
Queiroz’ Wiedersehen mit Kolumbien: Ghana fordert den ungeschlagenen Gruppensieger
Im Arrowhead Stadium von Kansas City trifft der frühere kolumbianische Nationaltrainer Carlos Queiroz mit Ghana auf sein altes Team, das als Gruppensieger in die K.o.-Runde eingezogen ist.
Wenn an diesem Freitagabend (Ortszeit) Kolumbien und Ghana im Arrowhead Stadium aufeinandertreffen, steht mehr auf dem Spiel als der Einzug ins Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026. Es ist die Bühne für ein Wiedersehen mit Carlos Queiroz, der von 2019 bis 2020 die kolumbianische Auswahl trainierte und nun die Geschicke der Black Stars lenkt. Der Portugiese, der mit Ghana als einer der besten Gruppendritten die Runde der letzten 32 erreichte, begegnet einer Mannschaft, die unter Néstor Lorenzo ungeschlagen die Gruppe K gewann – mit Siegen gegen Usbekistan (3:1) und die DR Kongo (1:0) sowie einem torlosen Remis gegen Portugal. Der Sieger dieser Partie trifft im Achtelfinale auf die Schweiz, die sich bereits mit einem 2:0 gegen Algerien durchsetzte.
Kolumbiens Weg in die K.-o.-Phase war von defensiver Stabilität und offensiver Variabilität geprägt. Daniel Muñoz avancierte mit zwei Treffern zum unerwarteten Torschützen, während Luis Díaz und James Rodríguez das Angriffsspiel lenkten. Lorenzo lobte vor der Partie die Organisation Ghanas: „Sie spielen sehr gut, und einige ihrer Spieler stehen bei den besten Klubs Europas unter Vertrag.“ Ghana wiederum qualifizierte sich nach einem 1:0 gegen Panama, einem 0:0 gegen England und einer 1:2-Niederlage gegen Kroatien. Queiroz zeigte sich zuversichtlich, die Schwächen Kolumbiens ausnutzen zu können: „Es gibt keine perfekten Mannschaften. Wir müssen unser Spiel durchziehen und ihre Schwachstellen attackieren.“
Die personelle Gemengelage verleiht dem Duell zusätzliche Brisanz. Dreizehn der 26 kolumbianischen Spieler im Kader haben bereits unter Queiroz trainiert, darunter James Rodríguez, Dávinson Sánchez und Luis Díaz. Der 73-Jährige wies jeden Gedanken an eine persönliche Revanche zurück und sprach von einer „Ehre“, Kolumbien trainiert zu haben. Gleichzeitig betonte er die Verantwortung Ghanas für den afrikanischen Kontinent: „Es ist unsere Pflicht, dafür zu sorgen, dass ein weiteres afrikanisches Team in die nächste Runde einzieht.“ Bislang ist von neun afrikanischen Teilnehmern, die die Gruppenphase überstanden, allein Marokko ins Achtelfinale vorgestoßen. Ghanas Kapitän Jordan Ayew unterstrich die Entschlossenheit seiner Mannschaft: „Wir sind bereit, wir wollen eine Show abliefern und gewinnen.“
Historisch ist die Begegnung eine Premiere bei Weltmeisterschaften. Das einzige Aufeinandertreffen beider Nationen datiert aus den Olympischen Spielen 1972, als Kolumbien in München mit 3:1 siegte. In WM-Duellen mit afrikanischen Teams weist Kolumbien eine positive Bilanz auf: vier Siege – gegen Tunesien, die Elfenbeinküste, Senegal und die DR Kongo – stehen einer Niederlage gegenüber, dem 1:2 nach Verlängerung gegen Kamerun im Achtelfinale 1990. Ghana hingegen strebt danach, erstmals seit dem Viertelfinaleinzug 2010 wieder in die Runde der letzten Acht vorzustoßen. Internationale Wettbüros sehen Kolumbien als Favoriten, doch die taktische Disziplin der Westafrikaner, die gegen England ein torloses Remis erzwang, mahnt zur Vorsicht.
Für beide Teams ist die Partie der Auftakt zu einem möglichen tiefen Turnierlauf. Der kolumbianische Verband hofft auf den dritten Achtelfinaleinzug nach 1990 und 2018, während Ghana die eigene Geschichte fortschreiben will. Die unmittelbare sportliche Konsequenz ist klar: Der Sieger trifft auf die Schweiz, die sich als erster Gegner für die Runde der letzten 16 qualifiziert hat. Die Ausgangslage verspricht einen intensiven Abend in Kansas City, an dem sich entscheidet, ob Queiroz’ Kenntnis des kolumbianischen Fußballs oder Lorenzos taktische Handschrift den Ausschlag gibt.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Das Spiel wird als Duell zwischen einem ungeschlagenen Kolumbien und einem gut organisierten Ghana dargestellt. Kolumbiens Trainer Lorenzo lobt die Qualität Ghanas, während Queiroz ein unterhaltsames Duell verspricht. Die Berichterstattung konzentriert sich auf praktische Informationen wie Anstoßzeit und TV-Sender, mit einer leichten Neigung zur kolumbianischen Überlegenheit auf dem Papier.
Lateinamerikanische Medien rahmen das Spiel als Chance für Kolumbien zum Weiterkommen ein, heben die ungeschlagene Gruppenphase hervor und die Ironie, auf Ex-Trainer Queiroz zu treffen. Der Ton ist zuversichtlich, aber nicht triumphierend, mit praktischen Übertragungsinformationen für das regionale Publikum.
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