
Richterin genehmigt Milliardenvergleich: Anthropic zahlt 1,5 Milliarden Dollar an Autoren – Universität reicht separate Patentklage ein
Ein Bundesgericht in San Francisco besiegelt den bislang größten Urheberrechtsvergleich der US-Geschichte, während die University of Tennessee parallel eine Patentverletzungsklage gegen das KI-Unternehmen anstrengt.
Die Bundesrichterin Araceli Martínez-Olguín in San Francisco hat am Montag die endgültige Genehmigung für einen Vergleich in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar erteilt, mit dem der KI-Entwickler Anthropic eine Sammelklage von Buchautoren beilegt. Die Autoren hatten dem Unternehmen vorgeworfen, ihre Werke unrechtmäßig zum Training des Chatbots Claude verwendet zu haben. Aus Sicht der Klägervertreter um den Anwalt Justin Nelson handelt es sich um den größten je in einem Urheberrechtsverfahren erzielten Wiedererlangungsbetrag. Anthropic selbst verwies in einer Stellungnahme auf ein früheres Gerichtsurteil, wonach das Training von KI mit Büchern unter die Fair-Use-Doktrin falle, und betonte, dass über 91 Prozent der anspruchsberechtigten Autoren und Verlage ihre Anteile geltend gemacht hätten. Einwände einiger Autoren, der Vergleich sei nicht umfassend genug oder bevorzuge die Anwälte übermäßig, wies die Richterin mit der Begründung zurück, diese beruhten nicht auf einer realistischen Abwägung der Prozessrisiken.
Zeitgleich hat die Forschungsstiftung der University of Tennessee vor einem Bundesgericht in Delaware eine Patentklage gegen Anthropic eingereicht. Die Universität wirft dem Unternehmen vor, mit seinen KI-Systemen zwei Patente zu verletzen, die grundlegende Techniken des maschinellen Lernens auf Basis neurowissenschaftlicher Prinzipien schützen. Nach Darstellung der Hochschule geht die Missachtung geistiger Eigentumsrechte durch Anthropic über urheberrechtlich geschützte Werke hinaus. Die Stiftung beantragt nicht näher bezifferten Schadensersatz sowie eine einstweilige Verfügung gegen die weitere Nutzung der patentierten Technologien. Beobachter in den USA werten den Fall als ersten Patentverletzungsprozess gegen das Unternehmen.
Die juristischen Auseinandersetzungen werfen ein Schlaglicht auf die Methoden, mit denen KI-Firmen an Trainingsdaten gelangen. Wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht, die unter anderem von der Süddeutschen Zeitung zitiert werden, hatte Anthropic im Sommer 2022 gezielt auf ein frei zugängliches Digitalarchiv zugegriffen, dessen Betreiber nach eigenen Angaben bewusst gegen Urheberrecht verstießen. Ein Mitgründer des Unternehmens kommentierte den Zugang mit den Worten „Gerade rechtzeitig!!!“. Nachdem das reine Herunterladen der über sieben Millionen Bücher durch den zuständigen Richter William Alsup als Urheberrechtsverstoß gewertet worden war, verlegte sich Anthropic laut Gerichtsakten auf den physischen Ankauf von Büchern, um diese nach dem Scannen zu vernichten. Millionen Exemplare seien auf diese Weise bereits zu Altpapier verarbeitet worden.
Die Fälle reihen sich in eine globale Debatte über die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Training großer Sprachmodelle ein. In Russland haben Medienunternehmen, IT-Entwickler und Verwertungsgesellschaften nach Berichten der Wirtschaftszeitung Wedomosti die Staatsführung und die Regierungspartei aufgefordert, im geplanten KI-Gesetz verbindliche Lizenzierungsregeln für urheberrechtlich geschützte Werke zu verankern. Der derzeitige Entwurf würde es Entwicklern erlauben, faktisch jeden im Internet verfügbaren Inhalt ohne Zustimmung der Rechteinhaber zu nutzen. In den USA laufen unterdessen weitere Klagen von Autoren und Verlagen, die sich dem Vergleich nicht angeschlossen haben. Ein Termin für die Verhandlung der Patentklage der University of Tennessee steht noch nicht fest.
| Kontinentaleuropäische Presse | −0.80 | critical |
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| Russische & GUS-Presse | +0.70 | aligned |
| Lateinamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
| Südostasiatische Presse | +0.30 | aligned |
Anthropic hat bewusst gegen Urheberrechte verstoßen und sich dabei noch gefreut. Der Vergleich ist ein Eingeständnis, aber die Praxis muss gestoppt werden.
Durch die Zitierung interner Nachrichten wird der Eindruck erzeugt, dass das Unternehmen vorsätzlich handelte, was die moralische Verurteilung verstärkt.
Die Darstellung verschweigt, dass ein Gericht später entschied, dass das Training von KI auf Büchern als faire Nutzung gelten kann, was die rechtliche Grundlage des Vergleichs relativiert.
Anthropic reached a settlement without admitting guilt, and the court confirmed that training AI on books is fair use. This is a victory for the AI industry.
Emphasizing the court's fair use ruling makes the settlement appear not as a punishment but as a compromise favorable to Anthropic.
The mention that Anthropic deliberately used a pirate archive and that the founder celebrated it is absent.
The $1.5 billion settlement is a milestone, but it does not resolve the tension between AI innovation and copyright. Fair use is still being tested in the courts.
By presenting multiple angles (settlement, patents, opinion), the coverage suggests the issue is complex and without a definitive conclusion, avoiding taking sides.
Neither the internal Anthropic email about the deliberate use of a pirate archive nor the court ruling that considered AI training as fair use are mentioned.
The Anthropic settlement is a minor bump on the road to an AI-powered future. The real story is the unprecedented progress AI will bring in the next five years.
By framing the legal case as a mere detail within a larger narrative of inevitable progress, the article minimizes its significance and directs attention to optimistic forecasts.
The article omits all specifics of the Anthropic copyright case, including the $1.5 billion settlement, the allegations of deliberate infringement, and the fair use ruling, thereby avoiding any negative framing.
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