
Russischer Großangriff auf Kiew: Mindestens 13 Tote und Dutzende Verletzte
In der Nacht zum 2. Juli griff Russland die ukrainische Hauptstadt mit Raketen und Drohnen an; Präsident Selenskyj hatte zuvor vor einem massiven Schlag gewarnt.
In der Nacht zum 2. Juli 2026 hat Russland nach übereinstimmenden Angaben ukrainischer Behörden einen der schwersten Luftangriffe auf Kiew seit Beginn der Invasion im Februar 2022 geflogen. Nach Angaben des Bürgermeisters Vitali Klitschko kamen mindestens 13 Menschen ums Leben, mehr als 80 wurden verletzt. Die ukrainische Luftwaffe registrierte den Einsatz von 74 Raketen – darunter ballistische und Marschflugkörper – sowie 496 Drohnen; ein großer Teil sei abgefangen worden. Die Explosionen erschütterten sämtliche zehn Stadtbezirke, beschädigten mehr als 20 Wohnhäuser, ein Hotel und eine Rettungsstation und lösten Brände aus. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte seinen Besuch in Dublin am Vortag abgebrochen und die Bevölkerung aufgerufen, Schutzräume aufzusuchen, nachdem Geheimdienstinformationen auf einen bevorstehenden massiven Schlag hingewiesen hatten.
Aus Moskauer Sicht handelte es sich um eine Vergeltungsaktion. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, der „massive Schlag“ mit luft-, see- und landgestützten Präzisionswaffen sowie Drohnen habe militärische Industrieanlagen, Energieinfrastruktur und Militärflugplätze in Kiew und weiteren Regionen getroffen. Die Operation sei eine Antwort auf ukrainische Angriffe gegen zivile Infrastruktur in Russland. Die ukrainische Führung wies diese Darstellung zurück; der Chef der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, sprach von einer bewussten Zielerfassung von Wohnvierteln und zivilen Einrichtungen. Außenminister Andrij Sybiha forderte die Partnerstaaten auf, Entscheidungen über Luftverteidigungssysteme nicht länger zu verzögern. Polen und Finnland ließen als Reaktion vorübergehend Kampfflugzeuge aufsteigen beziehungsweise richteten eine Flugbeschränkungszone ein, ohne dass es zu Luftraumverletzungen kam.
Der Angriff fällt in eine Phase wechselseitiger Eskalation. Die Ukraine hat in den vergangenen Wochen ihre Drohnenangriffe auf russische Energieinfrastruktur und Militäranlagen intensiviert und damit nach Darstellung westlicher Beobachter eine Treibstoffkrise im weltweit drittgrößten Ölproduzenten ausgelöst. Russland meldete seinerseits den Abschuss von 327 Drohnen in derselben Nacht. Die militärischen Gesamtverluste des seit über vier Jahren andauernden Krieges beziffert eine am Vortag veröffentlichte Studie des Center for Strategic and International Studies (CSIS) auf mehr als zwei Millionen Soldaten, wobei der überwiegende Teil auf russischer Seite anfalle. Die von den USA vermittelten Bemühungen um eine Waffenruhe sind bislang ohne Ergebnis geblieben.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas kündigte an, neue Sanktionen gegen Einrichtungen vorzuschlagen, die den russischen militärisch-industriellen Komplex unterstützen. Die ukrainische Regierung drängt unterdessen weiter auf die beschleunigte Lieferung von Flugabwehrsystemen, insbesondere von Patriot-Raketen. Ein Durchbruch in den festgefahrenen Verhandlungen ist derzeit nicht absehbar.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Russland hat einen massiven Raketen- und Drohnenangriff auf Kiew entfesselt, bei dem mindestens 13 Zivilisten getötet und Dutzende verletzt wurden – der größte Angriff auf die Hauptstadt seit Beginn der Invasion. Die als grundloser Aggressionsakt verurteilte Offensive traf Wohngebäude und zivile Infrastruktur und zwang die Menschen, in U-Bahn-Stationen Schutz zu suchen. Die ukrainischen Behörden hatten vor der drohenden Gefahr gewarnt, doch die internationale Reaktion konzentriert sich auf die Verurteilung der russischen Brutalität.
Russische Streitkräfte griffen Kiew mit Drohnen und Raketen an, töteten mindestens 10 Menschen und verletzten über 50, was Moskau als Vergeltung für jüngste ukrainische Angriffe auf seine zivile Infrastruktur bezeichnete. Der Angriff beschädigte Wohngebäude, darunter den teilweisen Einsturz eines neunstöckigen Hauses. Der Bericht stellt sowohl die russische Rechtfertigung als auch die ukrainischen Darstellungen von Opfern und Zerstörung dar und bewahrt einen neutralen Ton.
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