
Junge Männer in Mexiko, Brasilien und den USA bei Vorfällen im Wasser ums Leben gekommen
In Veracruz ertranken zwei Urlauber aus Mexiko-Stadt, im Amazonas starb ein 18-Jähriger bei der Bergung eines Bootes, und in Mississippi wird der Tod eines afroamerikanischen Jugendlichen untersucht.
In der Nacht von Freitag auf Samstag sind an der mexikanischen Golfküste zwei junge Männer aus Mexiko-Stadt beim Baden im Meer ums Leben gekommen. Nach Angaben der Behörden von Boca del Río, Veracruz, hatten die 21 und 23 Jahre alten Männer zusammen mit einer jungen Frau – laut übereinstimmenden Berichten die Schwester des einen und Lebensgefährtin des anderen – am späten Abend das Wasser betreten, als sie von einer starken Strömung erfasst wurden. Die Frau konnte sich retten, die beiden Männer trieben ab. Ein mehrstündiger Sucheinsatz unter Beteiligung von Marinesoldaten, Rettungsschwimmern und Zivilschutzkräften führte noch in der Nacht zum Auffinden einer Leiche nahe der Mole beim Foro Boca; die zweite wurde am Samstagmorgen etwa 500 Meter entfernt entdeckt. Die Staatsanwaltschaft von Veracruz ordnete die Obduktion der Leichen an.
Nahezu zeitgleich ereignete sich im brasilianischen Amazonasgebiet ein Unglück auf dem Wasser. Wie Medien in Manacapuru, Bundesstaat Amazonas, meldeten, ertrank ein 18-Jähriger namens Wilderson dos Santos da Silva, als er versuchte, ein in dichten Schwimmpflanzen (canaranas) feststeckendes Boot freizubekommen. Der junge Mann wurde von der Strömung mitgerissen und verschwand; Anwohner fanden seinen Leichnam noch am selben Abend. Die Eltern mussten mit Schocksymptomen ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Im US‑Bundesstaat Mississippi beschäftigt der Tod des 18‑jährigen Nolan Wells die Ermittler. Der einzige Afroamerikaner in einer Gruppe weißer Freunde war am Unabhängigkeitstag zu einer Barriereinsel gefahren und nach der Rückkehr des Bootes verschwunden. Sein Mobiltelefon verblieb bei der Familie. Eine großangelegte Suche mit Küstenwache und freiwilligen Helfern endete am Montag mit dem Fund seiner Leiche auf Horn Island. Nach Angaben des Gerichtsmediziners von Jackson County wies der Körper bei einer ersten Untersuchung keine sichtbaren Verletzungen auf. Die Polizei schloss ein Verbrechen zunächst nicht aus, betonte aber, die Ermittlungen dauerten an. Angesichts der Rassismusgeschichte Mississippis äußerte die Familie des Opfers in sozialen Netzwerken Zweifel an der offiziellen Version und schaltete einen Anwalt ein.
Örtliche Behörden in allen drei Regionen mahnten zur Vorsicht im und am Wasser. In Veracruz erinnerten Rettungskräfte daran, dass das Baden außerhalb der bewachten Zeiten und bei Dunkelheit lebensgefährlich sei; im Amazonasgebiet warnten Ortskundige vor den tückischen Strömungen während der Übergangsjahreszeit zwischen Hoch- und Niedrigwasser. Die offiziellen Untersuchungen in Mexiko, Brasilien und den USA sind noch nicht abgeschlossen.
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