
Brasilien bezwingt Japan mit Tor in der 96. Minute und steht im Achtelfinale
Gabriel Martinelli erzielte in der fünften Minute der Nachspielzeit den Siegtreffer zum 2:1 gegen Japan und sicherte Brasilien den Einzug ins Achtelfinale der WM 2026.
Als die Verlängerung im NRG Stadium von Houston bereits unausweichlich schien, schlug Gabriel Martinelli in der 96. Minute zu. Der kurz zuvor eingewechselte Angreifer des FC Arsenal nahm einen präzisen Pass von Bruno Guimarães im Strafraum auf, umkurvte den japanischen Torhüter Zion Suzuki und schob den Ball ins lange Eck – der Pfosten half nach, doch der Treffer zählte. Es war der dramatische Schlusspunkt einer Partie, die Brasilien über weite Strecken dominierte, aber erst in den letzten Sekunden für sich entschied. Die brasilianischen Fans, die das Stadion in ein gelbes Meer verwandelt hatten, feierten die Erlösung, während die japanischen Anhänger fassungslos zurückblieben.
Dabei hatte Japan die Favoriten früh in Bedrängnis gebracht. Nach einem Fehlpass von Danilo im Spielaufbau eroberte Kaishu Sano in der 29. Minute den Ball, ließ den verwarnten Casemiro ins Leere laufen und traf mit einem platzierten Flachschuss aus gut zwanzig Metern zur überraschenden Führung. Brasilien, das bis dahin durch Matheus Cunha und Bruno Guimarães gute Möglichkeiten besaß, wirkte geschockt und fand im ersten Durchgang kein Mittel gegen die disziplinierte Defensive der Japaner. Carlo Ancelotti reagierte zur Pause, brachte Endrick für den angeschlagenen Lucas Paquetá und stellte auf ein 4-2-4 um. Der Druck wuchs: Casemiro köpfte in der 56. Minute nach einer Flanke von Gabriel Magalhães zum Ausgleich ein, nur zwei Minuten nachdem sein eigener Kopfball noch auf der Linie geklärt worden war. Vinícius Júnior, der zuvor kaum zur Geltung kam, setzte kurz darauf zu einem spektakulären Sololauf an, scheiterte aber am Pfosten.
Die Statistik unterstrich die brasilianische Überlegenheit: 20:5 Torschüsse, 618:249 angekommene Pässe und 64 Prozent Ballbesitz. Dennoch hielt Japan, das in der Gruppenphase gegen die Niederlande und Schweden unentschieden gespielt und Tunesien deklassiert hatte, dem Ansturm lange stand. Die Mannschaft von Hajime Moriyasu, die im Oktober 2025 noch einen 3:2-Testspielsieg gegen Brasilien gefeiert hatte, verteidigte mit großer Disziplin und setzte auf Konter. Doch die Kräfte schwanden, und ein Ballverlust von Ao Tanaka in der Nachspielzeit leitete den entscheidenden Angriff ein. Aus japanischer Sicht wiederholte sich ein schmerzhaftes Muster: Zum fünften Mal in der Geschichte scheiterte das Team in der ersten K.-o.-Runde einer Weltmeisterschaft.
Brasilianische Medien feierten Martinelli als „Helden des Volkes“, während europäische Beobachter die mangelnde Durchschlagskraft der Seleção kritisch anmerkten. Ancelotti hatte auf den Einsatz von Neymar verzichtet und setzte stattdessen auf die Joker Endrick und Martinelli – eine Entscheidung, die sich auszahlte. Der Sieg spülte zudem rund 11,5 Millionen Dollar an Preisgeldern in die Kassen des brasilianischen Verbandes. Im Achtelfinale trifft Brasilien am 5. Juli in New Jersey auf den Sieger der Partie zwischen der Elfenbeinküste und Norwegen. Japan verabschiedet sich erhobenen Hauptes, aber erneut ohne den ersehnten Triumph in einem K.-o.-Spiel.
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Brazil rejoices in the heroic comeback, with Vinícius Jr becoming a symbol of passion and resilience.
The narrative focuses on the player's personal story and a playful joke to create immediate national identification.
Southeast Asia observes the World Cup with an analytical eye, classifying results and commenting on defeats.
A sports-reporting tone is adopted, with lists and data, to maintain emotional distance.
The emotional narrative of Brazil's victory, present in Latin American media, is omitted.
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