
Riyad Mahrez tritt nach Algeriens 0:2-Niederlage gegen die Schweiz zurück
Nach dem 0:2 gegen die Schweiz im WM-Achtelfinale beendet der 35-jährige Kapitän seine Nationalmannschaftskarriere, die mit dem Afrika-Cup-Titel 2019 gekrönt wurde.
Das Aus in der Runde der letzten 32 der Weltmeisterschaft 2026 besiegelte das Ende einer Ära: Nach der 0:2-Niederlage Algeriens gegen die Schweiz im kanadischen Vancouver erklärte Kapitän Riyad Mahrez seinen sofortigen Rücktritt aus der Nationalmannschaft. Der 35-Jährige, der in der 71. Minute ausgewechselt wurde, sagte nach dem Abpfiff: „Das war mein letztes Spiel für die Nationalmannschaft. Ich habe alles gegeben, jetzt ist es Zeit für eine neue Generation.“ Aus algerischer Sicht endet damit eine zwölfjährige Karriere im Trikot der „Wüstenkrieger“, die 2014 begann und den Gewinn des Afrika-Cups 2019 in Kairo umfasste.
Die Partie selbst war früh entschieden. Bereits in der 10. Minute vollendete Breel Embolo einen sehenswerten Alleingang von Yohan Manzambi zur Schweizer Führung. Kurz nach Wiederanpfiff nutzte Dan Ndoye zwei Abwehrfehler der Algerier eiskalt aus und erhöhte auf 2:0 (46.). Die Schweiz, die mit 11:8 Torschüssen und 5:2 Schüssen auf das Tor die besseren Statistiken aufwies, verwaltete das Ergebnis souverän. Algerien fand offensiv kaum Mittel, ein Treffer von Anis Hadj Moussa in der 88. Minute wurde wegen Abseits aberkannt. Schweizer Medien hoben die Defensivleistung von Torhüter Gregor Kobel hervor, der mit zwei Paraden seinen Kasten sauber hielt.
Mahrez bilanzierte nüchtern: „Das Spiel war in unserer Reichweite, aber auf diesem Niveau bestraft man Fehler sofort. Wir haben zu viele Gegentore kassiert, das hat einen besseren Verlauf verhindert.“ Der Flügelspieler von Al-Ahli Saudi-Arabien, der mit 119 Länderspielen und 40 Toren hinter Aïssa Mandi die zweitmeisten Einsätze der algerischen Geschichte bestritt, hatte bereits vor dem Turnier angedeutet, dass die WM 2026 sein letzter Auftritt sein würde. Mit einem Verweis auf Cristiano Ronaldo, der am selben Tag mit 41 Jahren ein Tor für Portugal erzielte, scherzte er: „Ich bin nicht Cristiano.“ In algerischen Medien wird Mahrez als einer der größten Spieler des Landes gewürdigt, dessen Karriere von Höhen wie dem Afrika-Cup-Titel und Tiefen wie dem Vorrunden-Aus bei den Afrika-Cups 2017, 2022 und 2024 geprägt war.
Für die Schweiz bedeutet der Sieg den vierten Einzug in das Achtelfinale in Folge. Am kommenden Dienstag trifft das Team von Murat Yakin in Vancouver auf den Sieger der Partie zwischen Kolumbien und Ghana. Die Schweizer hoffen, erstmals seit 1954 wieder ein Viertelfinale zu erreichen. Aus deutscher Perspektive ist die Konstanz der Eidgenossen bemerkenswert, die sich erneut als robustes Turnierteam präsentieren. Algerien hingegen muss nach dem zweiten Achtelfinal-Aus der WM-Geschichte (nach 2014) einen personellen Umbruch einleiten – ohne seinen langjährigen Anführer.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Mahrez's retirement is celebrated as a national hero's farewell. His career is framed as a source of pride for the Maghreb, emphasizing his contribution to Algerian football and his connection to his roots. The tone is grateful and respectful, almost familial.
Mahrez's retirement is reported with detachment, focusing on the sporting aspect and his past in English football. His role at Leicester City and Premier League experience are highlighted, almost as a claim to connection with top-level football.
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