
Nach Erdbeben in Venezuela: Maduro meldet sich aus US-Haft zu Wort
Bei zwei schweren Erdstößen kamen mindestens 164 Menschen ums Leben; der in New York inhaftierte frühere Staatschef ruft zur nationalen Einheit auf.
In der Nacht zum Donnerstag erschütterten zwei schwere Erdbeben Venezuela. Nach Angaben der amtierenden Präsidentin Delcy Rodríguez kamen mindestens 164 Menschen ums Leben, 971 weitere wurden verletzt. Die Beben der Stärke 7,2 und 7,5, die in geringer Tiefe von zehn Kilometern stattfanden, brachten im Bundesstaat La Guaira und im Großraum Caracas Gebäude zum Einsturz und führten zur vorübergehenden Schließung des internationalen Flughafens. Rodríguez erklärte La Guaira zum Katastrophengebiet; die Zahl der Opfer könne weiter steigen.
Aus der Haft in den Vereinigten Staaten richtete der frühere venezolanische Präsident Nicolás Maduro ein Schreiben an die Bevölkerung. Über die Plattform X rief er zu „maximaler Einheit, maximaler Solidarität und maximalem Handeln“ auf und forderte dazu auf, Kinder, Alte und Kranke zu schützen sowie die Rettungskräfte zu unterstützen. Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores waren am 3. Januar bei einer US-Militäroperation in Caracas festgenommen und nach New York gebracht worden. Dort müssen sie sich vor einem Bundesgericht unter anderem wegen des Vorwurfs des Drogenhandels und der Geldwäsche verantworten; beide haben auf nicht schuldig plädiert.
Internationale Hilfsangebote trafen umgehend ein. US-Präsident Donald Trump erklärte, sein Land sei „bereit, willens und fähig zu helfen“; ein Rettungsteam wurde angekündigt. Auch Russlands Präsident Wladimir Putin kondolierte und bot Unterstützung an. Mehrere lateinamerikanische Staaten, darunter Argentinien, Brasilien und Chile, sagten ebenfalls Hilfe zu. Die amtierende Regierung in Caracas steht vor der Herausforderung, die Rettungsarbeiten zu koordinieren; nach offiziellen Angaben sind bereits internationale UN-zertifizierte Bergungsteams auf dem Weg.
Die Erdbeben gelten als die schwersten in Venezuela seit mehr als einem Jahrhundert. Die Behörden rechnen mit weiteren Nachbeben; bislang wurden mehr als 30 registriert. Die Schadensbilanz ist vorläufig, viele Gebiete sind noch nicht vollständig zugänglich. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten dauern an.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Der ehemalige venezolanische Diktator, in einem Hochsicherheitsgefängnis in New York inhaftiert, brach nach den verheerenden Erdbeben sein Schweigen. Aus seiner Zelle verbreitete er eine Solidaritätsbotschaft und einen Aufruf zur nationalen Einheit, während die örtlichen Behörden über 160 Tote und Hunderte Verletzte zählen. Die regionale Presse gibt seine Worte mit kritischer Distanz wieder und betont den Gefangenenstatus des Ex-Präsidenten.
Venezuelas abgesetzter Präsident, in den USA inhaftiert, rief nach den schweren Erdbeben zu Ruhe und nationaler Einheit auf. In einer Nachricht in den sozialen Medien forderte er, niemanden allein zu lassen, und rief zur Unterstützung der Rettungskräfte auf. Nordische Medien berichten in einem gemäßigten Ton über das Ereignis und konzentrieren sich auf die unmittelbaren Folgen des Bebens und die Worte des gestürzten Führers.
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