
Putin räumt Treibstoffmangel ein – Ukraine weitet Drohnenangriffe aus
Der russische Präsident bestätigt Versorgungsengpässe infolge ukrainischer Angriffe auf Raffinerien und kündigt Gegenmaßnahmen an, während Kiew die Schlagkraft der russischen Kriegsmaschinerie schwächen will.
Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Sonntag erstmals öffentlich eingeräumt, dass die wiederholten ukrainischen Drohnenangriffe auf Raffinerien und Öldepots zu Treibstoffengpässen im Land geführt haben. Vor hochrangigen Regierungsvertretern und Chefs der Ölindustrie sprach er von Warteschlangen an Tankstellen und nicht immer verfügbaren Benzinsorten. Zugleich kündigte er an, dass ein vollständiges Exportverbot für Diesel geprüft werde und die Produktion im Juli über dem Niveau des Vormonats liegen solle. Auf der 2014 annektierten Halbinsel Krim war bereits am Freitag der Notstand ausgerufen worden, nachdem Treibstoffverkäufe an Privatpersonen ausgesetzt und Stromabschaltungen verhängt werden mussten.
Aus Kiewer Sicht sind die Angriffe Teil einer systematischen Kampagne, um die finanzielle und logistische Basis der russischen Kriegführung zu treffen. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte Treffer auf die Raffinerie in Slawjansk am Kuban in der Region Krasnodar sowie auf eine Anlage in der Region Jaroslawl, rund 700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Die Slawjansker Anlage zählt mit einer Kapazität von etwa vier Millionen Tonnen Rohöl jährlich zu den wichtigsten Exportquellen für Ölprodukte über das Schwarze Meer. Westliche Militäranalysten verweisen darauf, dass die ausgeweiteten Langstreckenschläge die Treibstoffversorgung und den militärischen Nachschub Russlands spürbar beeinträchtigen und den Druck auf den Kreml erhöhen, sich auf Verhandlungen einzulassen.
Moskau wertet die Attacken hingegen als terroristische Akte, die den zivilen Sektor träfen, ohne den Frontverlauf entscheidend zu verändern. Putin versicherte auf einem Parteitag von „Einiges Russland“, die Sicherheit des Landes und die Unverletzlichkeit der Grenzen würden gewährleistet. Er stellte zudem einen Zusammenhang mit möglichen Gesprächen her: Russland werde der Ukraine nicht erlauben, durch die Angriffe günstige Verhandlungsbedingungen zu erzwingen. Gleichzeitig signalisierte er in einem Interview Gesprächsbereitschaft gegenüber Washington und erklärte, er erwarte die Ankunft amerikanischer Unterhändler in Moskau, sobald die „aktive Phase in der Iran-Frage“ abgeschlossen sei.
Die Treibstoffkrise weitet sich unterdessen auf zahlreiche Regionen aus. Nach Behördenangaben wurden in mindestens 17 Föderationssubjekten Verkaufsbeschränkungen für Benzin und Diesel verhängt, während private Betreiber vielerorts Lieferengpässe melden. Ein vollständiges Dieselausfuhrverbot, wie es Putin ins Spiel brachte, könnte die bereits angespannten globalen Kraftstoffmärkte zusätzlich belasten – etwa 40 Prozent der russischen Produktion gingen zuletzt in den Export. Die diplomatischen Bemühungen um eine Waffenruhe liegen derzeit brach; konkrete Schritte zu neuen Gesprächen sind nicht terminiert.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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The Indian and South Asian press reports Putin's admission of difficulties while emphasizing his commitment to overcome challenges. They frame the Ukrainian drone strikes as a serious threat that Putin is addressing with determination, portraying Russia as resilient despite acknowledging problems.
Continental European outlets highlight Putin's rare acknowledgment of fuel shortages and infrastructure damage, often juxtaposing his words with Ukraine's narrative of fair retaliation. The coverage conveys a sense of vulnerability in Russia's position, with a critical tone toward Moscow's handling of the war.
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