
Iran weist gemeinsame Erklärung der USA und Golfstaaten als „provokativ“ zurück
Teheran verurteilt die in Manama verabschiedete Stellungnahme zu Raketenprogramm und Schifffahrt in der Straße von Hormus und fordert ein Umdenken der Nachbarn.
Die iranische Führung hat die am 25. Juni 2026 in Manama verabschiedete gemeinsame Erklärung der Außenminister der USA und des Golfkooperationsrates (GCC) mit ungewöhnlich deutlichen Worten zurückgewiesen. Das iranische Außenministerium bezeichnete die darin enthaltenen Positionen als „interventionistisch, unverantwortlich und provokativ“ und warnte vor einer Fortsetzung solcher Politik in der Region. Die Erklärung, die nach einem Treffen von US-Außenminister Marco Rubio mit seinen Amtskollegen aus den sechs GCC-Staaten veröffentlicht wurde, hatte unter anderem die Notwendigkeit betont, „sämtlichen Bedrohungen durch Iran“ – darunter ballistische Raketen, Drohnen und die Unterstützung bewaffneter Gruppen – entgegenzutreten.
Aus Teheraner Sicht ist die US-Militärpräsenz am Golf jedoch die eigentliche Quelle von Instabilität und Spaltung. Das Außenministerium erklärte, die Behauptung eines „dauerhaften Engagements“ Washingtons für die Sicherheit der GCC-Staaten sei „nichts weiter als Rhetorik und eine Verzerrung der Realität“. Als Beleg verwies es auf die Nutzung amerikanischer Stützpunkte und Einrichtungen in der Region für Angriffe gegen Iran während des von Teheran als „aufgezwungener Krieg“ bezeichneten Konflikts zwischen dem 28. Februar und dem 8. April 2026. Iran forderte jene Nachbarstaaten, deren Territorium und Infrastruktur dabei von den „amerikanisch-israelischen Aggressoren“ genutzt worden seien, zu einer grundlegenden Überprüfung ihrer strategischen Ausrichtung auf.
Besonders scharf kritisierte Teheran die in der Erklärung enthaltene Charakterisierung der iranischen Verteidigungsfähigkeiten als Bedrohung. Das Ministerium sprach von einer „gefährlichen und endlosen Aufrüstungsspirale“, in die Washington die Golfstaaten im Rahmen einer „Teile-und-herrsche“-Politik getrieben habe. Zugleich wies es die Darstellung des iranischen Nuklearprogramms als Gefahr als „große Lüge“ zurück und rief die GCC-Mitglieder dazu auf, sich stattdessen der iranischen Initiative für eine von Kernwaffen freie Zone in Westasien anzuschließen. Hinsichtlich der Straße von Hormus bekräftigte Iran, dass die Wasserstraße in den Hoheitsgewässern Irans und Omans liege und die Schifffahrtsverwaltung auf Grundlage von Absatz 5 des Memorandums zur Beendigung des jüngsten Krieges erfolgen müsse – nicht durch parallele oder von Iran losgelöste Regelungen.
Die iranische Reaktion unterstreicht die anhaltenden Spannungen in der Region, auch nach dem formellen Ende der Kampfhandlungen. Während die US-geführte Erklärung die bedingungslose Freiheit der Schifffahrt und das Recht auf Transitsdurchfahrt betonte, beharrt Teheran auf seiner küstenstaatlichen Souveränität und hat wiederholt eine Neuregelung der Passage nach Ablauf einer 60-tägigen Übergangsfrist angekündigt. Das iranische Außenministerium rief die GCC-Staaten dazu auf, ihre Sicherheitskonzepte zu überdenken, und wiederholte, dass „kollektive Sicherheit nur durch Zusammenarbeit aller Regionalstaaten ohne ausländische Einmischung“ zu erreichen sei. Konkrete nächste Schritte oder ein Datum für weitere Gespräche wurden zunächst nicht bekannt gegeben.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Die Golfstaaten und die USA bekräftigten ihre strategische Partnerschaft, begrüßten das US-iranische Memorandum, knüpften jedoch jeglichen Handel mit dem Iran an umfassende Sicherheitsgarantien. Die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus und die Verhinderung eines nuklear bewaffneten Iran bleiben unverhandelbare Bedingungen. Das Treffen in Manama betonte die Vermittlerrolle Katars und Pakistans sowie die Notwendigkeit, die Verhandlungen für ein dauerhaftes Ende der Feindseligkeiten fortzusetzen.
Die USA und der Golfkooperationsrat erklärten, dass dauerhafter Frieden im Nahen Osten die Konfrontation mit allen Bedrohungen des iranischen Regimes erfordert, einschließlich ballistischer Raketen, Drohnen und Unterstützung für Stellvertreter. Die Erklärung von Manama macht jedes Abkommen mit Teheran von der Einstellung feindseliger Aktivitäten abhängig und besteht auf der Wiedereröffnung der Straße von Hormus und der Freiheit der Schifffahrt.
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