
Iran beansprucht alleinige Kontrolle über Straße von Hormus – Warnung vor Einmischung
Außenminister Araghchi bekräftigt in Bagdad die Zuständigkeit Teherans für die Wiedereröffnung binnen 30 Tagen und warnt vor Verzögerungen.
Bagdad. Irans Außenminister Abbas Araghchi hat am Sonntag bei einem Besuch in der irakischen Hauptstadt erklärt, dass die Straße von Hormus für die kommenden 30 Tage unter der alleinigen Kontrolle und Verwaltung der Islamischen Republik stehen werde. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem irakischen Amtskollegen Fuad Hussein betonte Araghchi, dass gemäß der mit den Vereinigten Staaten getroffenen Vereinbarung keine andere Partei für die Wiederherstellung der vollen Funktionsfähigkeit der strategischen Wasserstraße zuständig sei. Jede äußere Einmischung oder einseitige Maßnahme, so warnte er, würde die Lage verkomplizieren und die Öffnung verzögern. Teheran habe die Kontrolle über die Meerenge zu keinem Zeitpunkt abgegeben und werde sie nach der Beseitigung aller Hindernisse schrittweise wieder in den Vorkrisenzustand versetzen.
Aus der Sicht Bagdads bekräftigte Minister Hussein, dass der Irak jede Ausweitung des Konflikts in der Golfregion ablehne und militärische Angriffe auf Iran verurteile. Der Irak habe in der Vergangenheit eine Vermittlerrolle zwischen Washington und Teheran eingenommen; die jüngsten Entwicklungen hätten jedoch bedauerlicherweise in den Krieg geführt. Hussein drängte auf die zügige Wiedereröffnung der Straße von Hormus, da eine andauernde Blockade schwerwiegende Folgen für die irakischen Ölexporte hätte. Er schlug die Einberufung einer regionalen Sicherheitskonferenz vor, an der die Golfstaaten, Iran und der Irak ohne externe Akteure teilnehmen sollten, und erklärte die Bereitschaft Bagdads, als Gastgeber zu fungieren.
Die Äußerungen fallen in eine angespannte Phase: In den vorangegangenen Nächten hatten die USA nach eigenen Angaben mehrfach Ziele in Iran angegriffen, nachdem zuvor ein Schiff in der Straße von Hormus attackiert worden war. Iran reagierte mit Gegenschlägen auf amerikanische Stützpunkte in der Golfregion. Die Revolutionsgarden (IRGC) warnten vor einer noch heftigeren Reaktion, sollte Washington die brüchige Waffenruhe erneut verletzen. Das im Februar zwischen den USA und Israel einerseits und Iran andererseits ausgebrochene Kriegsgeschehen hatte zu einer zeitweisen Schließung der Meerenge geführt und die globale Energiesicherheit bedroht. Nun soll die vereinbarte Verständigung die Passage wieder ermöglichen – doch die konkrete Umsetzung bleibt umstritten.
Im Mittelpunkt der Visite Araghchis standen zudem die bilateralen Beziehungen sowie die Koordination der Trauerzeremonien für den bei den ersten Angriffen getöteten Revolutionsführer Ayatollah Ali Khamenei. Der iranische Chefdiplomat dankte der irakischen Regierung und Bevölkerung für ihre Unterstützung während des Krieges und würdigte die strategischen Bande zwischen beiden Ländern. Beide Seiten unterstrichen die Notwendigkeit einer rein regionalen Sicherheitsordnung ohne Intervention außerregionaler Mächte. Ein von Bagdad für den 8. Juli erwarteter Trauerzug wird dabei auch politisch als Signal der Solidarität mit Teheran gewertet.
Über den konkreten weiteren Zeitplan für die vollständige Öffnung der Straße von Hormus liegen indes keine gesicherten Informationen vor; die nächsten Schritte dürften von der Einhaltung der Waffenruhe durch alle Parteien abhängen. Der Irak strebt zeitnah ein Treffen der Golfanrainer plus Iran an, um einen regionalen Dialog zu institutionalisieren.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Iran's foreign minister asserted full Iranian control over the Strait of Hormuz for the next 30 days, warning that any outside interference would delay reopening. The statement frames Iran as the sole legitimate manager of the strait, with the deal with the US seen as a victory. Any challenge is portrayed as a threat to regional stability, implying Iran's dominant position.
Russian state media reports Iran's exclusive responsibility for restoring shipping in the Strait of Hormuz, presenting the deal as a matter of fact. The tone is neutral, without criticism or endorsement, aligning with Iran's position. The focus is on the technical details of the 30-day period and the resumption of normal operations.
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