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Hitzewelle in Europa: Frankreich erwartet Rekordtemperaturen, Schulen geschlossen

Eine zweite Hitzewelle binnen eines Monats bringt Temperaturen über 40 Grad; Frankreich aktiviert Krisenstab, Prüfungen verschoben, Züge gestrichen.

Eine schwere Hitzewelle hat weite Teile Europas erfasst. In Frankreich, dem Epizentrum der Hitze, werden für die kommenden Tage Temperaturen von über 40 Grad Celsius erwartet. Der staatliche Wetterdienst Météo-France hat für Samstag 60 Départements in Alarmstufe Orange versetzt und schließt eine Höherstufung auf Rot für Sonntag nicht aus. Nach Angaben des Bildungsministeriums haben bereits 784 Schulen ihren Betrieb angepasst oder ganz geschlossen; in der Akademie Poitiers wurden die mündlichen Abiturprüfungen für 4.000 Kandidaten um eine Woche verschoben.

Auch in anderen Ländern reagieren Behörden mit Notmaßnahmen. In Italien gelten nach dem Bulletin des Gesundheitsministeriums am Samstag für fünf Städte – darunter Bologna und Florenz – die höchste Warnstufe, am Sonntag steigt die Zahl auf acht. In Großbritannien hat der Met Office für Montag und Dienstag eine orangefarbene Hitzewarnung für den Süden Englands herausgegeben; in der Schweiz wurde die Region Basel in Warnstufe 4 von 5 eingestuft, in Deutschland warnt der Deutsche Wetterdienst vor Temperaturen bis 36 Grad im Südwesten. Die französische Bahngesellschaft SNCF strich vorsorglich 71 Intercités-Züge, um Ausfälle der Klimaanlagen zu vermeiden. Der Energiekonzern EDF kündigte an, die Leistung von Kernreaktoren an Rhône und Garonne wegen steigender Flusswassertemperaturen drosseln zu müssen. In Val-d’Oise erlitt ein 30-jähriger Mann auf einer Laufbahn einen Herzstillstand und verstarb, wie französische Medien berichten.

Die Hitzewelle ist die zweite innerhalb eines Monats und wird von Meteorologen mit dem Klimawandel sowie dem Wetterphänomen El Niño in Verbindung gebracht. Météo-France vergleicht den aktuellen Verlauf mit der tödlichen Hitzewelle vom August 2003, allerdings setze sie früher im Jahr ein. Die gesundheitlichen Folgen sind noch nicht absehbar; in den Jahren 2023 und 2024 starben in Europa jährlich mehr als 60.000 Menschen an den Folgen von Hitze, wie Schätzungen in der Fachzeitschrift Nature Medicine ergaben. Präsident Emmanuel Macron rief die Bevölkerung zu „äußerster Wachsamkeit“ auf, Premierminister Sébastien Lecornu berief für Samstag einen Krisenstab ein.

Die Behörden mehrerer Länder haben ihre Krisenmechanismen aktiviert. In Frankreich bleibt die Fête de la Musique am Sonntag vielerorts erlaubt, doch die Gesundheitsministerin warnte vor den Gefahren von Alkohol bei großer Hitze. Eine abschließende Bewertung der Hitzewelle und ihrer Opferzahlen steht noch aus; die Temperaturen sollen nach Vorhersagen bis mindestens Mitte der kommenden Woche auf extremem Niveau verharren.

Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.

2 Mediengruppen · 7 Sprachen

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TonTemperaturFokusPositionierungHorizont
Stampa europea continentaleStampa atlantica / anglosfera
Stampa europea continentale/ mediterranea
allarmeurgenza

Eine intensive Hitzewelle trifft Frankreich, Deutschland und Spanien mit Temperaturen bis zu 41°C. Die Behörden haben Gesundheitswarnungen herausgegeben und warnen, dass dieses Ereignis Teil einer langen Reihe von Rekordsommern ist.

Stampa atlantica / anglosfera/ sicurezza
allarmepragmatismo

Das Vereinigte Königreich hat für das Wochenende bernsteinfarbene Hitzewarnungen herausgegeben und warnt vor erheblichen Auswirkungen auf die Gesundheitsdienste. Die Temperaturen sollen 32°C erreichen, der Südosten und Südwesten sind am stärksten betroffen.

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Hitzewelle in Europa: Frankreich erwartet Rekordtemperaturen, Schulen geschlossen

Eine zweite Hitzewelle binnen eines Monats bringt Temperaturen über 40 Grad; Frankreich aktiviert Krisenstab, Prüfungen verschoben, Züge gestrichen.

Eine schwere Hitzewelle hat weite Teile Europas erfasst. In Frankreich, dem Epizentrum der Hitze, werden für die kommenden Tage Temperaturen von über 40 Grad Celsius erwartet. Der staatliche Wetterdienst Météo-France hat für Samstag 60 Départements in Alarmstufe Orange versetzt und schließt eine Höherstufung auf Rot für Sonntag nicht aus. Nach Angaben des Bildungsministeriums haben bereits 784 Schulen ihren Betrieb angepasst oder ganz geschlossen; in der Akademie Poitiers wurden die mündlichen Abiturprüfungen für 4.000 Kandidaten um eine Woche verschoben.

Auch in anderen Ländern reagieren Behörden mit Notmaßnahmen. In Italien gelten nach dem Bulletin des Gesundheitsministeriums am Samstag für fünf Städte – darunter Bologna und Florenz – die höchste Warnstufe, am Sonntag steigt die Zahl auf acht. In Großbritannien hat der Met Office für Montag und Dienstag eine orangefarbene Hitzewarnung für den Süden Englands herausgegeben; in der Schweiz wurde die Region Basel in Warnstufe 4 von 5 eingestuft, in Deutschland warnt der Deutsche Wetterdienst vor Temperaturen bis 36 Grad im Südwesten. Die französische Bahngesellschaft SNCF strich vorsorglich 71 Intercités-Züge, um Ausfälle der Klimaanlagen zu vermeiden. Der Energiekonzern EDF kündigte an, die Leistung von Kernreaktoren an Rhône und Garonne wegen steigender Flusswassertemperaturen drosseln zu müssen. In Val-d’Oise erlitt ein 30-jähriger Mann auf einer Laufbahn einen Herzstillstand und verstarb, wie französische Medien berichten.

Die Hitzewelle ist die zweite innerhalb eines Monats und wird von Meteorologen mit dem Klimawandel sowie dem Wetterphänomen El Niño in Verbindung gebracht. Météo-France vergleicht den aktuellen Verlauf mit der tödlichen Hitzewelle vom August 2003, allerdings setze sie früher im Jahr ein. Die gesundheitlichen Folgen sind noch nicht absehbar; in den Jahren 2023 und 2024 starben in Europa jährlich mehr als 60.000 Menschen an den Folgen von Hitze, wie Schätzungen in der Fachzeitschrift Nature Medicine ergaben. Präsident Emmanuel Macron rief die Bevölkerung zu „äußerster Wachsamkeit“ auf, Premierminister Sébastien Lecornu berief für Samstag einen Krisenstab ein.

Die Behörden mehrerer Länder haben ihre Krisenmechanismen aktiviert. In Frankreich bleibt die Fête de la Musique am Sonntag vielerorts erlaubt, doch die Gesundheitsministerin warnte vor den Gefahren von Alkohol bei großer Hitze. Eine abschließende Bewertung der Hitzewelle und ihrer Opferzahlen steht noch aus; die Temperaturen sollen nach Vorhersagen bis mindestens Mitte der kommenden Woche auf extremem Niveau verharren.

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