
Israelische Luftangriffe auf humanitäre Zone in Gaza: Mutter und Kleinkind getötet
Bei einem nächtlichen Raketenangriff auf ein Flüchtlingslager in al-Mawasi starben eine 23-Jährige und ihre einjährige Tochter; seit Beginn der Waffenruhe wurden mehr als 1.000 Palästinenser getötet.
Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Zeltlager für Binnenvertriebene in der Gegend von al-Mawasi im südlichen Gazastreifen sind in der Nacht zum Dienstag eine 23-jährige Mutter und ihre einjährige Tochter getötet worden. Nach Angaben des Zivilschutzes in Gaza wurden zudem mehrere Menschen verletzt und mindestens 100 Zelte durch das ausbrechende Feuer zerstört. Die israelische Armee hatte das Gebiet zuvor zur humanitären Schutzzone erklärt. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden starben bei weiteren Angriffen auf Deir al-Balah und Khan Younis mindestens acht Palästinenser, darunter ein Kind, wie örtliche Krankenhausquellen mitteilten.
Der Sprecher der Hamas, Hazem Qassem, verurteilte die Angriffe auf die notdürftigen Unterkünfte in einer auf Telegram verbreiteten Erklärung scharf. Er warf der internationalen Gemeinschaft, den Staaten der Arabischen Liga sowie der Palästinensischen Autonomiebehörde in Ramallah vor, zu den anhaltenden Tötungen zu schweigen. Diese Instanzen seien „vor Gott Widersacher dieses Kindes“, so Qassem. Das von der Hamas geführte Gesundheitsministerium in Gaza bezifferte die Gesamtzahl der Todesopfer seit Beginn des Krieges am 7. Oktober 2023 auf 73.058, die der Verletzten auf 173.488. Eine Stellungnahme der israelischen Streitkräfte zu den jüngsten Vorwürfen lag zunächst nicht vor.
Seit dem Inkrafttreten einer Waffenruhe im Oktober vergangenen Jahres hat das Medienbüro der Regierung in Gaza nach eigenen Angaben 3.465 Verstöße gegen die Vereinbarung registriert. Dabei seien 1.045 Menschen getötet, 3.380 weitere verletzt und 113 Personen festgenommen worden. Die anhaltenden Feindseligkeiten und die hohe Zahl nicht geborgener Leichen unter Trümmern verschärfen die humanitäre Notlage. Beobachter in Südostasien weisen darauf hin, dass die Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran die internationale Aufmerksamkeit zunehmend von der Lage in Gaza abziehe. Dadurch gerate das Leid der Zivilbevölkerung aus dem Blickfeld der Weltöffentlichkeit, während die medizinische Versorgung und der Zugang zu Hilfsgütern weiterhin unzureichend seien.
Die wiederholten Angriffe auf das als Schutzzone ausgewiesene al-Mawasi untergraben nach Einschätzung von Hilfsorganisationen das Vertrauen in Sicherheitsgarantien und erschweren die Arbeit humanitärer Helfer. Die Vereinten Nationen haben mehrfach ungehinderten Zugang zu allen betroffenen Gebieten sowie eine unabhängige Untersuchung der Vorfälle gefordert. Eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates zu den jüngsten Entwicklungen ist bislang nicht anberaumt. Das Dossier bleibt blockiert; die Waffenruhe erweist sich als brüchig, während diplomatische Bemühungen um eine Deeskalation der regionalen Spannungen die Gaza-Frage zunehmend überlagern.
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Ein israelischer Luftangriff traf ein Zeltlager in al-Mawasi, einem Gebiet, das Israel zur humanitären Zone erklärt hatte, und tötete eine Mutter und ihr einjähriges Kind. Bei den jüngsten Angriffen starben mindestens acht Palästinenser, rund 100 Zelte wurden durch Feuer zerstört. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Waffenstillstandsverletzungen seit Beginn der Waffenruhe ein.
Eine Mutter und ihre kleine Tochter wurden bei einem brutalen israelischen Angriff auf ein Zeltlager in der sogenannten 'Sicherheitszone' von al-Mawasi ermordet. Der Angriff löste ein gewaltiges Feuer aus, das Dutzende von Unterkünften zerstörte, während die Hamas das mitschuldige Schweigen der internationalen Gemeinschaft verurteilte. Im gesamten Gazastreifen wurden bei der jüngsten Welle israelischer Aggression mindestens acht Palästinenser getötet, was die Zahl der Waffenstillstandsverletzungen weiter erhöht.
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