
Barcelona wirbt um Kane – Englands Kapitän vertröstet die Katalanen auf die Zeit nach der WM
Während Robert Lewandowski vor einem Wechsel zu Chicago Fire steht, sucht der FC Barcelona einen Nachfolger und stößt bei Harry Kane auf eine verschlossene Tür – vorerst.
Der FC Barcelona hat bei Harry Kane angeklopft und ist vorerst abgeblitzt. Nach übereinstimmenden Berichten aus England und Spanien nahm die katalanische Klubführung Kontakt zu den Beratern des englischen Nationalmannschaftskapitäns auf, um die Chancen für einen Transfer auszuloten. Die Antwort aus dem Lager des 32‑Jährigen fiel unmissverständlich aus: Kane denkt nicht daran, seine Zukunft zu verhandeln, solange England im Turnier steht. Die Gespräche wurden vertagt – auf die Zeit nach der Weltmeisterschaft.
Dort schreibt Kane derzeit seine eigene Geschichte. Mit drei Toren in der Gruppenphase, darunter ein Doppelpack gegen Kroatien und ein Treffer gegen Panama, hat er Gary Lineker als erfolgreichsten englischen Torschützen der WM‑Historie überholt. Im Achtelfinale gegen die Demokratische Republik Kongo führt er die Three Lions als Kapitän aufs Feld. Seine Saisonbilanz untermauert den Ausnahmestatus: 61 Pflichtspieltore für den FC Bayern, das Double aus Meisterschaft und DFB‑Pokal, der zweite Gewinn des Goldenen Schuhs. In München, so der Tenor aus dem Verein, ist man entschlossen, den bis 2027 laufenden Vertrag vorzeitig zu verlängern. Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte bereits im Mai klargestellt, Kane sei „die beste Verpflichtung, die wir je getätigt haben“, und verwies trocken auf die finanzielle Lage Barcelonas.
Die Katalanen wiederum stehen unter Zugzwang. Robert Lewandowski, der in vier Jahren 120 Tore erzielte und drei Meisterschaften gewann, verlässt den Klub nach Vertragsende. Übereinstimmenden Meldungen aus den USA und Spanien zufolge steht der Pole unmittelbar vor einem Wechsel zu Chicago Fire in die Major League Soccer. Dort soll er einen Zweijahresvertrag erhalten und zu den Spitzenverdienern der Liga aufsteigen. Für Barcelona klafft damit eine Lücke im Sturmzentrum, die weder Ferran Torres noch Neuzugang Anthony Gordon in gleicher Weise füllen können. Der Wunschkandidat Julián Álvarez von Atlético Madrid erweist sich als finanziell kaum realisierbar, nachdem eine Offerte von Real Madrid die Ablösesumme auf rund 175 Millionen Dollar getrieben haben soll.
In dieser Gemengelage richtet sich der Blick nach München. Kane, so die Einschätzung aus englischen Medien, fühlt sich mit seiner Familie in Bayern wohl und tendiert zu einer Verlängerung. Sollte der Rekordmeister jedoch nur eine kurze Laufzeit anbieten, könnte Barcelona versuchen, den Spieler 2027 ablösefrei zu verpflichten oder den FC Bayern zu einem vergünstigten Verkauf zu bewegen. Spanische Quellen betonen, dass bislang weder ein offizielles Angebot vorliegt noch der Spieler aktiv einen Wechsel forciert. Die katalanische Sportpresse verweist auf das Vorbild Lewandowski: Auch der Pole war 2022 als 33‑Jähriger für 50 Millionen Euro aus München gekommen und lieferte dank seiner Professionalität über Jahre auf höchstem Niveau.
Vorläufig ruhen alle Planungen. Kanes Berater haben signalisiert, dass nach dem Turnier zunächst das Gespräch mit dem FC Bayern gesucht wird. Für Barcelona bedeutet das: Die Tür ist nicht zugefallen, aber sie öffnet sich frühestens, wenn Englands WM‑Reise endet. Der nächste Prüfstein für Kane und sein Team ist das Achtelfinale gegen Kongo – ein Spiel, das auch über den Rhythmus des kommenden Transfersommers mitentscheiden wird.
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Die Major League Soccer bekommt einen weiteren europäischen Star: Robert Lewandowski steht vor dem Wechsel zu Chicago Fire. Der polnische Stürmer, nach seinem Abschied aus Barcelona vereinslos, bringt Erfahrung und Torinstinkt in eine Liga, die weiterhin große Namen anzieht. Die Verpflichtung gilt als pragmatischer Coup für einen Klub, der sein Profil schärfen will.
Robert Lewandowski steht kurz davor, ein neues Kapitel in der MLS bei Chicago Fire aufzuschlagen und eine äußerst erfolgreiche europäische Laufbahn zu beenden. Der Wechsel unterstreicht die wachsende Anziehungskraft des nordamerikanischen Fußballs, der weiterhin internationale Spitzenkräfte anzieht. Der polnische Torjäger wird in der Saison 2026 der zentrale Angriffspunkt seines neuen Teams sein.
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