
Mexiko: Frist für Handy-Registrierung endet am 30. Juni – Banken warnen vor möglichen Einschränkungen
Während die Regierung auf Kriminalitätsbekämpfung verweist, hat ein Gericht die Erfassung biometrischer Daten gestoppt; die Auswirkungen auf mobile Bankgeschäfte bleiben ungewiss.
In Mexiko endet am 30. Juni die gesetzliche Frist zur Registrierung sämtlicher Mobilfunknummern. Nutzer, die ihre Leitung nicht mit einem amtlichen Ausweis verknüpft haben, müssen mit der Sperrung mobiler Datendienste rechnen. Dies könnte den Zugang zu Bankanwendungen beeinträchtigen, die für Überweisungen und Authentifizierung zunehmend auf das Smartphone angewiesen sind. Parallel treibt die Zentralbank Banxico die Digitalisierung des Zahlungsverkehrs voran: Neue Regeln verpflichten Institute bis zum 14. Dezember, Überweisungsoberflächen in ihren Apps zu vereinheitlichen und so Instrumente wie SPEI und CoDi zu stärken.
Die Verbraucherschutzbehörde Condusef empfiehlt, die Registrierung nicht aufzuschieben, um Unterbrechungen bei Finanzdienstleistungen zu vermeiden. BBVA México teilte mit, die App bleibe auch ohne registrierte Leitung funktionsfähig, sofern eine Internetverbindung – notfalls per WLAN – bestehe; allerdings seien Erstaktivierung und Gerätewechsel auf SMS oder Anrufe angewiesen. Das Finanzministerium prüft laut Regierungskreisen eine Verlängerung der Frist, um einen Ansturm auf die Registrierungsstellen zu vermeiden.
Rechtliche Unsicherheit besteht fort. Ein Bundesgericht im Bundesstaat México gewährte einer Klägerin einstweiligen Rechtsschutz gegen die Erfassung biometrischer Daten im Registrierungsprozess. Die Richter argumentierten, die angeblich freiwillige Preisgabe von Fingerabdrücken oder Gesichtsbildern sei faktisch obligatorisch, da ohne sie der Zugang zu essenziellen Diensten verwehrt werde. Sie verwiesen auf Richtlinien der Telekom-Regulierungsbehörde, die es Anbietern untersagen, biometrische Daten zu speichern. Der Oberste Gerichtshof hatte bereits 2022 das umfassendere nationale Mobilfunknutzer-Register (PANAUT) für verfassungswidrig erklärt, weil es eine unverhältnismäßige Massenüberwachung bedeutet hätte. Die aktuelle Registrierungspflicht verlangt formal keine Biometrie, doch in der Praxis fordern manche Anbieter sie dennoch.
Die einstweilige Verfügung schützt nur die Antragstellerin; ein Grundsatzurteil steht aus. Sollte die Frist nicht verlängert werden, droht Millionen Nutzern die Abschaltung mobiler Daten – mit Folgen für eine Bevölkerung, die Bankgeschäfte zunehmend digital erledigt. Während in Mexiko die Registrierungspflicht für Unsicherheit sorgt, ziehen andere Länder der Region wie Kolumbien neue Digitalbanken an, begünstigt durch hohe Smartphone-Durchdringung und pragmatische Regulierung. Beobachter in Mexiko-Stadt erwarten, dass die Regierung angesichts der rechtlichen und praktischen Hürden den Stichtag erneut verschieben könnte.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die Frist zum 30. Juni für die Registrierung von Mobilfunknummern in Mexiko sorgt bei Nutzern des Mobile Banking für Unruhe, da die Verbraucherschutzbehörde vor möglichen Sperren warnt. Obwohl die Maßnahme gesetzlich vorgeschrieben ist, haben Gerichte einstweilige Verfügungen gegen die Erhebung biometrischer Daten erlassen, was die Verwirrung verstärkt. Gleichzeitig passt die Zentralbank die Regeln für digitale Zahlungen an, um die finanzielle Inklusion zu fördern.
Die Frist zum 30. Juni für die Registrierung von Mobilfunknummern in Mexiko hat eine Welle der Empörung über Privatsphäre und staatliche Überwachung ausgelöst, da Nutzer gezwungen sind, biometrische Daten preiszugeben, um Banking-Apps weiter nutzen zu können. Kritiker verurteilen die Vorschrift als Machtmissbrauch, der einen gefährlichen Präzedenzfall für digitale Rechte schaffen könnte, während Gerichte die Erfassung von Fingerabdrücken bereits gestoppt haben. Der Schritt droht, Millionen vom Finanzdienstleistungen auszuschließen, wenn sie nicht nachkommen.
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