 Sprachen

38%
TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Atlantische / angloamerikanische PresseKontinentaleuropäische Presse
Atlantische / angloamerikanische Presse/ Wirtschaftlich
EmpörungSchadenfreude

Der in Ungnade gefallene Gründer von FTX, Sam Bankman-Fried, scheiterte mit dem Versuch, seine 25-jährige Haftstrafe für einen von Richtern als einen der größten Betrugsfälle der Geschichte bezeichneten Fall aufzuheben. Das Gericht wies seine Behauptung eines unfairen Prozesses zurück und bestätigte die Verurteilung.

Kontinentaleuropäische Presse/ Mediterran
DistanzPragmatismus

Das US-Berufungsgericht bestätigte die Betrugsverurteilung und die 25-jährige Haftstrafe für Sam Bankman-Fried und wies seine Vorwürfe des unfairen Prozesses zurück. Der ehemalige Leiter der Kryptowährungsbörse bleibt damit der Finanzverbrechen schuldig.

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Freitag, 12. Juni 2026

Sam Bankman-Fried scheitert mit Berufung: 25 Jahre Haft bestätigt

Das New Yorker Berufungsgericht wies die Anfechtung des FTX-Gründers zurück und unterstrich die erdrückende Beweislast – ein Signal für die Krypto-Branche.

Ein Bundesberufungsgericht in Manhattan hat die Betrugsverurteilung des Gründers der Kryptobörse FTX, Sam Bankman-Fried, und die damit verbundene 25-jährige Haftstrafe bestätigt. Das einstimmige Urteil eines Dreirichtergremiums bezeichnet die Beweise gegen ihn als konservativ betrachtet erdrückend und unterstreicht, dass Bankman-Fried einer der Hauptverantwortlichen für einen der grössten Finanzbetrugsfälle der Geschichte war. Damit rückt eine endgültige juristische Aufarbeitung des spektakulären Zusammenbruchs von FTX im Jahr 2022 näher, der Schockwellen durch die globale Krypto-Szene sandte.

Bankman-Fried, einst als Visionär gefeiert und zeitweise Multimilliardär, wurde 2024 in sieben Anklagepunkten schuldig gesprochen, darunter Überweisungsbetrug, Geldwäsche und Verschwörung zu Wertpapierbetrug. Während er öffentlich die Sicherheit der Kundengelder beteuerte, nutzte er FTX de facto als persönliche Schatulle, um riskante Wetten seines Hedgefonds Alameda Research zu finanzieren. Die Verteidigung hatte im Berufungsverfahren beklagt, sie sei in der ursprünglichen Verhandlung bei der Zulassung von Beweisen benachteiligt worden und habe kein faires Verfahren erhalten. Das Gericht sah hingegen keinen Verfahrensfehler, der eine Aufhebung des Urteils rechtfertigen würde.

Aus europäischer Perspektive bestätigt das Urteil die dringende Notwendigkeit einer strengeren Regulierung des Kryptomarktes. In der EU tritt die Verordnung MiCA (Markets in Crypto-Assets) schrittweise in Kraft, die mehr Transparenz und Anlegerschutz schafft. In Deutschland, wo sich Tausende von Privatanlegern an FTX die Finger verbrannt haben, mahnen Verbraucherschützer seit Langem zu mehr Vorsicht bei unregulierten Plattformen. Auch in Österreich und der Schweiz, beides Standorte für innovative Blockchain-Projekte, zeigt der Fall Bankman-Fried, wie schnell das Vertrauen in disruptive Technologien durch kriminelles Verhalten Einzelner zerstört werden kann.

Obwohl Bankman-Fried die Möglichkeit hat, die gesamte zweite Berufungsinstanz oder sogar den Obersten Gerichtshof der USA anzurufen, schätzen Beobachter die Erfolgsaussichten als äusserst gering ein. Die eindeutige Beweislage und das energische Vorgehen der New Yorker Staatsanwaltschaft lassen kaum Raum für eine Revision. Für die Kryptoindustrie bleibt der Fall eine historische Zäsur: Er ist nicht nur ein Lehrstück über die Gefahren mangelnder Governance, sondern könnte auch als Katalysator für eine längst überfällige Professionalisierung der Branche wirken, die letztlich seriösen Akteuren zugutekäme.

Divergenz der Quellen

— · 3 Quellen · 2 Sprachen

38%Mittel

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Neutral75%
Kritisch25%

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 2 Sprachen

TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Atlantische / angloamerikanische PresseKontinentaleuropäische Presse
Atlantische / angloamerikanische Presse/ Wirtschaftlich
EmpörungSchadenfreude

Der in Ungnade gefallene Gründer von FTX, Sam Bankman-Fried, scheiterte mit dem Versuch, seine 25-jährige Haftstrafe für einen von Richtern als einen der größten Betrugsfälle der Geschichte bezeichneten Fall aufzuheben. Das Gericht wies seine Behauptung eines unfairen Prozesses zurück und bestätigte die Verurteilung.

Kontinentaleuropäische Presse/ Mediterran
DistanzPragmatismus

Das US-Berufungsgericht bestätigte die Betrugsverurteilung und die 25-jährige Haftstrafe für Sam Bankman-Fried und wies seine Vorwürfe des unfairen Prozesses zurück. Der ehemalige Leiter der Kryptowährungsbörse bleibt damit der Finanzverbrechen schuldig.

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