
KI-getriebene Tech-Verluste erschüttern Weltbörsen – Nasdaq verliert über 6 Prozent
Steigende Chipkosten, ein verschobener OpenAI-Börsengang und Inflationssorgen lösen eine Verkaufswelle bei Technologiewerten aus, die von Seoul bis New York spürbar ist.
Die technologieorientierte Nasdaq verzeichnete in der abgelaufenen Woche einen Rückgang von mehr als 6 Prozent gegenüber ihrem Rekordhoch vom 2. Juni. In Seoul fiel der Kospi am Freitag um 5,8 Prozent und löste einen Circuit Breaker aus, der den Handel für 20 Minuten unterbrach. Auch der deutsche Leitindex DAX gab um 1,29 Prozent nach, belastet von Technologiewerten wie Infineon und STMicroelectronics, die über 4 Prozent einbüßten. Auslöser war eine breite Verkaufswelle bei Unternehmen, die mit künstlicher Intelligenz in Verbindung stehen.
Im Zentrum der Verwerfungen stehen steigende Kosten in der Lieferkette. Apple erhöhte die Preise für MacBooks und iPads deutlich und verwies auf die drastisch gestiegenen Preise für Speicher- und Storage-Chips. Microsoft zog bei der Xbox nach. Diese Schritte nährten an der Wall Street die Sorge, dass die höheren Endkundenpreise die Nachfrage dämpfen und zugleich inflationär wirken könnten. Gleichzeitig dämpfte ein Bericht der New York Times die Stimmung, wonach OpenAI seinen Börsengang auf 2027 verschieben könnte, da die jüngste Volatilität die angestrebte Bewertung von einer Billion Dollar gefährde. Die Aktie des OpenAI-Großinvestors SoftBank stürzte in Tokio um 13 Prozent ab.
Die Kursverluste trafen vor allem Halbleiterhersteller. Der Philadelphia Semiconductor Index verlor in der Spitze 4,7 Prozent, angeführt von Micron Technology, die trotz eines starken Quartalsberichts um über 6 Prozent nachgaben. Aus Washingtoner Sicht bleibt der Inflationsdruck ein Thema: Die US-Inflation stieg im Mai auf über 4 Prozent, was die Möglichkeit einer weiteren Zinserhöhung der Federal Reserve offen hält. Händler preisen laut LSEG-Daten eine Zinsanhebung um 25 Basispunkte sowie eine Wahrscheinlichkeit von 27 Prozent für einen weiteren Schritt bis zum Jahresende ein. Entlastung kam von den Ölpreisen, die um über 3 Prozent fielen, nachdem Saudi Aramco die Verladungen am Terminal Ras Tanura wieder aufnahm und die Schifffahrt durch die Straße von Hormus trotz eines Angriffs auf ein Containerschiff fortgesetzt wurde.
In Europa und den USA zeigte sich eine Rotation aus Technologiewerten in defensive Sektoren. Der Stoxx Europe 600 beendete die Woche nahezu unverändert, da Gewinne bei Basiskonsumgütern und Gesundheitswerten die Technologieverluste ausglichen. In Frankfurt fielen Zalando um 6,32 Prozent, nachdem die Bundesregierung eine Untersuchung der Bilanzen des Onlinehändlers eingeleitet hatte. Marktbeobachter wie David Stubbs von AlphaCore Wealth Advisory warnten, dass Fragen zur Profitabilität der massiven KI-Investitionen nicht verschwinden würden. Die nächste Wegmarke ist die beginnende Berichtssaison, von der sich Anleger positive Katalysatoren erhoffen, sowie die geldpolitischen Entscheidungen der großen Zentralbanken.
| Atlantische / angloamerikanische Presse | −0.30 | critical |
|---|---|---|
| Lateinamerikanische Presse | −0.50 | critical |
| Arabische Golfpresse | −0.30 | critical |
The US stock market corrects after an excessive rally, but global trade tensions remain the real risk.
Presents the correction as healthy, but emphasizes macroeconomic uncertainties to justify caution.
Nasdaq volatility directly hits Latin America, threatening investments and growth.
Links the Nasdaq drop to capital flight from the region, using local data to make the threat concrete.
Gulf markets feel the tech sell-off, but economic diversification provides a buffer.
Acknowledges the impact but relativizes it, highlighting the region's resilience through diversification.
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