
Himmelsballett im Juni: Planetenparade, Silberwolken und ein Meteorstrom
Eine enge Konjunktion von Mond, Venus, Jupiter und Merkur begeisterte Beobachter in Brasilien, Italien und Russland – und kündigt weitere seltene Himmelsphänomene an.
Ein seltenes Schauspiel hat in dieser Woche den Abendhimmel über mehreren Kontinenten geprägt: die scheinbare Begegnung der schmalen Mondsichel mit den Planeten Venus, Jupiter und Merkur. Besonders eindrucksvoll zeigte sich die Konstellation am 17. und 18. Juni über Brasilien, wo Beobachter von São Paulo über das Landesinnere bis zur Nordküste das Phänomen mit bloßem Auge verfolgen konnten. In Genua hielt der Direktor des Observatoriums Righi den Moment fotografisch fest, als Luna und Venus sich am Horizont so nahekamen, dass italienische Medien von einem regelrechten „Kuss“ der Himmelskörper sprachen. Auch in Russland lenkten Experten die Aufmerksamkeit auf die enge Begegnung von Mond und Jupiter, die dort am 18. und 19. Juni besonders gut zu sehen war.
Die spektakuläre Nähe ist eine optische Täuschung. Tatsächlich trennen die beteiligten Körper gewaltige Distanzen: Der Mond kreist in rund 363.000 Kilometern Entfernung um die Erde, während Venus mehr als 170 Millionen Kilometer entfernt ist und Jupiter noch weit dahinter liegt. Dass sie für irdische Betrachter dennoch in einer Linie oder fast zu verschmelzen scheinen, liegt an der Perspektive entlang der Ekliptik. Solche Konjunktionen sind an sich nicht ungewöhnlich – der Mond passiert monatlich die hellen Planeten –, doch die Kombination aus einer extrem dünnen zunehmenden Sichel, drei gleichzeitig sichtbaren Planeten und der kompakten Anordnung am westlichen Abendhimmel machte dieses Ereignis nach Einschätzung brasilianischer Astronomen außergewöhnlich.
Parallel zu diesem Planetentreffen kündigen sich in Russland weitere atmosphärische Phänomene an. Der Moskauer Wissenschaftler Sergei Tschumakow wies auf das bevorstehende Erscheinen leuchtender Nachtwolken hin, die im Juni nach Sonnenuntergang als silbrig-blaue Schleier am Nordwesthimmel sichtbar werden. Diese aus feinsten Eiskristallen bestehenden Wolken in großer Höhe sind ein typisches Phänomen der Sommermonate in mittleren und hohen Breiten und könnten auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei klarem Himmel zu beobachten sein.
Der astronomische Juni bietet zudem einen Meteorstrom: Die Boötiden, deren Aktivität am 22. Juni beginnt und die in der Nacht vom 26. auf den 27. Juni ihren Höhepunkt erreichen, versprechen einige Sternschnuppen ohne technische Hilfsmittel. Ihr Ursprung liegt im Kometen 7P/Pons-Winnecke, der alle sechs Jahre eine Trümmerspur hinterlässt. Anders als die spektakulären Perseiden im August sind die Boötiden ein eher unregelmäßiger Strom, doch in Jahren mit erhöhter Aktivität können sie durchaus lohnende Sichtungen bieten – vorausgesetzt, der Himmel ist wolkenfrei und frei von Dunst.
Für Mitteleuropa bleibt die Beobachtung solcher Ereignisse stets eine Frage der Wetterbedingungen und des freien Blicks zum Horizont. Während die Planetenkonjunktion bereits abklingt – der Mond wandert rasch weiter ostwärts –, erinnern die kommenden Tage an die dynamische Architektur unseres Sonnensystems. Die Sommersonnenwende am 21. Juni markiert den astronomischen Sommerbeginn und verlängert die Dämmerungsphasen, was die Sichtbarkeit leuchtender Nachtwolken begünstigt. So verbindet der Juni gleich mehrere Himmelsereignisse, die vom geübten Astronomen bis zum zufälligen Betrachter jeden einladen, den Blick nach oben zu richten.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die Konjunktion von Mond, Venus, Jupiter und Merkur begeisterte Beobachter in ganz Brasilien und bot ein mit bloßem Auge sichtbares Schauspiel. Experten erklären, dass solche scheinbaren Ausrichtungen nicht selten, aber dennoch eindrucksvoll sind. Heute Abend wiederholt sich das Phänomen und bietet eine zweite Beobachtungschance.
Im Juni können Russen silbrige Wolken und die Annäherung von Mond und Jupiter beobachten. Ein Wissenschaftler stellt fest, dass das Ereignis nicht extrem selten ist, aber dennoch schön aussieht. Der Artikel bleibt ruhig und beschreibend.
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