
Manchester United bestätigt Standort für neues 100.000-Zuschauer-Stadion – und plant Namensrechte
Während der Transfermarkt Rückschläge bringt, treibt der Klub sein Zwei-Milliarden-Projekt voran und setzt auf Einnahmen durch einen Namenssponsor.
Manchester United hat den genauen Standort für sein neues Stadion bekannt gegeben. Das 100.000 Zuschauer fassende Bauwerk soll rund 350 Meter nordwestlich des heutigen Old Trafford auf einem 25 Hektar großen dreieckigen Grundstück entstehen, das der Klub kürzlich erworben hat. Die Veröffentlichung des Masterplans für das Trafford Wharfside-Areal markiert einen weiteren Schritt in dem von Miteigentümer Sir Jim Ratcliffe angestoßenen Projekt, das mit Kosten von etwa zwei Milliarden Pfund veranschlagt wird. Während der Bauphase will der Klub weiterhin im alten Stadion spielen; eine Entscheidung über dessen Zukunft – Abriss oder Verkleinerung auf 30.000 Plätze für Frauen- und Akademiemannschaften – steht noch aus.
Das Stadion ist Kernstück eines umfassenden Stadtentwicklungsprojekts, das nach Angaben des Klubs und der lokalen Behörden 15.000 neue Wohnungen, darunter bezahlbaren Wohnraum, sowie 48.000 Arbeitsplätze in der Region schaffen und jährlich 7,3 Milliarden Pfund zur britischen Wirtschaft beitragen soll. Um die Finanzierung zu stemmen, prüft Manchester United ausdrücklich den Verkauf von Namensrechten an der Arena. Collette Roche, Chefin der Stadionentwicklungsgesellschaft, sprach von einem „Sanity, not Vanity“-Ansatz: Erschwingliche Ticketpreise blieben zentral, doch müssten dafür neue Einnahmequellen erschlossen werden. Der Klub ist mit über 1,3 Milliarden Pfund verschuldet; die Refinanzierung im vergangenen Monat erhöhte die jährlichen Zinszahlungen Schätzungen zufolge auf 50 Millionen Pfund.
Sportlich musste der Klub unterdessen einen Rückschlag hinnehmen. Der französische Mittelfeldspieler Aurélien Tchouaméni, den Trainer Michael Carrick als Verstärkung für das defensive Mittelfeld auserkoren hatte, verlängerte seinen Vertrag bei Real Madrid bis 2031. Wie aus Madrid verlautet, war der spanische Rekordmeister nie bereit, den 26-Jährigen abzugeben; zudem scheiterte Manchester United an den hohen Gehaltsforderungen. Dagegen zeichnet sich die Rückkehr von Marcus Rashford ab. Der englische Nationalstürmer, der nach einer Leihe zu Aston Villa und zum FC Barcelona zwischenzeitlich keine Zukunft mehr unter dem inzwischen entlassenen Ruben Amorim hatte, soll unter Carrick eine neue Chance erhalten. Der 28-Jährige wird nach der Weltmeisterschaft in den Kader zurückkehren und nach einer dreiwöchigen Pause in die Saisonvorbereitung einsteigen.
Die Entwürfe für das Stadion, mit denen das Architekturbüro Foster + Partners beauftragt ist, sollen in den kommenden Monaten mit den Fans abgestimmt werden. Erste konkrete Visualisierungen werden für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet. Mit einer Kapazität von 100.000 Plätzen würde die neue Arena das Wembley-Stadion als größtes Stadion des Vereinigten Königreichs ablösen und wäre nach dem Camp Nou in Barcelona das zweitgrößte Vereinsstadion Europas. Die Klubführung betont, dass Atmosphäre, Erschwinglichkeit und Zugänglichkeit im Mittelpunkt der Planungen stünden. Der Baubeginn ist noch nicht terminiert, doch die Sicherung des Grundstücks und die Vorlage des Masterplans lassen das Vorhaben konkreter werden.
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Das neue Stadion ist eine vernünftige Investition, die die lokale Wirtschaft ankurbeln und Chancen schaffen wird. Manchester United plant verantwortungsbewusst.
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