
Mac Allister beschwört Maradonas Geist vor WM-Halbfinale gegen England
Vor dem ersten WM-Duell seit 2002 ruft Argentiniens Mittelfeldspieler die Erinnerung an 1986 wach – und verweist auf die Einzigartigkeit von Messi.
Zwei Tage vor dem Halbfinale der Weltmeisterschaft 2026 in Atlanta hat der argentinische Mittelfeldspieler Alexis Mac Allister seine Mannschaft aufgerufen, sich an Diego Maradona zu orientieren. „Diego bedeutet dem Land so viel, und ich hoffe, wir können etwas Ähnliches erreichen wie sie 1986“, sagte der 27-Jährige vor dem Aufeinandertreffen mit England. In den vergangenen Tagen seien ihm immer wieder Videos des legendären Viertelfinalspiels von Mexiko begegnet, in dem Maradona mit der „Hand Gottes“ und einem Jahrhunderttor den 2:1-Sieg erzwang. Mac Allister, dessen Vater Carlos einst an der Seite Maradonas für Argentinien und Boca Juniors spielte, räumte ein: „Es ist praktisch unmöglich, diese Dinge zu tun – vielleicht kann das nur Leo.“
Die Begegnung ist die erste zwischen beiden Nationen bei einer Weltmeisterschaft seit 2002 und schreibt eine Rivalität fort, die weit über den Sport hinausreicht. In argentinischen Medien wird der Halbfinalgegner auch vor dem Hintergrund des ungelösten Souveränitätsstreits um die Falklandinseln betrachtet. Die Sicherheitsbehörden in Atlanta untersagten das Mitführen von Fahnen oder Transparenten mit politischen Botschaften ins Stadion; erstmals bei diesem Turnier werden die Fanlager getrennte Eingänge nutzen. Das argentinische Sicherheitsministerium sprach von 1600 eingesetzten Kräften, die Polizei von Atlanta kündigte verstärkte Maßnahmen im gesamten Stadtgebiet an.
Aus sportlicher Sicht treffen in Atlanta der amtierende Weltmeister und ein englischer Kader aufeinander, der in den bisherigen Partien des Turniers nicht die gewohnte Intensität der Premier League erreicht hat. Mac Allister vermutete klimatische Gründe, betonte aber den Respekt vor dem Gegner. Sein Mannschaftskollege Rodrigo de Paul sprach von „viel Adrenalin und Glück“ angesichts solcher Spiele und wertete das Erreichen des Halbfinals als großen Erfolg, fügte jedoch hinzu: „Wir wollen mehr, das ist unsere Mentalität.“ Argentinien hatte in den K.o.-Runden dreimal Verlängerungen oder späte Wendungen benötigt, zuletzt gegen die Schweiz und zuvor gegen Kap Verde und Ägypten.
In englischen Medien wird die Partie als Chance gesehen, sechzig Jahre nach dem einzigen WM-Titel 1966 wieder in ein Finale einzuziehen. Die Erinnerung an Maradonas Handtor von 1986 ist dort bis heute schmerzhaft präsent, während in Südamerika die Hoffnung auf Lionel Messi ruht. Der 39-Jährige hat mit acht Treffern maßgeblichen Anteil am argentinischen Weg ins Halbfinale und wird von jüngeren Spielern wie Julián Álvarez unterstützt, der im Viertelfinale das entscheidende Tor erzielte. Beobachter in Jakarta und Dubai heben hervor, dass Messi als Einziger an die Ausnahmestellung Maradonas heranreichen könne.
Der Sieger der Partie trifft im Endspiel auf Spanien. Für Argentinien geht es um die dritte Finalteilnahme bei den vergangenen vier Weltmeisterschaften und die Chance, als erste Mannschaft seit Brasilien 1962 den Titel zu verteidigen. England hingegen will die seit 1966 währende Durststrecke beenden und erstmals ein WM-Finale außerhalb des eigenen Landes erreichen.
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Sub-Saharan Africa frames the semi-final as an event laden with political history, but maintains a detached tone.
Uses historical contextualization to explain the intensity of the rivalry, without taking sides.
Does not report the emotional statements of Argentine players expressing national pride, limiting itself to citing Mac Allister's call.
Latin America identifies with the Argentine cause, celebrating national pride and historical revenge against England.
Uses emotional language and references to the Falklands War to create a sense of unity and revenge.
Does not mention English perspectives or the possibility of defeat, focusing exclusively on the heroic Argentine narrative.
The Arab Gulf presents the match as an epic confrontation between two nations with a complex history, offering a balanced perspective.
Balances the narratives of both sides, including both Maradona's legacy and England's long wait, to create a neutral account.
Does not delve into current political tensions over the Falklands, limiting mention to historical context.
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