
Trump kündigt Angriff auf Irans unterirdische Nuklearanlage am Pickaxe-Berg an
Trotz Zweifeln an der Wirksamkeit von Bunkerbrechern droht der US-Präsident mit einem schweren Schlag gegen die Anlage, in der Israel Tausende Zentrifugen vermutet.
US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag in Washington angekündigt, die Vereinigten Staaten würden »sehr bald und sehr heftig« das Gebiet des sogenannten Pickaxe Mountain im Iran angreifen. Bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus sagte Trump, man werde jeden Ort treffen, an dem Iran auch nur über Nuklearwaffen nachdenke. Zuvor hatte das Wall Street Journal unter Berufung auf israelische und amerikanische Beamte berichtet, der israelische Geheimdienst gehe davon aus, dass Teheran im vergangenen Herbst Tausende Zentrifugen zur Urananreicherung in tiefe Tunnel unter dem Berg verlegt habe. Die Anlage liegt rund zwei Kilometer vom stark beschädigten Nuklearkomplex Natanz entfernt und wurde nach dem zwölftägigen Krieg im Juni 2025, bei dem die USA und Israel die drei wichtigsten iranischen Atomanlagen bombardierten, nicht angegriffen.
Aus Sicht von in Washington ansässigen Rüstungskontrollexperten des Institute for Science and International Security (ISIS) ist der unterirdische Komplex jedoch so tief in Granitgestein gebaut – Schätzungen reichen von 90 bis über 130 Metern –, dass selbst die stärksten bunkerbrechenden Bomben des US-Arsenals, die GBU-57 Massive Ordnance Penetrator, möglicherweise nicht bis zu den Kammern vordringen können. Satellitenbilder zeigen demnach seit Monaten anhaltende Bauarbeiten und Verstärkungen der Tunnel. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat keinen Zugang zu dem 2020 begonnenen Bau, was nach Einschätzung früherer US-Regierungsbeamter das Risiko eines nicht deklarierten Anreicherungsprogramms erhöht. Iran bestreitet ein militärisches Nuklearprogramm und hat sich zu den Vorwürfen nicht geäußert.
Die Drohung fällt in eine Phase massiver militärischer Eskalation. Seit dem Zusammenbruch einer Waffenruhe am 8. Juli fliegen die USA nach eigenen Angaben in der zehnten Nacht in Folge Luftangriffe auf Kommandozentralen, Raketenstellungen und Luftabwehrsysteme im Iran. Teheran wiederum attackierte nach Darstellung des US-Zentralkommandos Stützpunkte in Jordanien, Kuwait und Bahrain; dabei wurden laut Pentagon mindestens 17 amerikanische Soldaten getötet und fast 100 weitere verletzt. Gleichzeitig weiteten die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen ihre Drohungen aus und kündigten eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien an, was eine weitere Gefährdung der globalen Energieversorgung über das Rote Meer bedeuten würde.
Während die israelische Regierung unter Benjamin Netanjahu nach Informationen des Wall Street Journal darauf drängt, die Angriffe auf den Iran auszuweiten, um den Wiederaufbau des Nuklearprogramms zu verlangsamen, hat Trump eine Entsendung von Bodentruppen zur Zerstörung der tief gelegenen Anlagen bisher ausgeschlossen. Diplomatische Gespräche zwischen Washington und Teheran liegen auf Eis; Trump erklärte, man habe kein Interesse an Verhandlungen, solange Iran nicht zu »substanziellen« Gesprächen bereit sei. Die Lage im Persischen Golf und an der Straße von Hormus bleibt angespannt, während beide Seiten ihre Schlagkraft demonstrieren und eine politische Lösung nicht in Sicht ist.
| Israelische Presse | −0.70 | critical |
|---|---|---|
| Russische & GUS-Presse | −0.20 | neutral |
| Arabische Golfpresse | 0.00 | neutral |
Israel schlägt Alarm: Die Verlegung der Zentrifugen beweist, dass der Iran heimlich sein Nuklearprogramm wieder aufbaut und die regionale und globale Sicherheit bedroht.
Indem die Geheimdiensterkenntnisse als unwiderlegbare Beweise präsentiert und anonyme Quellen zitiert werden, wird ein Gefühl der Dringlichkeit erzeugt, das eine militärische Reaktion legitimiert.
Die iranische Perspektive und der Kontext früherer Angriffe und Verhandlungen werden ausgelassen, der Fokus liegt ausschließlich auf der Bedrohung.
Russland beobachtet, dass die israelischen Enthüllungen dazu dienen, eine neue militärische Eskalation zu rechtfertigen, während Teheran handelt, um seine eigenen Fähigkeiten zu schützen.
Indem der israelische Druck auf Washington hervorgehoben wird, wird Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Bedrohung gesät, was darauf hindeutet, dass sie aus politischen Gründen verstärkt wird.
Die detaillierte technische Bewertung der Zentrifugen und ihr potenzieller militärischer Nutzen werden ausgelassen, der Fokus liegt stattdessen auf den diplomatischen Dynamiken.
Die Golfstaaten beobachten Irans Schritte mit Vorsicht, im Bewusstsein, dass ein nuklearer Konflikt in der Region direkte Auswirkungen auf ihre Sicherheit hätte.
Indem die Fakten ohne direkte Kommentare berichtet werden, wird eine neutrale Position beibehalten, die eine offene Parteinahme vermeidet, während die Schwere der Lage anerkannt wird.
Trumps Drohung, die Anlage zu zerstören, und der israelische Druck auf neue Angriffe werden nicht berichtet, der Fokus bleibt auf der faktischen Verlegung.
Erweitere deinen Horizont
Trump bedankt sich bei Marokkos König für Benennung einer Autobahn in der Westsahara
8 Sprachen · 12 Quellen
Aus Economy & MarketsGlobale Wohnkosten: New York Spitzenreiter, Miami schließt zur Unerschwinglichkeit auf
2 Sprachen · 4 Quellen
Aus TechnologyChina forciert KI-Partnerschaften mit Schwellenländern
3 Sprachen · 4 Quellen