
Neun afrikanische Teams schreiben WM-Geschichte – 90 Prozent erreichen die K.-o.-Runde
So viele afrikanische Mannschaften wie nie zuvor stehen im Achtelfinale einer Weltmeisterschaft; Kap Verde, Marokko und Südafrika überraschten mit starken Leistungen.
Mit dem Ende der Gruppenphase der WM 2026 in Nordamerika ist ein historischer Moment für den afrikanischen Fußball besiegelt: Neun der zehn angetretenen Teams aus der Konföderation CAF haben sich für die K.-o.-Runde qualifiziert. Südafrika, Marokko, die Elfenbeinküste, Ägypten, Kap Verde, Senegal, Ghana, die DR Kongo und Algerien stehen unter den letzten 32 Mannschaften, einzig Tunesien scheiterte punkt- und sieglos. Nie zuvor war mehr als zwei afrikanischen Nationen in einem Turnier der Sprung über die Gruppenphase gelungen; nun sind es neun in einer einzigen Austragung. Die Qualifikation erfolgte teils als Gruppenzweite – so bei Marokko hinter Brasilien oder Ägypten hinter den USA –, teils über die neu geschaffene Wertung der acht besten Gruppendritten, von der auch Algerien nach einem 3:3 gegen Österreich profitierte.
Der Weg in die Endrunde war von bemerkenswerten Einzelleistungen geprägt. Kap Verde, der kleinste Staat, der jemals eine WM-K.-o.-Runde erreichte, trotzte als Debütant einem 0:0 gegen Europameister Spanien und einem 2:2 gegen Uruguay und zog ohne Niederlage weiter. Marokko, das als Halbfinalist von 2022 antrat, begann mit einem 1:1 gegen Brasilien und setzte sich danach gegen Schottland und Haiti durch. Südafrika revanchierte sich für eine Auftaktniederlage gegen Mexiko mit einem Remis gegen Tschechien und einem Sieg über Südkorea, wodurch Bafana Bafana erstmals die Gruppenphase überstand. Die DR Kongo sicherte sich mit einem 3:1 über Usbekistan den Achtelfinaleinzug, während Ghana ein torloses Remis gegen England gelang. Über den gesamten Kontinent hinweg dominierten disziplinierte Defensivarbeit und schnelle Umschaltmomente das Bild.
Der kollektive Erfolg wurzelt in strukturellen Faktoren. Von den 260 afrikanischen Spielern im Turnier sind 115 in Europa geboren und in den dortigen Nachwuchsakademien ausgebildet worden – Marokko zählt 19 Europa-Gebürtige, die DR Kongo 20, Kap Verde 14. Zugleich investieren viele afrikanische Verbände in eigene Infrastrukturen: Die Mohammed-VI.-Akademie in Marokko, die Right to Dream Academy in Ghana oder die General Foot im Senegal fördern gezielt Talente für den Export in europäische Spitzenligen. Die auf 48 Teams erweiterte WM bot zusätzliche Plätze, doch die Ergebnisse belegen eine gestiegene Wettbewerbsfähigkeit, die durch Punktgewinne gegen ehemalige Weltmeister untermauert wurde.
Im Achtelfinale treten die afrikanischen Vertreter nun gegen hochkarätige Gegner an. Marokko misst sich mit den Niederlanden, Kap Verde fordert Titelverteidiger Argentinien, Senegal begegnet Belgien und Ägypten kickt gegen Australien. Weitere Partien: DR Kongo gegen England, Ghana gegen Kolumbien, Elfenbeinküste gegen Norwegen und Algerien gegen die Schweiz. Südafrika eröffnet die K.-o.-Runde gegen Kanada. Die geografisch breite Verteilung der neun Teams auf den Turnierbaum nährt die Hoffnung, dass Afrika erstmals in der WM-Geschichte mehrere Viertelfinalisten stellen könnte.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | 0.00 | neutral |
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The list of qualifiers includes African teams, but does not comment on their performance.
Simple enumeration of objective facts (team list) avoids any interpretation, giving an impression of impartiality.
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The World Cup is ours: the stories that matter are those of our champions.
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