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Kanadas erster WM-Sieg – und der Schock um Ismaël Koné

Ein historisches 6:0 gegen Katar wird von einer schweren Beinverletzung des Mittelfeldspielers überschattet, die das Turnier für den Sassuolo-Profi beendet.

Es war der Moment, der die ausgelassene Stimmung im BC Place von Vancouver schlagartig einfrieren ließ. In der 51. Minute, beim Stand von 3:0 für den Co-Gastgeber Kanada, traf der katarische Mittelfeldspieler Assim Madibo seinen Gegenspieler Ismaël Koné mit einem Tackling von hinten. Was zunächst nach einem gewöhnlichen Foul aussah, entpuppte sich als schwere Verletzung: Konés linkes Bein wies sofort eine sichtbare Fehlstellung auf. Der 24-Jährige wurde minutenlang auf dem Rasen behandelt, während Mitspieler einen Sichtschutz bildeten, und schließlich unter Sauerstoffgabe und dem Applaus der 52.497 Zuschauer auf einer Trage vom Feld gebracht. Wenig später bestätigte sich die Befürchtung einer Fraktur von Schien- und Wadenbein; Koné wurde noch in der Nacht operiert und fällt monatelang aus.

Bis zu diesem Schockmoment hatte Kanada eine Machtdemonstration geliefert, die in der ersten eigenen WM-Victory der Geschichte mündete. Cyle Larin staubte in der 16. Minute zur Führung ab, Jonathan David erhöhte mit einem sehenswerten Volley (29.) und legte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 3:0 nach. Katar war zu diesem Zeitpunkt bereits dezimiert: Homam Ahmed hatte in der 33. Minute nach einer Notbremse an Tajon Buchanan die Rote Karte gesehen. Nach Madibos Platzverweis, den der chilenische Schiedsrichter Cristian Garay nach VAR-Intervention von Gelb auf Rot hochstufte, spielten die Gäste nur noch zu neunt. Das nutzte Kanada eiskalt aus: Der für Koné eingewechselte Nathan Saliba traf per direktem Freistoß (64.) und hielt danach das Trikot seines verletzten Teamkollegen in die Höhe. Ein Eigentor von Mohamed Manai (75.) und Davids dritter Treffer in der Nachspielzeit (90.+2) besiegelten das 6:0.

Die Reaktionen auf die Verletzung spiegelten die globale Anteilnahme wider. Aus nordamerikanischer Sicht stand der Schmerz über den Verlust eines Schlüsselspielers im Vordergrund; Trainer Jesse Marsch berichtete, man habe von der Bank aus „hören können, wie der Knochen brach“, und der Torschütze Jonathan David weinte auf dem Platz. In Italien, wo Koné für Sassuolo spielt, dominierte die Sorge um den Mittelfeldakteur die Schlagzeilen. Arabische Medien hoben hervor, dass Madibo selbst geschockt wirkte und sich später in der kanadischen Kabine entschuldigte – eine Geste, die Marsch ausdrücklich würdigte. Gleichzeitig kam es nach dem Abpfiff zu einem Wortgefecht zwischen Marsch und Katars spanischem Trainer Julen Lopetegui, dessen Hintergründe beide Seiten nicht öffentlich machten.

Für die Schweiz, die am selben Tag Bosnien-Herzegowina mit 4:1 bezwang, hat das Ergebnis unmittelbare sportliche Konsequenzen. Kanada und die Eidgenossen führen die Gruppe B nun mit je vier Punkten an, wobei die Kanadier dank des besseren Torverhältnisses (+6 gegenüber +3) vorne liegen. Am 24. Juni kommt es in Vancouver zum direkten Duell um den Gruppensieg. Ein Unentschieden würde beiden Teams das Ticket für das Sechzehntelfinale sichern; der Gruppenerste spielt zudem auch ein mögliches Achtelfinale im eigenen Land. Für Katar und Bosnien-Herzegowina (je ein Punkt) geht es in Seattle dagegen nur noch um die Minimalchance, als einer der besten Gruppendritten weiterzukommen.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

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Das Spiel Kanada-Katar wurde von der schrecklichen Verletzung Ismael Konés überschattet, dessen Bein nach einem Tackling sichtbar brach. Verstörende Bilder zeigten ihn, wie er mit Sauerstoff auf einer Trage vom Platz gebracht wurde, während Spieler beider Teams verzweifelt reagierten. Der historische 6:0-Sieg Kanadas wurde durch den dramatischen Vorfall völlig in den Hintergrund gedrängt.

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Kanada feierte seinen ersten WM-Sieg mit einem 6:0 gegen Katar, doch die Freude wurde durch die schwere Verletzung von Ismael Koné getrübt. Der Mittelfeldspieler erlitt nach einem späten Tackling einen Beinbruch, wobei der Trainer von einem hörbaren Knacken sprach. Trotz des Schocks ist das Gastgeberland weiterhin gut aufgestellt für das Weiterkommen.

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Freitag, 19. Juni 2026

Kanadas erster WM-Sieg – und der Schock um Ismaël Koné

Ein historisches 6:0 gegen Katar wird von einer schweren Beinverletzung des Mittelfeldspielers überschattet, die das Turnier für den Sassuolo-Profi beendet.

Es war der Moment, der die ausgelassene Stimmung im BC Place von Vancouver schlagartig einfrieren ließ. In der 51. Minute, beim Stand von 3:0 für den Co-Gastgeber Kanada, traf der katarische Mittelfeldspieler Assim Madibo seinen Gegenspieler Ismaël Koné mit einem Tackling von hinten. Was zunächst nach einem gewöhnlichen Foul aussah, entpuppte sich als schwere Verletzung: Konés linkes Bein wies sofort eine sichtbare Fehlstellung auf. Der 24-Jährige wurde minutenlang auf dem Rasen behandelt, während Mitspieler einen Sichtschutz bildeten, und schließlich unter Sauerstoffgabe und dem Applaus der 52.497 Zuschauer auf einer Trage vom Feld gebracht. Wenig später bestätigte sich die Befürchtung einer Fraktur von Schien- und Wadenbein; Koné wurde noch in der Nacht operiert und fällt monatelang aus.

Bis zu diesem Schockmoment hatte Kanada eine Machtdemonstration geliefert, die in der ersten eigenen WM-Victory der Geschichte mündete. Cyle Larin staubte in der 16. Minute zur Führung ab, Jonathan David erhöhte mit einem sehenswerten Volley (29.) und legte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 3:0 nach. Katar war zu diesem Zeitpunkt bereits dezimiert: Homam Ahmed hatte in der 33. Minute nach einer Notbremse an Tajon Buchanan die Rote Karte gesehen. Nach Madibos Platzverweis, den der chilenische Schiedsrichter Cristian Garay nach VAR-Intervention von Gelb auf Rot hochstufte, spielten die Gäste nur noch zu neunt. Das nutzte Kanada eiskalt aus: Der für Koné eingewechselte Nathan Saliba traf per direktem Freistoß (64.) und hielt danach das Trikot seines verletzten Teamkollegen in die Höhe. Ein Eigentor von Mohamed Manai (75.) und Davids dritter Treffer in der Nachspielzeit (90.+2) besiegelten das 6:0.

Die Reaktionen auf die Verletzung spiegelten die globale Anteilnahme wider. Aus nordamerikanischer Sicht stand der Schmerz über den Verlust eines Schlüsselspielers im Vordergrund; Trainer Jesse Marsch berichtete, man habe von der Bank aus „hören können, wie der Knochen brach“, und der Torschütze Jonathan David weinte auf dem Platz. In Italien, wo Koné für Sassuolo spielt, dominierte die Sorge um den Mittelfeldakteur die Schlagzeilen. Arabische Medien hoben hervor, dass Madibo selbst geschockt wirkte und sich später in der kanadischen Kabine entschuldigte – eine Geste, die Marsch ausdrücklich würdigte. Gleichzeitig kam es nach dem Abpfiff zu einem Wortgefecht zwischen Marsch und Katars spanischem Trainer Julen Lopetegui, dessen Hintergründe beide Seiten nicht öffentlich machten.

Für die Schweiz, die am selben Tag Bosnien-Herzegowina mit 4:1 bezwang, hat das Ergebnis unmittelbare sportliche Konsequenzen. Kanada und die Eidgenossen führen die Gruppe B nun mit je vier Punkten an, wobei die Kanadier dank des besseren Torverhältnisses (+6 gegenüber +3) vorne liegen. Am 24. Juni kommt es in Vancouver zum direkten Duell um den Gruppensieg. Ein Unentschieden würde beiden Teams das Ticket für das Sechzehntelfinale sichern; der Gruppenerste spielt zudem auch ein mögliches Achtelfinale im eigenen Land. Für Katar und Bosnien-Herzegowina (je ein Punkt) geht es in Seattle dagegen nur noch um die Minimalchance, als einer der besten Gruppendritten weiterzukommen.

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Das Spiel Kanada-Katar wurde von der schrecklichen Verletzung Ismael Konés überschattet, dessen Bein nach einem Tackling sichtbar brach. Verstörende Bilder zeigten ihn, wie er mit Sauerstoff auf einer Trage vom Platz gebracht wurde, während Spieler beider Teams verzweifelt reagierten. Der historische 6:0-Sieg Kanadas wurde durch den dramatischen Vorfall völlig in den Hintergrund gedrängt.

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Kanada feierte seinen ersten WM-Sieg mit einem 6:0 gegen Katar, doch die Freude wurde durch die schwere Verletzung von Ismael Koné getrübt. Der Mittelfeldspieler erlitt nach einem späten Tackling einen Beinbruch, wobei der Trainer von einem hörbaren Knacken sprach. Trotz des Schocks ist das Gastgeberland weiterhin gut aufgestellt für das Weiterkommen.

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