
Russland schließt rumänisches Generalkonsulat in St. Petersburg und erklärt Konsul zur unerwünschten Person
Als Vergeltung für die Schließung des russischen Konsulats in Constanța nach einem Drohnenvorfall weist Moskau den rumänischen Diplomaten aus und entzieht die Betriebserlaubnis.
Das russische Außenministerium hat am 25. Juni den rumänischen Generalkonsul in St. Petersburg zur Persona non grata erklärt und die Schließung des dortigen Generalkonsulats angeordnet. Der rumänische Botschafter in Moskau, Cristian Istrate, wurde ins Ministerium einbestellt und erhielt eine entsprechende Note. Aus Moskauer Sicht handelt es sich um eine unmittelbare Antwort auf die „völlig unbegründete“ Entscheidung Bukarests, Ende Mai die Zustimmung zum Betrieb des russischen Generalkonsulats in Constanța zurückzuziehen und dessen Leiter ebenfalls zur unerwünschten Person zu erklären.
Die rumänische Regierung hatte ihre Maßnahmen mit einem Drohnenvorfall in der Nacht zum 29. Mai begründet. Ein unbemanntes Fluggerät schlug in ein mehrstöckiges Wohnhaus in Galați nahe der ukrainischen Grenze ein, verursachte eine Explosion und einen Brand; zwei Menschen wurden verletzt. Bukarest schrieb die Verantwortung dafür Russland zu und wertete den Einschlag als Verletzung des rumänischen Luftraums. 56 UN-Mitgliedstaaten verurteilten den Vorfall anschließend als „inakzeptabel“. Die russische Führung wies die Vorwürfe zurück. Präsident Wladimir Putin äußerte, der Drohnentyp könne nur durch eine sachverständige Untersuchung der Trümmer bestimmt werden, und regte an, Moskau die Überreste für eine objektive Analyse zu übergeben. Das russische Verteidigungsministerium betont regelmäßig, Angriffe richteten sich ausschließlich gegen militärische Ziele auf ukrainischem Territorium, nicht gegen NATO- oder EU-Staaten.
Mit der nun verfügten Schließung des rumänischen Konsulats in St. Petersburg reduziert sich die konsularische Präsenz beider Länder erheblich. Rumänien unterhält in Russland künftig nur noch seine Botschaft in Moskau samt Konsularabteilung; Russland verfügt in Rumänien nach der Schließung der Vertretung in Constanța ebenfalls nur noch über die Botschaft in Bukarest und deren Konsularbereich. Die wechselseitigen Ausweisungen und Schließungen reihen sich in eine Serie diplomatischer Vergeltungsmaßnahmen zwischen Russland und europäischen Staaten seit Beginn des Ukraine-Krieges ein.
Der Vorfall von Galați ist Teil einer zunehmenden Zahl von Drohnen- und Raketeneinschlägen auf dem Gebiet von NATO-Mitgliedern, die an die Ukraine grenzen. In den baltischen Staaten, in Polen und in Rumänien wurden wiederholt Trümmerteile gefunden, ohne dass die Urheberschaft stets zweifelsfrei geklärt werden konnte. Die russische Seite verlangt in solchen Fällen regelmäßig Zugang zu Beweismitteln und warnt vor voreiligen Schuldzuweisungen. Die diplomatische Eskalation zwischen Moskau und Bukarest gilt als vorerst abgeschlossen; weitere Schritte wurden von keiner Seite angekündigt. Die konsularische Betreuung der Staatsbürger im jeweils anderen Land wird sich künftig auf die Hauptstädte konzentrieren.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Russland hat das rumänische Konsulat in St. Petersburg geschlossen und seinen Konsul zur Persona non grata erklärt, als Vergeltung für Bukarests unbegründeten Entzug der Zustimmung für das russische Konsulat in Constanta. Moskau hält den rumänischen Schritt, ausgelöst durch einen Drohnenvorfall, für völlig ungerechtfertigt.
Russland hat die Schließung des rumänischen Konsulats in St. Petersburg angekündigt, eine diplomatische Eskalation nach dem Motto 'Auge um Auge'. Der Schritt folgt auf die Schließung des russischen Konsulats in Constanta durch Rumänien nach einem Drohnenabsturz. Dies unterstreicht ein Muster gegenseitiger Vergeltung.
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