
Frankreich müht sich ins Viertelfinale, Marokko schreibt Historie – nun treffen sie aufeinander
In einem hitzigen Achtelfinale setzt sich Frankreich 1:0 gegen Paraguay durch, während Marokko Kanada 3:0 bezwingt und als erstes afrikanisches Team zum zweiten Mal in Folge unter die letzten Acht einzieht.
Mit Geduld und einem Elfmeter Kylian Mbappés hat Frankreich am Samstag in Philadelphia die Hürde Paraguay übersprungen und steht zum vierten Mal nacheinander im WM-Viertelfinale. Unter sengender Hitze von 38 Grad Celsius und gegen eine überhart agierende südamerikanische Mannschaft, die nie eine Gelbe Karte sah, während die Franzosen drei Verwarnungen erhielten, reichte ein einziger Treffer. Der eingewechselte Désiré Doué erzwang in der 70. Minute nach Videobeweis den Strafstoß, den Mbappé zu seinem siebten Turniertor und dem 1:0 verwandelte. Der Kapitän sprach hinterher von einem Spiel, in dem sich Frankreich auch auf das «dreckige» Spiel eingelassen habe: «Sie dachten, wir kämen im Smoking, aber wir können auch die Hände schmutzig machen.» Trainer Didier Deschamps lobte die Disziplin seines Teams und erklärte, man habe gewusst, dass Paraguay mit allen Mitteln provozieren würde.
Zuvor war Marokko in Houston zu einem ungefährdeten 3:0-Sieg über Co-Gastgeber Kanada gelangt und wiederholte damit den Vorstoß von 2022. Den entscheidenden Unterschied machte Azzedine Ounahi, der mit einem Doppelpack (50., 82.) die zähe erste Halbzeit vergessen ließ, in der Kanada zunächst überlegen gewesen war und durch Tani Oluwaseyi und Jonathan David gefährlich vor Yassine Bounou auftauchte. Soufiane Rahimi erhöhte in der Nachspielzeit auf 3:0. Marokkos Trainer Mohamed Ouahbi betonte, seine Mannschaft sei «keine Überraschung mehr», sondern ein ernstzunehmender Anwärter. Mit dem Einzug ins Viertelfinale schrieben die «Löwen des Atlas» zugleich afrikanische Fußballgeschichte: Nie zuvor hatte ein Team des Kontinents bei zwei aufeinanderfolgenden Weltmeisterschaften die Runde der letzten Acht erreicht.
Die Ergebnisse führen zu einem Viertelfinal-Duell, das an das Halbfinale von 2022 erinnert. Am Donnerstag in Foxborough trifft Frankreich auf Marokko, wobei die Europäer mit ihrer geballten Offensivkraft auf eine defensiv stabile und konterstarke Mannschaft aus Nordafrika stoßen. Marokko hat im laufenden Turnier noch nicht verloren und zuletzt auch die Niederlande ausgeschaltet, während Frankreich erstmals in diesem Turnier kein Tor aus dem Spiel heraus erzielte und sichtlich Mühe hatte, ein Bollwerk zu knacken. Mbappé weist nun 19 WM-Tore auf, nur eines hinter Lionel Messis Rekord.
Für das deutschsprachige Publikum bleibt die Erkenntnis, dass Paraguay, das zuvor Deutschland im Elfmeterschießen bezwungen hatte, mit seiner destruktiven Spielweise auch in der K.-o.-Phase viel Widerstand leisten kann. Im Viertelfinale gegen Marokko wird Frankreich auf einen Gegner treffen, der geerdet, aber keinesfalls ängstlich auftritt – und auf Revanche für das Aus vor vier Jahren sinnt, auch wenn Ouahbi dies offiziell nicht als Motivation nannte.
| Lateinamerikanische Presse | −0.10 | neutral |
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| Arabische Golfpresse | +0.50 | aligned |
| Arabische Levante-Maghreb-Presse | 0.00 | neutral |
The South American side proved it can compete on equal footing with the favorites, but a refereeing decision decided the match.
Emphasizes Paraguay's resistance and gamesmanship to create an 'almost feat' narrative, appealing to South American pride.
The reigning world champion flexes its muscles and shows an extra gear, ready to defend the title.
Highlights records and history to legitimize French superiority, projecting the clash with Morocco as an epic rematch.
The physical struggle and heat that troubled France are not highlighted.
France is not as unbeatable as it seems, and Morocco can take advantage.
Downplays France's performance to boost Moroccan hopes, using the penalty detail as a weakness.
Mbappé's 7 tournament goals and France's 150th World Cup goal are not highlighted.
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