
Goldpreis vor drittem Wochenverlust – Dollarstärke und hawkishe Fed-Signale belasten
Der Goldpreis fällt am Freitag um über zwei Prozent und steuert auf den dritten Wochenverlust in Folge zu, während der Dollar ein Jahreshoch erreicht und die US-Notenbank eine straffere Geldpolitik signalisiert.
Der Goldpreis gab am Freitag im Spotmarkt um 2,1 Prozent auf 4.121,95 Dollar je Feinunze nach und notierte damit auf dem tiefsten Stand seit dem 11. Juni. Für die laufende Woche summiert sich das Minus auf 3,8 Prozent, womit das Edelmetall vor dem dritten Wochenverlust in Folge steht. Auch die August-Futures an der Comex verloren 2,5 Prozent auf 4.139,40 Dollar.
Auslöser ist ein Zusammenspiel aus Dollarstärke und einer zunehmend restriktiven geldpolitischen Ausrichtung der Federal Reserve. Der Dollar-Index verharrte nahe einem Einjahreshoch, was das in der US-Währung gehandelte Gold für Anleger außerhalb des Dollarraums verteuert. Nach der Zinsentscheidung vom Mittwoch, bei der die Fed unter ihrem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh den Leitzins unverändert ließ, signalisierten neun der 19 Notenbanker, dass sie in diesem Jahr noch eine Anhebung für erforderlich halten. Die implizite Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im Dezember stieg laut CME FedWatch Tool von 61 auf 87 Prozent. Da Gold keine laufenden Erträge abwirft, verliert es bei steigenden Opportunitätskosten an Attraktivität.
Geopolitisch sorgt die vorläufige Waffenruhe zwischen den USA und Iran für widersprüchliche Signale. Zwar passierten Öltanker wieder die Straße von Hormus, und Washington erklärte die Seeblockade für beendet. Doch geplante Gespräche in der Schweiz wurden abgesagt, nachdem Vizepräsident JD Vance seine Reise dorthin gestrichen hatte. Die Unsicherheit über eine dauerhafte Befriedung dämpft die Nachfrage nach sicheren Häfen nicht nachhaltig, zumal die kriegsbedingten Inflationsschübe weltweit Zentralbanken zu Zinserhöhungen oder entsprechenden Ankündigungen veranlassen.
Die Investmentbank Goldman Sachs senkte ihre Goldpreisprognose für Dezember von 5.400 auf 4.900 Dollar je Feinunze, da sie nun keine Zinssenkung der Fed mehr erwartet. In den physischen Märkten blieb die Nachfrage in Indien angesichts der volatilen Preise verhalten; in China, dem größten Abnehmer, drehten die Aufschläge in Abschläge. Die übrigen Edelmetalle folgten dem Abwärtstrend: Silber verlor 3,9 Prozent auf 63,25 Dollar, Platin 2,7 Prozent auf 1.649,63 Dollar und Palladium 2,3 Prozent auf 1.249,69 Dollar.
Der weitere Verlauf hängt maßgeblich von den kommenden Konjunkturdaten und der Kommunikation der Fed ab. Sollte sich der Inflationsdruck aus der Iran-Krise nicht abschwächen, dürfte die Erwartung strafferer Geldpolitik den Goldpreis weiter belasten. Nächster markanter Termin ist die Sitzung des Offenmarktausschusses im Juli, bei der aktualisierte Projektionen vorgelegt werden.
Wie dieselbe Geschichte anderswo erzählt wird.
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Gold steuert auf den dritten Wochenverlust in Folge zu, belastet von einem Dollar auf Jahreshöchststand und dem restriktiven Ton der Fed. Die Stärke des Greenback verteuert das Metall für Anleger mit anderen Währungen, während Feiertage in China und Hongkong den Handel ausdünnten. Auch Silber, Platin und Palladium gaben nach.
Gold steht vor dem dritten wöchentlichen Rückgang in Folge, belastet von einem starken Dollar und der hawkishen Haltung der Federal Reserve. Unterdessen hat die Durchfahrt von Öltankern durch die Straße von Hormus und ein Interimsabkommen zwischen den USA und dem Iran Versorgungsängste gemildert, doch der Inflationsdruck aus dem Krieg wird für die globalen Zentralbanken überwältigend.
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