
Ruben Amorim übernimmt das Ruder beim AC Mailand – ein Neuanfang voller Unwägbarkeiten
Der portugiesische Trainer soll den Traditionsklub nach einer verkorksten Saison zurück in die Champions League führen, doch die Skepsis der Tifosi ist groß.
Die Entscheidung ist gefallen: Ruben Amorim wird neuer Cheftrainer des AC Mailand. Der 41-jährige Portugiese tritt die Nachfolge von Massimiliano Allegri an, der nach einer katastrophalen Rückrunde und dem Verpassen der Champions-League-Plätze entlassen wurde. Wie italienische Medien berichten, unterschrieb Amorim einen Vertrag bis 2028 mit Option auf eine weitere Spielzeit; sein Jahresgehalt soll bei 3,5 Millionen Euro netto liegen. Bemerkenswert ist, dass der frühere Übungsleiter von Manchester United auf die ihm noch zustehenden Bezüge aus England verzichtet – ein Signal des persönlichen Engagements für die neue Aufgabe.
Amorims Karriereweg ist von scharfen Kontrasten geprägt. Bei Sporting Lissabon feierte er ab 2020 große Erfolge, darunter zwei Meistertitel und den ersten Gewinn der portugiesischen Liga nach zwei Jahrzehnten. Sein Wechsel zu Manchester United im Jahr 2024 geriet hingegen zum Fiasko: Nach nur etwas mehr als einem Jahr wurde er im Januar 2026 entlassen, der Klub verpasste unter ihm die Champions League. Aus italienischer Perspektive wird diese Ambivalenz mit Sorge betrachtet. Eine Umfrage von SportMediaset zeigt, dass eine Mehrheit der Milan-Fans die Verpflichtung ablehnt. Kommentatoren in Rom und Mailand verweisen zudem auf die ungeklärte Führungsstruktur des Klubs – es fehlen weiterhin ein Sportdirektor und ein Geschäftsführer. Russische und arabische Quellen heben dagegen stärker das Prestige des Engagements hervor und zitieren Amorims Worte, er kenne „genau, was dieser Klub bedeutet: Geschichte, Prestige und eine außergewöhnliche Fangemeinde auf der ganzen Welt“.
Taktisch setzt der neue Trainer auf ein modernes, dominantes 3-4-2-1-System, das er bereits in Lissabon etablierte. Er bringt vier enge Mitarbeiter aus seinem bisherigen Stab mit. Die Aufgabe ist indes gewaltig: Milan beendete die Saison nur auf Rang fünf und wird in der kommenden Spielzeit lediglich in der Europa League antreten. Medien in Mexiko und Indonesien spekulieren bereits über mögliche Kaderveränderungen – so rückt der mexikanische Stürmer Santi Giménez ins Blickfeld, während in Asien über einen Ersatz für Rafael Leão und sogar Luka Modrić diskutiert wird. Die Erwartungshaltung ist entsprechend hoch, die Geduld der Anhängerschaft nach den jüngsten Enttäuschungen gering.
Für den europäischen Fußball ist die Verpflichtung ein Lehrstück über die Risiken von Trainerwechseln ohne begleitende Strukturreform. Amorim selbst spricht von einer „Ambition, die einen die ganze Karriere begleitet“. Ob er die Kurve kriegt und Milan wieder in die Königsklasse führt, hängt nicht nur von seiner taktischen Handschrift ab, sondern auch davon, wie rasch der Klub die Lücken im Management schließt. Die kommenden Monate werden zeigen, ob dieser Neuanfang das Zeug zur Erfolgsgeschichte hat oder ob sich die Skepsis der Tifosi als berechtigt erweist.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Amorims Ernennung ist offiziell, doch der Klub steckt im Chaos. Die Fans sind nach einer katastrophalen Saison empört, und die Wahl des portugiesischen Trainers stößt auf Skepsis. Seine durchwachsene Bilanz und das Fehlen einer stabilen Führung verstärken die Unsicherheit.
Der Fokus liegt auf praktischen Details: voraussichtliche Aufstellung, mögliche Ersatzspieler für Schlüsselakteure und der Ankunftsplan des Trainers. Der Ton ist neutral und spekulativ, die Ernennung wird als Neuanfang mit taktischen Anpassungen betrachtet.
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