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SportDienstag, 30. Juni 2026

Deutschland scheitert im Elfmeterschießen an Paraguay – DFB vertagt Nagelsmann-Entscheidung

Die deutsche Nationalmannschaft verliert im WM-Sechzehntelfinale erstmals ein Elfmeterschießen bei einer Weltmeisterschaft und erlebt das dritte frühe Turnier-Aus in Folge; der Verband kündigt eine gründliche Aufarbeitung an.

Mit dem Fehlschuss von Jonathan Tah endete in Foxborough eine deutsche Leidensgeschichte. Der Innenverteidiger setzte den sechsten Strafstoß über das Tor, Paraguay verwandelte durch José Canale zum 4:3 und stürzte den viermaligen Weltmeister in eine historische Krise. Zuvor hatte ein Tor von Julio Enciso kurz vor der Pause die Mannschaft von Gustavo Alfaro in Führung gebracht, Kai Havertz glich per Kopf aus. In der Verlängerung erkannte der marokkanische Schiedsrichter Jalal Jayed nach Videobeweis ein Kopfballtor von Tah wegen eines angeblichen Vergehens an Torhüter Orlando Gill ab – eine Entscheidung, die Bundestrainer Julian Nagelsmann als „lächerlich“ und Jürgen Klopp mit Verweis auf Arsenals Standardtore in der Premier League scharf kritisierte. Doch auch die eigene Leistung blieb blass: 75 Prozent Ballbesitz und 21 Torschüsse mündeten in zu wenig Durchschlagskraft, wie Nagelsmann einräumte.

Das Aus gegen den Außenseiter reiht sich ein in eine Serie von Enttäuschungen. Nach den Vorrundenpleiten 2018 und 2022 scheiterte die DFB-Elf nun in der ersten K.-o.-Runde – und das, obwohl sie erstmals seit dem Finale 2014 wieder ein WM-Ausscheidungsspiel bestritt. Deutsche Medien sprachen von einem „Fußball-Albtraum“ (Bild), einem „Fiasko“ (Der Spiegel) und einer „Demütigung“ (Süddeutsche Zeitung). Der frühere Nationalspieler Thomas Müller nannte den Auftritt „beschämend“, Jürgen Klinsmann empfand ihn als „lächerlich und blamabel“. In Südamerika hingegen feierte Paraguay den Coup als größten Erfolg seit dem Viertelfinaleinzug 2010; die Zeitung La Gaceta hob die „enorme Herzleistung“ des Teams hervor.

Die unmittelbare Folge ist eine offene Trainerfrage. Nagelsmann, dessen Vertrag bis 2028 läuft, erklärte: „Ich bin keiner, der wegläuft.“ DFB-Präsident Bernd Neuendorf kündigte jedoch an, man werde „nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“ und in den kommenden Tagen „gemeinsam und in Ruhe“ die Gründe für das Scheitern erörtern. Als möglicher Nachfolger wird öffentlich Jürgen Klopp gehandelt, der als TV-Experte bei MagentaTV arbeitet, jedoch betonte, es sei „nicht der Moment“, darüber zu sprechen. Zusätzlich belastet eine interne Kontroverse die Aufarbeitung: Laut Bild und Kicker soll Leon Goretzka es abgelehnt haben, als sechster Schütze anzutreten, woraufhin der unerfahrene Tah die Verantwortung übernehmen musste.

Für den Deutschen Fußball-Bund stellen sich nach dem dritten frühen WM-Aus strukturelle Fragen. Kapitän Joshua Kimmich räumte ein, man habe „gegen keinen Gegner auf Weltklasse-Niveau gespielt“ und sei „vollkommen verdient ausgeschieden“. Während die Bundesliga boomt, fehlt es der Nationalmannschaft an Breite und Konstanz. Der nächste Prüfstein wartet am 24. September mit dem Nations-League-Auftakt in den Niederlanden. Paraguay trifft im Achtelfinale auf den Sieger der Partie Frankreich gegen Schweden.

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Kontinentaleuropäische PresseLateinamerikanische Presse
Kontinentaleuropäische Presse/ DACH+
PragmatismusSkepsisAlarm

Der DFB vertagt die Entscheidung über Nagelsmanns Zukunft nach dem blamablen Aus. Die finanziellen Verluste werden beziffert, und über einen Nachfolger wird bereits spekuliert – Klopp gilt als Topkandidat. Die Krise des deutschen Fußballs erzwingt ein strategisches Umdenken mit Blick auf die EM 2028.

Lateinamerikanische Presse
SchadenfreudeIronieEmpörung

Das Ausscheiden Deutschlands wird als historisches Fiasko dargestellt, wobei die deutsche Presse Wörter wie Desaster und Schande verwendet. Nagelsmanns Bemerkung, dass eine Niederlage gegen Paraguay beweise, kein Spitzenteam zu sein, sorgt wegen ihrer Arroganz für Kontroversen. Der Ton ist von Schadenfreude über den Fall eines Giganten geprägt, während Paraguay als Überraschungsheld gefeiert wird.

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Dienstag, 30. Juni 2026

Deutschland scheitert im Elfmeterschießen an Paraguay – DFB vertagt Nagelsmann-Entscheidung

Die deutsche Nationalmannschaft verliert im WM-Sechzehntelfinale erstmals ein Elfmeterschießen bei einer Weltmeisterschaft und erlebt das dritte frühe Turnier-Aus in Folge; der Verband kündigt eine gründliche Aufarbeitung an.

Mit dem Fehlschuss von Jonathan Tah endete in Foxborough eine deutsche Leidensgeschichte. Der Innenverteidiger setzte den sechsten Strafstoß über das Tor, Paraguay verwandelte durch José Canale zum 4:3 und stürzte den viermaligen Weltmeister in eine historische Krise. Zuvor hatte ein Tor von Julio Enciso kurz vor der Pause die Mannschaft von Gustavo Alfaro in Führung gebracht, Kai Havertz glich per Kopf aus. In der Verlängerung erkannte der marokkanische Schiedsrichter Jalal Jayed nach Videobeweis ein Kopfballtor von Tah wegen eines angeblichen Vergehens an Torhüter Orlando Gill ab – eine Entscheidung, die Bundestrainer Julian Nagelsmann als „lächerlich“ und Jürgen Klopp mit Verweis auf Arsenals Standardtore in der Premier League scharf kritisierte. Doch auch die eigene Leistung blieb blass: 75 Prozent Ballbesitz und 21 Torschüsse mündeten in zu wenig Durchschlagskraft, wie Nagelsmann einräumte.

Das Aus gegen den Außenseiter reiht sich ein in eine Serie von Enttäuschungen. Nach den Vorrundenpleiten 2018 und 2022 scheiterte die DFB-Elf nun in der ersten K.-o.-Runde – und das, obwohl sie erstmals seit dem Finale 2014 wieder ein WM-Ausscheidungsspiel bestritt. Deutsche Medien sprachen von einem „Fußball-Albtraum“ (Bild), einem „Fiasko“ (Der Spiegel) und einer „Demütigung“ (Süddeutsche Zeitung). Der frühere Nationalspieler Thomas Müller nannte den Auftritt „beschämend“, Jürgen Klinsmann empfand ihn als „lächerlich und blamabel“. In Südamerika hingegen feierte Paraguay den Coup als größten Erfolg seit dem Viertelfinaleinzug 2010; die Zeitung La Gaceta hob die „enorme Herzleistung“ des Teams hervor.

Die unmittelbare Folge ist eine offene Trainerfrage. Nagelsmann, dessen Vertrag bis 2028 läuft, erklärte: „Ich bin keiner, der wegläuft.“ DFB-Präsident Bernd Neuendorf kündigte jedoch an, man werde „nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“ und in den kommenden Tagen „gemeinsam und in Ruhe“ die Gründe für das Scheitern erörtern. Als möglicher Nachfolger wird öffentlich Jürgen Klopp gehandelt, der als TV-Experte bei MagentaTV arbeitet, jedoch betonte, es sei „nicht der Moment“, darüber zu sprechen. Zusätzlich belastet eine interne Kontroverse die Aufarbeitung: Laut Bild und Kicker soll Leon Goretzka es abgelehnt haben, als sechster Schütze anzutreten, woraufhin der unerfahrene Tah die Verantwortung übernehmen musste.

Für den Deutschen Fußball-Bund stellen sich nach dem dritten frühen WM-Aus strukturelle Fragen. Kapitän Joshua Kimmich räumte ein, man habe „gegen keinen Gegner auf Weltklasse-Niveau gespielt“ und sei „vollkommen verdient ausgeschieden“. Während die Bundesliga boomt, fehlt es der Nationalmannschaft an Breite und Konstanz. Der nächste Prüfstein wartet am 24. September mit dem Nations-League-Auftakt in den Niederlanden. Paraguay trifft im Achtelfinale auf den Sieger der Partie Frankreich gegen Schweden.

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Der DFB vertagt die Entscheidung über Nagelsmanns Zukunft nach dem blamablen Aus. Die finanziellen Verluste werden beziffert, und über einen Nachfolger wird bereits spekuliert – Klopp gilt als Topkandidat. Die Krise des deutschen Fußballs erzwingt ein strategisches Umdenken mit Blick auf die EM 2028.

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Das Ausscheiden Deutschlands wird als historisches Fiasko dargestellt, wobei die deutsche Presse Wörter wie Desaster und Schande verwendet. Nagelsmanns Bemerkung, dass eine Niederlage gegen Paraguay beweise, kein Spitzenteam zu sein, sorgt wegen ihrer Arroganz für Kontroversen. Der Ton ist von Schadenfreude über den Fall eines Giganten geprägt, während Paraguay als Überraschungsheld gefeiert wird.

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