
Kolumbien bezwingt Kongo 1:0 – Lumumba Vea erstmals als lebende Statue im Stadion
Der kongolesische Fan Michel Kuka Mboladinga, der als Hommage an Patrice Lumumba regungslos verharrt, feierte nach überstandener Ebola-Quarantäne sein WM-Debüt in Guadalajara.
Mit einem knappen 1:0-Sieg gegen die Demokratische Republik Kongo sicherte sich Kolumbien in Guadalajara den vorzeitigen Einzug in die K.-o.-Runde der Weltmeisterschaft 2026. Während die kolumbianischen Anhänger in überwältigender Zahl die Ränge des Estadio Akron in ein gelbes Meer verwandelten, richteten sich die Blicke immer wieder auf eine einzelne, reglose Gestalt hinter der kongolesischen Bank: Michel Kuka Mboladinga, besser bekannt als „Lumumba Vea“, war nach überstandener Quarantäne endlich am Ort des Geschehens angelangt.\n\nDer 49-Jährige, der während der gesamten Spielzeit mit erhobenem rechten Arm auf einem Podest verharrt, hatte das Auftaktspiel seiner Mannschaft gegen Portugal (1:1) noch verpasst. Grund waren die von den US-Behörden verhängten Reisebeschränkungen für Personen, die sich zuvor in der DR Kongo aufgehalten hatten – eine Maßnahme infolge eines Ebola-Ausbruchs mit mehr als tausend Infizierten. In Guadalajara empfing ihn das Publikum mit Ovationen. Sein Anzug in den Nationalfarben Rot, Gelb und Blau sowie die starre Pose sind einer Statue des 1961 ermordeten ersten Premierministers Patrice Lumumba in Kinshasa nachempfunden. „Ich stehe regungslos da, weil ich glaube, dass das der Mannschaft emotionale Ausdauer verleiht“, hatte Mboladinga dem Wall Street Journal gesagt. Der kongolesische Verband betrachtet ihn als nationales Symbol der Widerstandskraft und übernimmt während des Turniers sämtliche Kosten.\n\nAuf dem Rasen gelang Kolumbien der entscheidende Treffer, ohne dass die Quellen den Torschützen benennen. Die kongolesische Auswahl, die erstmals seit 52 Jahren wieder an einer WM-Endrunde teilnimmt, vermochte dem Druck der Südamerikaner nicht standzuhalten. Lumumba Vea blieb derweil seiner Disziplin treu: Nur in der Halbzeitpause gönnte er sich eine Unterbrechung, ehe er mit dem Wiederanpfiff erneut zur lebenden Statue erstarrte. Nach dem Abpfiff drängten zahlreiche Zuschauer herbei, um ein Foto mit dem mittlerweile weltweit bekannten Fan zu ergattern.\n\nFür Kolumbien bedeutet der zweite Sieg im zweiten Gruppenspiel das sichere Ticket für das Achtelfinale. Die DR Kongo hingegen, die nach dem Remis gegen Portugal nun bei einem Punkt verharrt, muss im abschließenden Gruppenspiel gegen Usbekistan in Atlanta gewinnen, um die Chance auf ein Weiterkommen zu wahren. Lumumba Vea wird dann erneut auf seinem Podest stehen – als stummer, aber weithin sichtbarer Ausdruck kongolesischer Identität in einem sportlich prekären Moment.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Der berühmteste Fan der DR Kongo, Michel Kuka Mboladinga, bekannt als 'Lumumba Vea', gab nach verpasstem Auftaktspiel wegen Ebola-Quarantäne endlich sein WM-Debüt in Guadalajara. Seine stoische Pose mit erhobenem rechten Arm als Hommage an Nationalheld Patrice Lumumba elektrisierte das Publikum und die sozialen Medien. Er gilt als Glücksbringer für das Team.
Der 'Statuen-Fan' der Demokratischen Republik Kongo erschien nach dem Verpassen des Auftaktspiels wegen der von US-Behörden verhängten präventiven Isolation im Zusammenhang mit der Ebola-Epidemie auf den Rängen gegen Kolumbien. Seine regungslose Pose mit erhobenem rechten Arm ist eine Hommage an Patrice Lumumba, den ersten Premierminister und Unabhängigkeitshelden, der 1961 ermordet wurde. Kongos Rückkehr zur WM nach 52 Jahren erhält so eine symbolische Dimension.
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