
Haalands WM-Debüt: Norwegen deklassiert Irak mit 4:1
Mit einem Doppelpack von Erling Haaland ist Norwegen nach 28 Jahren auf die WM-Bühne zurückgekehrt und hat in Gruppe I ein deutliches Zeichen gesetzt.
Die Rückkehr der norwegischen Nationalmannschaft auf die größte Bühne des Fußballs geriet zu einer Machtdemonstration. 28 Jahre nach dem letzten WM-Auftritt – damals in Frankreich 1998 – besiegte das Team von Trainer Ståle Solbakken den Irak am Dienstagabend (Ortszeit) im Gillette Stadium von Foxborough nahe Boston mit 4:1. Erling Haaland, der Stürmer von Manchester City, benötigte in seinem ersten WM-Spiel nur 29 Minuten, um seinen ersten Treffer zu erzielen, und legte noch vor der Pause einen zweiten nach. Damit avancierte der 25-Jährige zum unbestrittenen Protagonisten eines Abends, der für die Skandinavier historische Dimensionen besitzt.
Aus europäischer Perspektive unterstreicht der Auftritt den Anspruch einer norwegischen Generation, die weit mehr ist als nur ein Geheimtipp. Neben Haaland, der in der Qualifikation 16 Tore erzielt hatte und nun bei 57 Länderspieltoren steht, dirigierte Martin Ødegaard das Spiel aus dem Mittelfeld, während Antonio Nusa und Alexander Sørloth weitere offensive Optionen boten. Die skandinavischen Medien sprachen von einer „Traumstart“, doch Haaland selbst mahnte zur Besonnenheit: „Wir müssen besser spielen“, wurde er von CNN Brasil zitiert. Tatsächlich hatte der Irak in der Anfangsphase durch Aymen Hussein und Ali Al Hamadi durchaus Chancen, und Husseins Kopfball zum zwischenzeitlichen 1:1 in der 39. Minute deckte Schwächen in der norwegischen Defensive auf. Erst ein schwerer Patzer des irakischen Torhüters Jalal Hassan ermöglichte Haalands zweiten Treffer kurz vor der Halbzeit.
Aus asiatischer Sicht bedeutete die Niederlage das Ende einer beeindruckenden Serie: Zuvor hatten alle asiatischen Vertreter bei diesem Turnier gepunktet oder zumindest nicht verloren. Der Irak, der zum ersten Mal seit 40 Jahren wieder an einer WM teilnimmt, hatte sich unter Trainer Graham Arnold mit viel Laufarbeit und physischer Intensität Respekt verschafft, konnte dem strukturierten Kombinationsspiel der Norweger aber letztlich nicht standhalten. Besondere Aufmerksamkeit erregte die Behandlung von Aymen Hussein, der bei der Einreise in die USA einem siebenstündigen Verhör durch die Einwanderungsbehörden unterzogen worden war – ein Umstand, der in mehreren südamerikanischen und europäischen Quellen kritisch vermerkt wurde.
Für den Gastgeber USA und den gesamten nordamerikanischen Raum bot die Partie in Massachusetts ein stimmungsvolles Bild: Ein „Meer aus Rot“ norwegischer Fans verwandelte das Stadion in eine Heimspielstätte. Die FIFA vermeldete, dass Norwegen erstmals in seiner WM-Geschichte vier Tore in einem Spiel erzielte – ein Rekord, der die neue offensive Qualität dieser Mannschaft belegt. Mit dem 4:1 zog Norwegen in der Tabelle der Gruppe I mit Frankreich gleich, das zuvor Senegal mit 3:1 bezwungen hatte. Die Tordifferenz sprach nach dem ersten Spieltag für die Skandinavier.
Der weitere Weg der Norweger verspricht hochkarätige Prüfungen. Am 22. Juni trifft das Team in New Jersey auf Senegal, ehe es am 26. Juni in Boston zum Gipfeltreffen mit Frankreich kommt. Sollte Haaland seine Form konservieren, könnte diese Mannschaft nicht nur die K.o.-Phase erreichen, sondern zu einer der prägenden Erzählungen des Turniers werden. Für den Irak hingegen wird die Partie gegen Frankreich zur existenziellen Aufgabe, will man die Chance auf ein Weiterkommen wahren. Die Gruppe I, von vielen als „Todesgruppe“ bezeichnet, hat bereits am ersten Spieltag ihre Dramaturgie entfaltet.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Erling Haaland, genannt 'Der Android', gab sein WM-Debüt mit einem Doppelpack, der den kriegerischen Schwung des Irak erstickte. Norwegen fegte Irak im 'Todesgruppe' mit 4:1 hinweg und feierte den ersten WM-Sieg seit 28 Jahren. Die Skandinavier führen die Gruppe gemeinsam mit Frankreich an.
Erling Haaland erzielte bei seinem WM-Debüt zwei Tore, doch Norwegens Sieg verdarb Iraks beeindruckende Bilanz als asiatischer Vertreter. Das Spiel endete 4:1, Haaland war der Star, obwohl der Irak in der ersten Halbzeit mithielt. Norwegen führt die Gruppe an, während der Irak punktlos bleibt.
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