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Verteidigung & SicherheitDonnerstag, 2. Juli 2026

IISS-Bericht: Russland spähte mit Drohnen von Schattenflotte aus Nuklearanlagen in Europa aus

Eine Studie des Londoner Instituts dokumentiert 144 Drohnenvorfälle über militärischen und nuklearen Einrichtungen – die Kampagne habe eine strategische Lücke in der NATO-Luftverteidigung offengelegt.

Der Internationale Institut für Strategische Studien (IISS) in London hat einen Bericht vorgelegt, demzufolge Russland über einen Zeitraum von 18 Monaten eine koordinierte Drohnenüberwachungskampagne gegen nukleare und militärische Anlagen in Europa durchgeführt hat. Die 144 erfassten Vorfälle zwischen August 2024 und Februar 2026 ereigneten sich in mehr als zehn Ländern, darunter Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Belgien und die Niederlande. Keiner der unbemannten Flugkörper wurde nach Darstellung des IISS von westlichen Streitkräften abgefangen oder zum Absturz gebracht.

Die Autoren der Studie sehen in den Vorfällen eine von Moskau gesteuerte Operation, die mit „erheblicher Straflosigkeit“ operiert habe. Die Drohnen seien mutmaßlich von Handelsschiffen des sogenannten russischen Schattenflotte gestartet worden, die auch zur Umgehung von Ölsanktionen genutzt wird. Konkret werden die Frachter „Hav Dolphin“ und der Tanker „Seasons 1“ mit Sichtungen über britischen und deutschen Militärbasen in Verbindung gebracht. Der Kreml weist die Vorwürfe als unbegründet zurück. Westliche Regierungen hatten bislang offiziell keine Beweise für eine russische Urheberschaft vorgelegt, wenngleich Frankreich im Jahr 2025 ein Schiff der Schattenflotte enterte und zwei russische Staatsangehörige an Bord identifizierte.

Aus Sicht des IISS offenbart die Kampagne eine strategische Schwachstelle der NATO-Luftverteidigung, die auf konventionelle Bedrohungen ausgelegt sei und nicht auf kleine, langsame Drohnen. Zudem hätten die bestehenden Einsatzregeln den Abschuss über zivilem Gebiet erschwert. Die Vorfälle führten wiederholt zur zeitweisen Schließung von Flughäfen – etwa in Kopenhagen und München – und untergruben das Vertrauen in die Sicherheit des europäischen Luftraums. Deutschland war mit 58 registrierten Fällen am stärksten betroffen, gefolgt von Belgien und Dänemark.

Die mutmaßliche Drohnenkampagne reiht sich ein in eine Serie hybrider Operationen, die europäische Sicherheitsbehörden Russland zuschreiben, darunter Sabotageakte und Brandanschläge auf kritische Infrastruktur. Der Bericht erscheint zu einem Zeitpunkt, da die europäischen NATO-Staaten ihre Verteidigungsausgaben erhöhen und über eine Anpassung der Abschreckungsdoktrin beraten. Nach Angaben des IISS haben europäische Marinen inzwischen begonnen, verdächtige Schiffe der Schattenflotte aufzubringen, woraufhin die Zahl der Drohnensichtungen zurückgegangen sei. Die NATO prüft derzeit eine gemeinsame Initiative zur Drohnenabwehr, die nach Einschätzung des Europäischen Parlaments jedoch noch an mangelnder Kohärenz leidet.

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Atlantische / angloamerikanische PresseKontinentaleuropäische Presse
Atlantische / angloamerikanische Presse/ Sicherheit
AlarmEmpörungDringlichkeit

Russland führte eine massive Drohnenüberwachungskampagne von Schiffen der Schattenflotte aus durch, um Lücken in der NATO-Luftverteidigung zu kartieren und den Westen einzuschüchtern. Die über ein Jahr dauernde Operation zielte auf Atomanlagen und Militärstützpunkte in mehr als zehn europäischen Ländern und handelte nahezu ungestraft. Der Bericht prangert eine direkte Bedrohung der Bündnissicherheit an.

Kontinentaleuropäische Presse/ Nordisch
AlarmSkepsis

Der IISS-Bericht beschreibt eine russische Drohnenoffensive, die Europas strategische Unvorbereitetheit in der Luftverteidigung offenlegte. Die von Frachtschiffen in Nord- und Ostsee gestarteten unbemannten Flugzeuge überflogen ungestraft Kernkraftwerke und zivile Flughäfen und erzwangen vorübergehende Schließungen. Der Vorfall wird eher als systemisches europäisches Versagen denn als bloße äußere Provokation dargestellt.

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IISS-Bericht: Russland spähte mit Drohnen von Schattenflotte aus Nuklearanlagen in Europa aus

Eine Studie des Londoner Instituts dokumentiert 144 Drohnenvorfälle über militärischen und nuklearen Einrichtungen – die Kampagne habe eine strategische Lücke in der NATO-Luftverteidigung offengelegt.

Der Internationale Institut für Strategische Studien (IISS) in London hat einen Bericht vorgelegt, demzufolge Russland über einen Zeitraum von 18 Monaten eine koordinierte Drohnenüberwachungskampagne gegen nukleare und militärische Anlagen in Europa durchgeführt hat. Die 144 erfassten Vorfälle zwischen August 2024 und Februar 2026 ereigneten sich in mehr als zehn Ländern, darunter Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Belgien und die Niederlande. Keiner der unbemannten Flugkörper wurde nach Darstellung des IISS von westlichen Streitkräften abgefangen oder zum Absturz gebracht.

Die Autoren der Studie sehen in den Vorfällen eine von Moskau gesteuerte Operation, die mit „erheblicher Straflosigkeit“ operiert habe. Die Drohnen seien mutmaßlich von Handelsschiffen des sogenannten russischen Schattenflotte gestartet worden, die auch zur Umgehung von Ölsanktionen genutzt wird. Konkret werden die Frachter „Hav Dolphin“ und der Tanker „Seasons 1“ mit Sichtungen über britischen und deutschen Militärbasen in Verbindung gebracht. Der Kreml weist die Vorwürfe als unbegründet zurück. Westliche Regierungen hatten bislang offiziell keine Beweise für eine russische Urheberschaft vorgelegt, wenngleich Frankreich im Jahr 2025 ein Schiff der Schattenflotte enterte und zwei russische Staatsangehörige an Bord identifizierte.

Aus Sicht des IISS offenbart die Kampagne eine strategische Schwachstelle der NATO-Luftverteidigung, die auf konventionelle Bedrohungen ausgelegt sei und nicht auf kleine, langsame Drohnen. Zudem hätten die bestehenden Einsatzregeln den Abschuss über zivilem Gebiet erschwert. Die Vorfälle führten wiederholt zur zeitweisen Schließung von Flughäfen – etwa in Kopenhagen und München – und untergruben das Vertrauen in die Sicherheit des europäischen Luftraums. Deutschland war mit 58 registrierten Fällen am stärksten betroffen, gefolgt von Belgien und Dänemark.

Die mutmaßliche Drohnenkampagne reiht sich ein in eine Serie hybrider Operationen, die europäische Sicherheitsbehörden Russland zuschreiben, darunter Sabotageakte und Brandanschläge auf kritische Infrastruktur. Der Bericht erscheint zu einem Zeitpunkt, da die europäischen NATO-Staaten ihre Verteidigungsausgaben erhöhen und über eine Anpassung der Abschreckungsdoktrin beraten. Nach Angaben des IISS haben europäische Marinen inzwischen begonnen, verdächtige Schiffe der Schattenflotte aufzubringen, woraufhin die Zahl der Drohnensichtungen zurückgegangen sei. Die NATO prüft derzeit eine gemeinsame Initiative zur Drohnenabwehr, die nach Einschätzung des Europäischen Parlaments jedoch noch an mangelnder Kohärenz leidet.

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Der IISS-Bericht beschreibt eine russische Drohnenoffensive, die Europas strategische Unvorbereitetheit in der Luftverteidigung offenlegte. Die von Frachtschiffen in Nord- und Ostsee gestarteten unbemannten Flugzeuge überflogen ungestraft Kernkraftwerke und zivile Flughäfen und erzwangen vorübergehende Schließungen. Der Vorfall wird eher als systemisches europäisches Versagen denn als bloße äußere Provokation dargestellt.

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