
Englands 3:2 im Azteca: Kane verliert nach Wonderwall-Gesängen die Stimme
Nach einem dramatischen Achtelfinale gegen Mexiko feierten die englischen Spieler mit den Fans den Oasis-Klassiker – der Kapitän büßte dabei seine Stimme ein.
England hat das Achtelfinale der Weltmeisterschaft 2026 im legendären Azteca-Stadion von Mexiko-Stadt mit 3:2 gewonnen und damit den ersten Sieg einer europäischen Mannschaft in diesem Stadion bei einer WM-Endrunde errungen. Jude Bellingham brachte die Mannschaft von Thomas Tuchel mit einem Doppelschlag binnen 98 Sekunden (36. und 38. Minute) in Führung, ehe Julián Quiñones kurz vor der Pause verkürzte. Harry Kane stellte per Strafstoß in der 60. Minute auf 3:1, doch Raúl Jiménez verwandelte seinerseits einen Foulelfmeter zum 3:2 (69.).
Die Partie kippte in der 54. Minute, als Jarell Quansah nach einem VAR-Eingriff wegen eines groben Fouls an Jesús Gallardo die Rote Karte sah. England agierte fortan in Unterzahl und überstand eine elfminütige Nachspielzeit, in der Mexiko wiederholt den Ausgleich suchte. Kane kritisierte anschließend die Schiedsrichterleistung: „Der Schiedsrichter hat viel gegen uns gepfiffen, aber am Ende war es egal.“ Aus mexikanischer Perspektive würdigte Bellingham den Gegner: „Mexiko war ein sehr, sehr starkes Team, sie spielen mit viel Herz.“
Nach dem Abpfiff versammelten sich die englischen Spieler vor dem Gästeblock und stimmten gemeinsam mit den Anhängern „Wonderwall“ von Oasis an – jenes Lied, das unter Tuchel zur inoffiziellen Hymne der Three Lions geworden ist. Harry Kane, der zuvor seinen sechsten Turniertreffer erzielt und mit 14 WM-Toren den Landesrekord von Gary Lineker überboten hatte, sang so ausgiebig mit, dass er für das anschließende Fernsehinterview kaum noch sprechen konnte. Mit brüchiger, hoher Stimme sagte er: „Ich habe meine Stimme verloren. Es war ein verrücktes Spiel, wir mussten kämpfen und einen Weg finden.“ Das Video verbreitete sich weltweit viral; Oasis-Sänger Liam Gallagher kommentierte auf X: „Es ist harte Arbeit, dieses Singen, Harry Kane. Auf geht’s, England, auf geht’s, Wonderwall.“
Gallagher hatte vor der Partie einen 5:0-Sieg Englands vorhergesagt und sich einen Wortwechsel mit dem mexikanischen Sänger Fher Olvera von Maná geliefert. Nach dem Spiel reagierte er auf kritische Stimmen aus Mexiko mit knappen Bemerkungen wie „Hör auf zu weinen“ und feierte den Erfolg. Aus Washington meldete sich Präsident Donald Trump zu Wort und nannte Kane auf Truth Social einen „großartigen Spieler“.
Für England war es der erste Auftritt im Azteca seit der legendären Viertelfinalniederlage gegen Argentinien 1986. Nun trifft das Team am 11. Juli in Miami im Viertelfinale auf Norwegen um Erling Haaland, der zuvor Brasilien aus dem Turnier genommen hatte. Die medizinische Abteilung sorgte sich unterdessen um Jordan Henderson, der beim Jubeln über eine Werbebande gestürzt war und ins Krankenhaus gebracht wurde.
| Lateinamerikanische Presse | −0.70 | critical |
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| Atlantische / angloamerikanische Presse | +0.90 | aligned |
| Indische & südasiatische Presse | +0.80 | aligned |
Die Schiedsrichter haben Mexiko um ein faires Ergebnis betrogen. Kanes Elfmeter war fragwürdig und seine Beschwerden sind heuchlerisch. Mexiko hat Besseres verdient.
Indem der Fokus auf bestimmte umstrittene Entscheidungen gelegt wird und emotionale Sprache wie 'explodiert' und 'leidvoll' verwendet wird, erzeugt die Erzählung ein Gefühl von Ungerechtigkeit und Opferrolle, wodurch die Schiedsrichterei zum zentralen Thema wird, anstatt Englands Leistung.
Der Block lässt aus, dass England eine Zeit lang mit zehn Mann spielte und trotzdem gewann, und dass der Elfmeter weithin als legitim galt. Er lässt auch die freudige Feier und Kanes lustiges Interview aus, die in anderen Blöcken zentral sind.
Was für eine Nacht! Kanes Interview war reines Gold – er konnte nach dem Singen von Wonderwall nicht einmal sprechen. Das ist das beste Interview aller Zeiten, ein Moment purer Freude für England.
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