
Irans Quds-Kommandeur droht Israel mit Wiederholung des Rückzugs von 2000
Esmail Qaani warnt israelische Soldaten vor einer Vertreibung aus dem Südlibanon, sollte die Armee nicht freiwillig abziehen; parallel laufen in der Schweiz Gespräche zwischen Washington und Teheran.
Der Kommandeur der Quds-Brigade der iranischen Revolutionsgarden, Brigadegeneral Esmail Qaani, hat den israelischen Streitkräften am 22. Juni 2026 in einer auf der Plattform X veröffentlichten hebräischen Botschaft mit einer Wiederholung des israelischen Rückzugs aus dem Südlibanon vom Jahr 2000 gedroht. Qaani schrieb, die Soldaten hätten „in weniger als vier Tagen 100 Mann an Verlusten erlitten“; sollten sie nicht freiwillig abziehen, werde „das Epos des Jahres 2000 wiederholt, jenes Jahr, in dem ihr in Schande und Niederlage aus diesem Land geflohen seid“. Andernfalls würden sie „mit Tritten hinausgeworfen“. Die Warnung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender gegenseitiger Angriffe entlang der israelisch-libanesischen Grenze und wiederholter Verstöße gegen die geltende Waffenruhe.
Aus Teheraner Sicht wird die Eskalation dabei nicht allein Israel zugeschrieben. Der Berater des iranischen Obersten Führers, Mohsen Rezai, machte Washington für die „israelischen Übergriffe und Provokationen“ verantwortlich und erklärte, die Vereinigten Staaten stünden hinter der gegenwärtigen Zuspitzung. Der Führer der libanesischen Hisbollah, Naim Qasem, bekräftigte seinerseits, Israel müsse seine Truppen aus dem Libanon abziehen, um eine Normalisierung der Lage zu ermöglichen; andernfalls werde es für die israelischen Soldaten in den von ihnen kontrollierten Gebieten im Südlibanon „keine sicheren Zonen“ geben. Der israelische Generalstabschef Eyal Zamir bezeichnete die Waffenruhe am 21. Juni als „sehr brüchig“ und ordnete an, die Armee müsse in hoher Bereitschaft für eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen bleiben. US-Präsident Donald Trump drohte Teheran am Vortag mit „härteren Schlägen“, sollte Iran seine „Stellvertreter“ im Libanon nicht zügeln.
Parallel zu den militärischen Drohgebärden laufen in der Schweiz von Pakistan und Katar vermittelte Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und Iran. Nach Angaben der Vermittlerkreise einigten sich die Delegationen auf die Bildung einer Gruppe zur Verhinderung von Konfliktsituationen im Libanon, der die USA, Iran und der Libanon selbst angehören sollen. Ziel sei eine Beendigung der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah. Iran hatte zuvor weitere Verhandlungen mit Washington sowie die Öffnung der Straße von Hormus an die Bedingung geknüpft, dass Israel seine Militäroperationen auf libanesischem Territorium einstellt. Die Einrichtung der Konfliktverhütungsgruppe deutet auf eine begrenzte diplomatische Bewegung hin, ohne dass damit bereits ein Zeitplan für einen israelischen Truppenabzug verbunden wäre.
Der von Qaani beschworene Rückzug des Jahres 2000 beendete eine 18-jährige israelische Besetzung des Südlibanon und wurde von den Vereinten Nationen am 16. Juni 2000 bestätigt; er festigte die Stellung der Hisbollah im Land erheblich. Die jetzige Drohung knüpft an diese historische Referenz an und unterstreicht aus Sicht Teherans und der Hisbollah die Erwartung, dass sich das Kräfteverhältnis erneut zu ihren Gunsten verschieben könnte. Die nächsten faktischen Schritte liegen bei der neu vereinbarten Konfliktverhütungsgruppe, deren Arbeit unter Vermittlung Pakistans und Katars aufgenommen werden soll, während die israelische Armee nach den Worten ihres Generalstabschefs alle Mittel auf die Vorbereitung einer möglichen Offensive richtet.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Der Kommandeur der Quds-Brigade warnt die israelischen Soldaten: Wenn ihr den Südlibanon nicht freiwillig verlasst, werdet ihr in Schande hinausgeworfen, genau wie im Epos von 2000. In weniger als vier Tagen habt ihr hundert Verluste erlitten; die Wahl liegt bei euch, doch die Niederlage erwartet euch.
Der iranische General droht Israel mit einer Wiederholung des schmachvollen Rückzugs von 2000, als die Besatzungsarmee in Schande aus dem Südlibanon floh. Wenn die zionistischen Soldaten nicht freiwillig gehen, werden sie hinausgeworfen, besiegt und entehrt wie damals.
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