
Frau stirbt bei Bootsüberfahrt im Ärmelkanal – weitere Todesfälle in Libyen, Brasilien, Israel und Iran
Am Wochenende kam es zu mehreren tödlichen Vorfällen: Im Ärmelkanal starb eine Migrantin, vor Libyen wurden Leichen angespült, und in drei Ländern ermitteln die Behörden wegen mutmaßlicher Tötungsdelikte.
Eine Frau ist am vergangenen Samstag bei der versuchten Überquerung des Ärmelkanals ums Leben gekommen. Das britische Innenministerium erklärte, dass die Grenzschutzbehörde das Schlauchboot in britischen Gewässern abgefangen habe und die Migrantin bereits bewusstlos gewesen sei. Am Hafen von Dover wurde sie für tot erklärt. Der Vorfall verdeutlicht nach Behördenangaben die Gefahren der irregulären Überfahrten; die Regierung in London kooperiert mit Frankreich, um solche Unternehmungen zu unterbinden.
Vor der ostlibyschen Küste entdeckten Rettungskräfte in der vergangenen Woche die Leichen von mindestens 15 Migranten, unter ihnen ein Mädchen. Sicherheits- und Marinequellen in Tobruk berichten, dass ein Boot mit rund 61 Insassen gekentert sei. Zehn Menschen hätten überlebt. Die stark verwesten Leichen wurden an verschiedenen Abschnitten der Küste angespült; die Behörden schließen nicht aus, dass weitere Tote gefunden werden.
Im brasilianischen Bundesstaat Paraná nahm die Polizei eine 29-jährige Frau unter dem Verdacht fest, ihren 32-jährigen Ehemann getötet zu haben. Der Fall war zunächst als Suizid gemeldet worden, doch die Ermittler stießen auf Unstimmigkeiten, so die Zivilpolizei von Paraná. In der israelischen Stadt Aschdod fanden Rettungskräfte am Sonntag eine 60-jährige Frau tot in ihrer Wohnung; ihr 65-jähriger Ehemann wurde mit Schnittverletzungen ins Krankenhaus gebracht und gilt als tatverdächtig. Im iranischen Yazd gestand ein 24-Jähriger, seine 20-jährige Ehefrau getötet zu haben. Er hatte anfangs einen Treppensturz als Todesursache angegeben.
Die Ermittlungen in allen Fällen dauern an; zu den Hintergründen machten die Behörden zunächst keine weiteren Angaben.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Der Tod einer Migrantin im Ärmelkanal verdeutlicht die anhaltende Migrationskrise und die Gefährlichkeit dieser Überfahrten. Britische Beamte betonen die Tragödie und bekräftigen die Bemühungen, diese Bootsfahrten zu stoppen.
Die Leichen von mindestens 15 Migranten wurden an der libyschen Küste angespült, nachdem ihr Boot gekentert war; Überlebende sagen, dass das Schiff 61 Personen an Bord hatte. Die Behörden warnen, dass noch weitere Leichen gefunden werden könnten.
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